Freizeit- und Wassersportverein 
Uphuser Meer e.V.

Umwelt

2018 07 25 EZ Bilde 150

Von Ute Lipperheide aus der Emder Zeitung vom 25.07.2018

Stadt benötigt Geld, um Plan für Bekämpfung aufzustellen / SPD beschwert sich

Emden. Steigt das Thermometer über 25 Grad Celsius, dann dauert es nicht mehr lange, bis sich ein schmieriger gelb-grünlicher Film auf den Gewässern in und rund um Emden ausbreitet. Blaualgen sind dafür verantwortlich. Ihre Bekämpfung scheint eine kaum lösbare Aufgabe zu sein. Seit Jahren klagen vor allem die Anlieger am Uphuser Meer über die Verschmutzung. „Wir versuchen ja, etwas zu unternehmen, aber das ist nicht so einfach”, sagte Stadtsprecher Eduard Dinkela auf Anfrage der Emder Zeitung.

Die Stadt hatte im Frühjahr einen Antrag auf Fördergeld beim Land gestellt. 90 000 Euro koste eine detaillierte Planung, in der aufgezeigt wird, was gegen die Blaualgen unternommen werden kann. Dieses Geld soll das Land zahlen. Noch ist das Fördergeld nicht bewilligt. Dinkela: „Erst wenn es da ist, können wir anfangen.”

Eher wäre es nur möglich, wenn der Rat dafür Geld zur Verfügung stellen würde. Doch aufgrund der Haushaltslage ist das eher unwahrscheinlich. Dinkela verwies darauf, dass es zunächst nur um die Planung geht: „Wenn Maßnahmen umgesetzt werden, dann muss das noch bezahlt werden. Auch dafür erhoffen wir uns Fördergelder.” Doch schon jetzt ist abzusehen, dass auch in diesem Jahr nicht wirklich etwas gegen die Blaualgenplage unternommen werden kann.

Das hat jüngst die Emder SPD auf die Palme gebracht: „Es wurden bereits vor 20 Jahren Lösungsmöglichkeiten entwickelt ... Bedauerlicherweise tritt man seit Jahren auf der Stelle”, klagen der Unterbezirk der SPD und die Arbeitsgemeinschaft 60plus in einer Mitteilung. Die SPD fordert nun die Stadt auf, die Öffentlichkeit kontinuierlich über das Thema zu informieren und endlich tätig zu werden. Die Stadt selbst weist bisher vor allem mit Hinweisschildern auf die Gefahren hin.

 


Emder Zeitung vom Mittwoch, 25. Juli 2018, Seite 3 (7 Views)

Archivbild: Alberts

Artikel aus Ostfriesen Zeitung vom 24.07.2018

Am Uphuser Meer droht eine Blaualgenplage. Laut SPD-Unterbezirk Emden ist im Umweltausschuss über die Probleme am Uphuser Meer berichtet worden. Doch: „Nichts Greifbares ist passiert“, heißt es.

Emden - Der SPD-Unterbezirk Emden und die Arbeitsgemeinschaft 60 plus der Emder SPD machen in einer Pressemitteilung ihr Unverständnis über den in ihren Augen enttäuschenden Verlauf der Suche nach einer Lösung für die Blaualgenproblematik im Uphuser Meer deutlich. Anfang Juni habe zu diesem Thema der Umweltausschuss des Emder Rates getagt, schreibt die SPD. Der Leiter des städtischen Fachdienstes Umwelt, Hartmut Fresemann, habe den bisherigen Verlauf und den Status Quo dargestellt: „Nichts Greifbares ist passiert“, so die SPD. Bis heute sei dazu außerdem nichts im Bürgerinformationssystem der Stadt Emden bekannt gegeben worden.

Seit Jahren würden die Verantwortlichen der Stadt, der Naturschutzbeauftragte Habbo Wildeboer und engagierte Bürger versuchen, das Problem zu lösen. Es seien bereits vor 20 Jahren Ideen entwickelt worden – etwa eine Renaturierung der Schlote, eine Neureglung der Entwässerung oder ein Schilfgürtel. Bedauerlicherweise trete man jetzt bereits seit Jahren auf der Stelle, fügt die SPD in ihrer Mitteilung hinzu.

Der weitere Verlauf dieser „endlosen Geschichte“ hänge zurzeit von der Genehmigung von Fördergeld ab. Die Prognose für eine zeitnahe Lösung des Problems sehe folglich düster aus, denn es seien bislang keine verbindlichen Aussagen zum weiteren Verlauf gegeben worden. Vielmehr würden weiter Zeit und Geld geopfert, weil zusätzliche Untersuchungen gemacht und weitere Gutachten erstellt werden sollten, teilt die SPD mit. Die Sozialdemokraten fordern die Stadtverwaltung in ihrer Mitteilung auf, die Öffentlichkeit laufend über den Fortgang der Maßnahmen zu informieren – „zum Wohle der Gesundheit aller Nutzer des Emder Gewässers“, so die SPD.

 

 

Archivbild: Alberts

Von Heiko Müller aus der Emder Zeitung vom 23.07.2018

Das Emder Gesundheitsamt hat jetzt das erste Auftreten von giftigen Blaualgen im Uphuser in diesem Sommer bestätigt. Das könnte schon bald Folgen für Badelustige haben.

Emden - Es geht schon wieder los: Im Uphuser Meer in Emden breiten sich in der anhaltenden Trocken- und Hitzeperiode erneut giftige Blaualgen aus. Das bestätigte das Gesundheitsamt der Stadt der OZ auf Nachfrage.

Die Behörde hatte nach eigenen Angaben schon vor knapp zwei Wochen die beginnende Blüte von Blaualgen in dem Binnenmeer festgestellt. Sie will in den nächsten Tagen weitere Proben ziehen. Sollte sich eine weitere Vermehrung bestätigen, werden wieder Schilder an den Ufern aufgestellt, die vor dem Baden in dem Gewässer warnen und auf Gefahren für die Gesundheit hinweisen.

Befürchtungen der Wochenendhaus-Besitzer bewahrheiten sich

Damit bewahrheiten sich Befürchtungen der Wochenendhaus-Besitzer am Uphuser Meer. Sie rechnen damit, dass sich die Blaualgen in diesem Super-Sommer schnell vermehren und sich wie in den Vorjahren zu einer Plage ausweiten. Eine rasche Lösung des Problems ist noch nicht in Sicht. Voraussichtlich wird es Jahre dauern, bis sich die Wasserqualität spürbar verbessert.

Untersuchungen, mit dennen die Stadt schon 2014 ein Fachbüro beauftragte, ergaben, dass ein zu hoher Phosphatgehalt im Wasser Grund für das massenhafte Auftreten von Blaualgen genannten Cyanobakterien ist. Das Salz der Phosphorsäure, dessen verschiedene Arten auch zur Herstellung von Düngemitteln und Waschmitteln sowie in der Lebensmittelindustrie verwendet werden, gibt den Bakterien Nahrung und begünstigt ihr Wachstum. Unklar ist, woher das Phosphat kommt, das größtenteils über das Schöpfwerk an der Nordseite in das Uphuser Meer gelangt.

Es gibt wenig Hoffnung auf eine rasche Lösung

Das Umweltamt der Stadt hatte im Mai zwar ein Paket von Maßnahmen vorgestellt, zugleich aber den Anliegern kaum Hoffnung auf eine baldige Lösung gemacht. Zunächst müsse weiter nach den Ursachen des hohen Phosphatgehalts gesucht werden, sagte der zuständige Fachbereichsleiter Rainer Kinzel. Er warnte vor voreiligem Handeln und sprach vom „Patienten Uphuser Meer“, bei dem zunächst die Symptome erkannt werden müssten. Erst dann könne die Behandlung folgen.

Das „Anti-Blaualgen-Paket“ sieht unter anderem vor, das Entwässerungssystem rund um das Uphuser Meer zu ändern, die Gräben aufzuwerten sowie Schilfröhrichte an den Ufern zu schützen und anzusiedeln.

Die Polizei ermittelt weiter

Solche Projekte erfordern allerdings hohe Investitionen. In einem ersten Schritt hat die Stadt Geld beim Land aus einem Topf der Europäischen Union für die Entwicklung von Seen beantragt. Sollten Zuschüsse fließen, könnten damit aber nur die Detailplanungen finanziert werden. Die Kosten werden mit 90 000 Euro angegeben. Für die Umsetzung des Pakets müssten neue Förderanträge gestellt werden. Eine Stellungnahme des Umweltamtes zum aktuellen Stand war trotz mehrfacher Anfragen der OZ nicht zu erhalten.

Seit knapp einem Jahr ermittelt auch die Polizei am Uphuser Meer. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Aurich geht das Fachkommissariat für Umweltdelikte der Polizeidienststelle in Leer der Frage nach, ob die Belastung des Binnenmeers mit Blaualgen strafrechtlich relevant ist. Ausgelöst hatte die Ermittlungen der Anlieger Felix Pundt. Er erstattete im Juli 2017 Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden. „Die Ermittlungen werden fortgesetzt“, ließen die zuständigen Beamten Pundt vor einigen Tagen wissen.

Die Untersuchung rund um das Uphuser Meer geht weiter

Von Marten Klose Emder Zeitung vom Samstag, 2.Juni 2018 Seite 3, 0 49 21 / 89 00-431

Emden. Die Meerfahrer am Uphuser Meer müssen sich weiter in Geduld üben: Eine Lösung für die Blaualgen-Plage ist nach wie vor nicht in Sicht. Allerdings zeichnet sich ein Maßnahme-Paket ab, das helfen könnte, die Plage in den Griff zu bekommen. Wobei die Betonung auf „könnte” liegt. Denn es ist nicht wirklich klar, was die Hauptursache für den hohen Phosphorgehalt in dem Binnengewässer ist, der den Nährboden für die Algen bildet. „Wir wollen die effektivste Ursache herausfinden”, sagte der städtische Fachbereichsleiter Rainer Kinzel. Darauf warten die Anrainer des Uphuser Meeres bekanntlich bereits seit vielen Jahren. Fest steht mittlerweile, welchen Weg der Phosphor ins Meer nimmt: Die Moleküle werden über das Schöpfwerk in den Binnensee gespült (wir berichteten).

Welche Rolle spielt das Düngen?

Auch über die Herkunft weiß man - die Stadt ließ in den vergangenen Jahren Proben nehmen - schon etwas mehr. Der Phosphor ist demnach offensichtlich schon von Natur aus im Boden vorhanden, stammt aus der Überschlickungszeit und gelangt durch die landwirtschaftliche Nutzung, etwa durch Düngung, ins Erdreich. Von dort aus geht der Phosphor auf die Reise durch die Schlote bis ins Meer und befeuert dort an heißen Tagen das Algenwachstum.

Als „Gegenangriff” schlägt Fachdienstleiter Hartmut Fresemann jetzt mehrere Punkte vor:

M Die Aufwertung, sprich Renaturierung der Schlote. Dadurch könnten die Phosphorteilchen ausgebremst werden.

M Eine Neuregelung der Entwässerung. Das heißt, das überschüssige Wasser statt über das Schöpfwerk am Uphuser Meer vor allem über das benachbarte Schöpfwerk „Küthauer” abzuleiten. Dafür werden Investitionen nötig.

M Eine Aufwertung der Schilfröhrichte entlang des Ufers.

M Die weitere Ursachenforschung, was die größte Ursache für den hohen Phosphorgehalt ist.

Vor allem der letzte Aspekt ist der Knackpunkt. Deshalb warnt Kinzel davor, jetzt in teuren Aktionismus zu verfallen: „Das Uphuser Meer ist ein Patient und bevor man behandelt, muss man erst mal die Ursache herausfinden.”

Die Stadt wartet nun auf Fördergeld, um die nächsten Schritte anpacken zu können. Den Meerfahrern werden wohl noch einige Algen-Sommer bevorstehen.

 


Von Heiko Müller, Ostfriesen Zeitung vom 02.06.2018

Die Blaualgen-Plage am Uphuser Meer wird die Verwaltung weiter beschäftigen. Sie wartet noch auf den Bescheid des Landes über einen Zuschuss. Damit könnten aber nur die Planungen finanziert werden, heißt es.

Emden - Anlieger und Besucher des Uphuser Meers werden wohl noch lange mit wiederkehrenden Blaualgen-Plagen in dem Binnensee leben müssen. Die Stadt hat ihnen am Donnerstag im Ratsausschuss für Stadtentwicklung wenig Hoffnung auf eine rasche Lösung des Problems gemacht.

Der zuständige Fachbereichsleiter Rainer Kinzel bat um Geduld. „Das braucht Zeit“, sagte er im Hinblick auf sinnvolle und wirksame Mittel, um das Problem der Phosphateinträge in den Griff zu bekommen. Kinzel verwendete das Bild vom „Patienten Uphuser Meer“, bei dem zunächst die Symptome und Ursachen festgestellt werden müssten.

Zeitplan steht nicht fest

Der Leiter des städtischen Umwelt-Fachdienstes, Hartmut Fresemann, stellte ein ganzes Paket von Maßnahmen vor, die Experten des Hamburger Fachbüros KLS empfohlen haben. Sie sehen vor, das Entwässerungssystem in der Umgebung des Uphuser Meers zu ändern, die Gräben aufzuwerten sowie Schilf-röhrichte an den Ufern zu schützen und zu entwickeln.

Wann und ob dieses Paket umgesetzt werden kann, steht noch in den Sternen. Das hängt auch davon ab, ob genügend Geld dafür zur Verfügung stehen wird. In einem ersten Schritt hat die Stadt Geld beim Land aus einem speziellen Fördertopf der Europäischen Union zur Seenentwicklung beantragt. „Wir warten noch auf den Bescheid aus Hannover“, sagte Fresemann. Fließt der Zuschuss, können damit aber nur die Detailplanungen zur Verbesserung der Wasserqualität finanziert werden. Sie liegen laut dem Fachdienstleiter bei 90 000 Euro. Zehn Prozent dieser Summe müsste die Stadt aufbringen, falls das Geld vom Land kommt. Für die Umsetzung des Maßnahmenpaketes müssten neue Förderanträge gestellt werden.

Kontakt vermeiden

Wie berichtet, haben die im Jahr 2014 begonnenen Untersuchungen der Hamburger Fachleute ergeben, das größere Mengen von Phosphor vor allem über das Schöpfwerk an der Nordseite in das Uphuser Meer gelangen. Sie fördern das Wachstum der Blaualgen genannten Cyanobakterien, von denen einige Arten giftige Ausscheidungen ins Wasser abgeben. Ein erhöhtes Vorkommen, das bei wärmeren Perioden entsteht, kann zu Reizungen der Haut, der Schleimhäute sowie zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führen.

Erkennbar sind Blaualgen an einer starken grünlichen Trübung des Wassers; bei starker Algenblüte an grünen Schlieren oder Schichten auf dem Wasser. In diesen Fällen sollte Kontakt mit dem Wasser vermieden werden. Außerdem raten Medizier, kein blaualgenhaltiges Wasser zu schlucken. Kinder sollten nicht mehr baden.

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