Freizeit- und Wassersportverein 
Uphuser Meer e.V.

Umwelt

OZ Emden vom Samstag, 27. Februar 2016, Seite 22

Blaualgen: Es wird Jahre dauern

VON HEIKO MÜLLER

Umwelt  Stadt legte erste Ergebnisse von Untersuchungen des Uphuser Meers fest

Ursache der Plage in dem Binnensee ist, dass viel zu viel Phosphat in das Gewässer gelangt. Fest steht: Lösungen werden teuer.

Emden  - Besitzer von Wochenendhäusern und Badegäste am Uphuser Meer in Emden müssen vermutlich noch längere Zeit mit einer hohen Konzentration von Blaualgen in dem Binnensee am östlichen Stadtrand leben Das wurde am Donnerstag im Ratsausschuss für Umwelt bekannt. Bei der Sitzung legte der zuständige Fachbereichsleiter der Stadt, Rainer Kinzel, erste Ergebnisse der im Jahr 2014 in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie zur Sanierung beziehungsweise Restaurierung des Gewässers vor. 

Demnach sind Experten des Hamburger Büros KLS bei den Untersuchungen im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis gekommen, dass sehr viel Phosphor in das Uphuser Meer gelangt und im Sommer den massiven Blaualgen-Befall verursacht hat. Die weitaus größten Mengen kämen über das Schöpfwerk an der Nordseite in den Binnensee. Über diese Pumpstation wird ein etwa 1200 Hektar großes Gebiet entwässert. 

Die Gutachter haben einen Phosphoreintrag von 1800 Kilogramm pro Jahr errechnet. Das sei weit mehr als das Dreifache des kritischen Wertes. Das bedeute, so Kinzel, dass die Phosphormenge um etwa 1300 Kilogramm pro Jahr reduziert werden müsste, um die Wasserqualität zu verbessern. Die höchste Alarmstufe gelte für das Uphuser Meer aber noch nicht. „Wir spielen noch im Mittelfeld“, so der Fachbereichsleiter. Die Stadt wolle aber frühzeitig reagieren und müsse ihr Augenmerk darauf richten. 

Sanierungsmaßnahmen würden aber sehr langsam wirken. „Das dauert Jahre oder Jahrzehnte“, sagte Kinzel unter Hinweis auf ähnliche Projekte am Dümmer See und am Tegeler See in Berlin. Damit nahm er den gut 50  Wochenendbesitzern auf den Zuhörerplätzen die Hoffnung auf schnelle Lösungen. 

Es gibt auch schon erste Vorschläge für Sanierungsmaßnahmen. Sie umfassen im Wesentlichen Änderungen im Entwässerungssystem und an den Zuläufen. Das ist aber alles noch nicht ausgereift. 

Um mehr und sicherere Daten sowie nähere Aufschlüsse zu erhalten, sollen die Untersuchungen zunächst in diesem Jahr fortgesetzt werden. Zudem ist vorgesehen, in weiteren Schritten mögliche Sanierungsmaßnahmen zu entwickeln, mit Fachleuten abzustimmen und allen Beteiligten zu erörtern. Danach sollen die Kosten ermittelt werden. Denkbar seien auch Pilotversuche, um die Effizienz von Sanierungsmaßnahmen zu testen. 

Fest steht schon jetzt, dass das Ganze nicht billig wird. Stadtbaurat Andreas Docter sprach bei der Ausschusssitzung von sechsstelligen Summen. 

Der Vorsitzende des Freizeit- und Wassersportvereins Uphuser Meer (WSU), Thomas Waldeck, ist „froh, dass der Anfang geschafft ist“. Die Anlieger hätten sich aber schnellere Lösungen gewünscht, sagte er der OZ. Der Verein werde das Problem nicht aus den Augen verlieren. Waldeck hält auch kostengünstigere Lösungen für möglich. Er regte an, dabei beispielsweise auch Fischer und Naturschützer zurate zu ziehen, die die Verhältnisse am Uphuser Meer genauestens kennen. Bei der Ausschusssitzung warnte Waldeck vor Gesundheitsgefahren insbesondere für Kinder und Jugendliche. „Mit den seit einigen Jahren kontinuierlich ansteigenden Wasserbelastungen können und wollen wir uns nicht abfinden“, sagte er. Es müsse Abhilfe geschaffen werden. 

Das Problem mit den giftigen Bakterien beschäftigt Behörden, Politik und Anlieger schon seit Langem. Seit 2013 hat sich die Situation verschärft. In den Sommern der Jahre 2014 und 2015 herrschten im Uphuser Meer regelrechte Blaualgen-Plagen (die OZ berichtete). Das Gesundheitsamt warnte deshalb vor dem Baden in dem Gewässer. 

Blaualgen  sind eigentlich keine Algen, sondern Bakterien. Einige Arten geben giftige Ausscheidungen ins Wasser ab und können für den Menschen gesundheitsschädlich sein. Hitzeperioden begünstigen die Massenentwicklung von Algen, besonders der Blaualgen. 

 

Ein erhöhtes Vorkommen  kann zu Reizungen der Haut, der Schleimhäute sowie zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führen. 

 

Erkennbar  sind Blaualgen an einer starken grünlichen Trübung des Wassers; bei starker Algenblüte an grünen Schlieren oder rahmartigen Schichten auf dem Wasser. 

 

In diesen Fällen  sollte Kontakt mit dem Wasser vermieden werden. Außerdem rät das Gesundheitsamt der Stadt, kein blaualgenhaltiges Wasser zu schlucken. Die Behörde empfiehlt in solchen Fällen, Kinder nicht mehr im Wasser baden oder am Ufer spielen zu lassen. 

 

Wenn nach dem Baden 

in mit Blaualgen belastetem Wasser Beschwerden auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden, rät das Gesundheitsamt.

 

 

 

 

 

Sitzungstermin: Montag, 14.09.2015
Beginn der Sitzung: 16:00 Uhr
Ende der Sitzung: 18:00 Uhr
Sitzungsort: Ratssaal, Verwaltungsgebäude II
Anwesend:
Vorsitzender
Gosciniak, Heinz
SPD-Fraktion
Bruns, Ludger
Meinen, Regina
Pohlmann, Marianne
Strelow, Gregor
Winter, Maria
CDU-Fraktion
Bongartz, Helmut
für Gerold Verlee
Odinga, Hinrich
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Claaßen, Jens
Schild, Walter
FDP-Fraktion
Bolinius, Erich
Beratende Mitglieder
Acker, Karl
Janssen, Johann
Narewski, Friedrich
Verwaltungsvorstand
Docter, Andreas
Stadtbaurat
von der Verwaltung
Kinzel, Rainer
Fresemann, Hartmut
Kolk, Lars
(bis 17:30 Uhr)
Protokollführung
Behrens, Sebastian
Gast
Behrends, Hinrich
zu TOP 7.1
Behrends, Ralf
zu TOP 7.1
Uhe, Karsten
zu TOP 7.1
Weinert, Thomas
zu TOP 7.1

Auszug aus dem Protokoll Nr. 50 über die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt

TOP 3
Genehmigung des Protokolls Nr. 46 über die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am 21.05.2015 - öffentlicher Teil -
Beschluss: Das Protokoll Nr. 46 über die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt vom 21.05.2015 – öffentlicher Teil – wird genehmigt.
Ergebnis: einstimmig
TOP 4
Genehmigung des Protokolls Nr. 47 über die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am 15.06.2015
Beschluss: Das Protokoll Nr. 47 über die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt vom 15.06.2015 – öffentlicher Teil – wird genehmigt.
Ergebnis: einstimmig
TOP 5
Genehmigung des Protokolls Nr. 48 über die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am 30.06.2015 und deren Fortsetzung am 02.07.2015 - öffentlicher Teil -
Beschluss: Das Protokoll Nr. 48 über die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt vom 30.06.2015 und deren Fortsetzung am 02.07.2015 – öffentli-cher Teil – wird genehmigt.
Ergebnis: einstimmig
TOP 6
Genehmigung des Protokolls Nr. 49 über die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am 21.07.2015
Beschluss: Das Protokoll Nr. 49 über die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt vom 21.07.2015 – öffentlicher Teil – wird genehmigt.
Ergebnis: einstimmig
TOP 7
Einwohnerfragestunde
Herr Thomas Waldeck, Vorsitzender des Freizeit- und Wassersportvereins Uphuser Meer, bemerkt, seine Anmerkungen und Fragen würden sich auf den Tagesordnungspunkt 9 „Räumlicher Teilflächennutzungsplan Windenergie Emden-Ost“ beziehen.
Die Mehrheit der Vereinsmitglieder sei grundsätzlich nicht gegen die Aufstellung von Windenergieanlagen. Die Aufstellung sollte jedoch nur da erfolgen, wo die Windenergieanlagen nicht unmittelbar zu einer Belastung von Erholungssuchenden würden. Diese hätten bereits mehrere große Anlagen im Sichtfeld. Weitere Belastungen aufgrund dieses Teilflächennutzungsplans könne das Naherholungsgebiet nicht vertragen. Der Begriff der „Verspargelung“ der Landschaft durch Windenergieanlagen würde an diesem Beispiel sehr deutlich.
Er fragt, weshalb nicht ein bereits existierender Windenergiepark erweitert werde. Ein Flächennutzungsplan sollte seines Erachtens die Interessenlage möglichst vieler berücksichtigen und nicht nur den finanziellen Interessen einzelner Landwirte dienen. Der Freizeit- und Wasser-sportverein habe aus diesem Grund kein Verständnis für die Errichtung weiterer Anlagen in unmittelbarer Nähe zum Uphuser Meer.
Er möchte wissen, ob der Beschluss so angepasst werden könnte, dass das Gebiet zwischen Bansmeer und Uphuser Meer herausgenommen werden könne. Der Freizeit- und Wassersport-verein lade alle Interessierten sehr gerne zu einer Besichtigung am Uphuser Meer ein, um die aktuelle Situation und die geänderten Gegebenheiten der letzten Jahre vor Ort zu betrachten.
Herr Docter antwortet, die Frage richte sich an die politische Beschlussfassung. Die Ausweisung dieses Bereiches sei eine freiwillige Entscheidung der Stadt Emden. Die Entscheidung der Herausnahme dieses Gebietes müsse letztendlich der Rat in seinen Beratungen treffen. Rein formal entspreche der Beschluss vollständig dem öffentlichen Bau- und Emissionsumweltrecht.
Ein weiterer Einwohner der Stadt Emden bemerkt demgegenüber, dass die Nachbargemeinde Hinte Überlegungen anstelle, eine weitere Partei zu gründen. Dies sei das Ergebnis der Argumentation, dass dies eine rein politische Entscheidung sei. Er fragt, ob dies im Sinne der Stadt Emden wäre.

Niederschrift Nr. 53 über die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt
Sitzungstermin: Dienstag, 29.09.2015
Beginn der Sitzung: 16:45 Uhr
Ende der Sitzung: 18:30 Uhr
Sitzungsort: Ratssaal, Verwaltungsgebäude II
Anwesend:
Vorsitzender
Gosciniak, Heinz
SPD-Fraktion
Brunken, Karola
für Regina Meinen
Bruns, Ludger
Haase, Hans-Dieter
für Gregor Strelow
Pohlmann, Marianne
Winter, Maria
CDU-Fraktion
Odinga, Hinrich
Verlee, Gerold
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Böckmann, Jürgen
für Jens Claaßen
Schild, Walter
FDP-Fraktion
Bolinius, Erich
Beratende Mitglieder
Acker, Karl
Vertreter des Stadtteilbeirates Barenburg
Janssen, Johann
Vertreter des Trägerkreises des Behinderten-beirates der Stadt Emden
Narewski, Friedrich
Vertreter des Seniorenbeirats
Reinert, Gabriele
für Arno Peper
Verwaltungsvorstand
Docter, Andreas
Stadtbaurat
von der Verwaltung
Kolk, Lars
Amman, Johannes
Protokollführung
Kinzel, Rainer


Auszug aus der Niederschrift 53 über die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am 29.09.2015

Öffentlicher Teil
TOP 1
Eröffnung der Sitzung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Herr Gosciniak eröffnet die Sitzung, begrüßt die anwesenden Ratsmitglieder sowie die er-schienenen Einwohner und die Vertreter der Presse und stellt die Beschlussfähigkeit fest.
TOP 2
Feststellung der Tagesordnung
Als Sachverständige begrüßt Herr Gosciniak Herrn Ackermann und Herr Kielmann von den Stadtwerken, die bei Nachfragen dem Ausschuss zur Verfügung stünden. Er fragt, inwieweit der Ausschuss hier bereit ist ggfs. auf dieses Angebot zurückzukommen. Dies wird von allen Rats-vertretern befürwortet.
Die Tagesordnung wird wie vorgelegt einstimmig genehmigt.
TOP 3
Einwohnerfragestunde
Herr Waldeck als Vorsitzender des Freizeit- und Wassersportvereins Uphuser Meer stellt einige Fragen zum TOP 4 Räumlicher Teilflächennutzungsplan Windenergie Emden Ost.
1.
Er fragt inwieweit es möglich sei, den Beschluss so anzupassen, dass das Sondergebiet SO1 zwischen Bansmeer und Uphuser Meer herausgenommen werden kann und dort keine Windmühlen nördlich der Bundesautobahn entstehen sowie
2.
Wie es möglich sei, dass im Gebiet SO2 bereits Windenergieanlagen gebaut wurden.
Herr Kolk erläutert, dass eine Herausnahme aufgrund politischer Beschlusslage möglich sei. Dies Verfahren würde sich dadurch verzögern, da eine erneute Offenlage wegen der wesentli-chen Änderung erfolgen müsse.
Die beiden bereits errichteten Windenergieanlagen wurden im Rahmen eines BImSch-Genehmigungsverfahrens privilegiert als Forschungs- und Entwicklungsanlagen genehmigt, da an diesen Prototypen derzeit Forschung und Entwicklung stattfinde.
Durch die Planung werde die Möglichkeit gegeben, der Öffnung beider Anlagen später, nach dem die entsprechenden Untersuchungen abgeschlossen seien, einer gewerblichen Nutzung zuzuführen.
Des Weiteren äußert sich Herr Reinma als Bürger und findet ebenfalls die Entwicklung der Windenergieanlagen nördlich der Bundesautobahn nicht befürwortenswert.

B E S C H L U S S V O R L A G E N
TOP 4
Räumlicher Teilflächennutzungsplan Windenergie Emden-Ost; - Beschluss über die Abwägungen der eingegangenen Stellungnahmen; - Feststellungsbeschluss Vorlage: 16/0767/3
Herr Kolk erläutert anhand einer Power-Point-Präsentation die wesentlichen Züge der Planung.
Herr Bolinius nimmt Bezug auf die Einwendungen von Herrn Wurps und die dortige Abstandssituation.
Herrn Verlee interessieren die Situationen zur Nachbargemeinde, wieweit hier ein Windhundprinzip zur Gemeinde Ihlow gelte.
Herr Kolk nimmt Bezug auf das Oberverwaltungsgericht Münster, wo die Rechtsprechung sei, dass in der Regel bei einem Abstand größer als 3 x die Höhe der Windenergieanlage kein Pro-blem besteht. Wenn der Abstand zwischen 2 und 3 Höhen sei, dann müsse eine Einzelfallprüfung erfolgen.
Dies wurde im Rahmen der BImSch-Genehmigungsverfahrens durchgeführt und als verträglich festgestellt. Insofern sei mit Blick auf die F-Plan-Änderung und auf das Genehmigungsverfahren hier ein rechtssicherer Weg gewählt worden. Dass in der Nachbargemeinde Ihlow Vorkehrun-gen für einen Windpark an der städtischen Gemeindegrenze getroffen würden, sei bekannt, da zwei Windparks zueinander Abstand halten müssen und das Emder Projekt weiter gediehen sei, müsse sich der Ihlower Windpark mit seinem Abstand entsprechend danach in einer späte-ren Planungsphase danach richten.
Frau Pohlmann äußert für die SPD-Fraktion, dass diese hinter der Planung stehe. Der Rat der Stadt Emden habe das Klimakonzept und die Nachhaltigkeitsbemühungen der Stadt eindeutig befürwortet und wolle Emden auch als Onshore-Standort für Windenergie stärken. Dazu gehöre auch die Unterstützung der Aktivitäten der Stadtwerke, das bedeute für die ganze Stadt Vorteile.
Herr Bolinius äußert sich in der Folge ebenfalls positiv und streicht die Möglichkeit heraus, dass die Stadtwerke den Anliegern in einem 1 km Umkreis die Möglichkeit geben, sich an die-sem Projekt finanziell im Rahmen der Investition zu beteiligen.
Herr Schild sieht die Bedürfnisse von Mensch und Natur im Rahmen des Planverfahrens gut abgewogen und gewahrt und hält das Projekt daher für vertretbar, insbesondere da es einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und zur Unterstützung der Stadtwerke in ihren Bemühungen für mehr Windenergie darstelle.
Auch Herr Verlee sieht im Anschluss daran für alle Bürger einen Vorteil, insbesondere da auch die Stadtwerke dadurch in die Lage versetzt würden, preisgünstig Windenergiestrom zu erzeugen.
Für die CDU-Fraktion erklärt Herr Verlee im Anschluss, dass keine weiteren neuen Windenergieanlagen mehr für das Emder Stadtgebiet gewollt seien. Ein Repowering Wybelsumer Polder sei davon jedoch nicht betroffen.

Beschluss:
1. Der Rat der Stadt Emden stimmt der Behandlung der Einwendungen nach § 3(1) BauGB sowie der Behandlung der Stellungnahmen nach § 4(1) BauGB aus der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung zu (Anlage 3 und 4 zur vorliegenden Vorlage).
Die in der Anlage 3 aufgeführten Fragen und Antworten Nr. 1 -10 (Infoveranstaltung) werden zur Kenntnis genommen.
Die in der Anlage 4 aufgeführten Stellungnahmen Nr. 1-14, 20, 28-30, 40-41, 46 werden zur Kenntnis genommen. Die Anregungen und Hinweise Nr. 15-19, 21-27, 31-39, 42, 43, 44 werden berücksichtigt bzw. teilweise berücksichtigt. Die Anregung Nr. 45 wird nicht berücksichtigt.
2. Der Rat der Stadt Emden stimmt der Behandlung der Einwendungen nach § 3(2) BauGB sowie der Behandlung der Stellungnahmen nach § 4(2) BauGB aus der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung zu (Anlage 5 zur vorliegenden Vorlage).
Die in der Anlage 5 aufgeführten Stellungnahmen Nr. 1-17, 19-28 und 30-38 werden zur Kenntnis genommen. Die Anregungen und Hinweise Nr. 18 und 29 werden berücksichtigt bzw. teilweise berücksichtigt. Die Anregungen der Bürger Nr. 1-8 werden zur Kenntnis genommen bzw. nicht berücksichtigt.
3. Für den räumlichen Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“ mit Begründung und Umweltbericht wird der Feststellungsbeschluss gefasst.
Ergebnis: einstimmig

 

Am 29.09.2015 steht nochmals die Beschlussfassung über den Flächennutzungsplan „Aufstellung weiterer Windenergieanlagen Emden-Ost“, hier insbesondere die Aufstellung zweier  weiterer Windmühlen zwischen dem Bansmeer und dem Uphuser Meer auf der Tagesordnung (siehe Anlage). Eine Beschlussfassung hierzu wurde auf der letzten Sitzung wegen Zeitüberschreitung auf den 29.09.2015 verschoben. Daraus ergibt sich nunmehr gemäß Tagesordnungspunkt TOP 3 ausnahmsweise eine weitere Möglichkeit, Fragen an die Mitglieder des Ausschusses, insbesondere hinsichtlich der besagten Windmühlen,  zu stellen.

Jeder Einzelne hat – sofern ein Interesse besteht -  die Möglichkeit, (nur) unter Punkt TOP 3 durch einen kleinen Redebeitrag nochmals deutlich zu machen, das die Aufstellung weiterer Windmühlen nördlich der Autobahn (vom Uphuser Meer aus gesehen vor der Autobahn) durch wahrscheinlich zu erwartende Emissionen nicht im Sinne der Naherholung am  Uphuser- und Bansmeer und vor allem nicht im Sinne der Anlieger ist.

 Zur weiteren Information habe ich nochmals die Anlage 5 beigefügt, aus der die im Rahmen der öffentlichen Auslegung gemachten Einwendungen und deren Abwägung zu entnehmen ist. Die Einwendungen sind seitens der Verwaltung gänzlich abgelehnt worden!

 Siehe auch:Homepage Stadt Emden unter Schnellzugriff Bürgerinformationssystem und dann die entsprechende Sitzung v. 29.09.2015 um 16.30 Uhr aufrufen samt Anlagen

 https://gremieninfo.emden.de/bi/to0040.asp?__ksinr=20063178

PDF zum Download

Infrage kommen vier neue Flächen/ Anlieger sind dagegen

 Emden. Im Osten von Emden sollen vier große Areale für neue Windparks ausgewiesen werden. Dafür hat sich die Politik am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss einstimmig ausgesprochen. Daran hat auch der Appell des Vorsitzenden des Freizeit- und Wassersportvereins Uphuser Meer, Thomas Waldeck, nichts geändert. Die Anleger fürchten um das Flair am Meer und vor einer zunehmenden „Verpargelung“ der Landschaft.

 Wie berichtet, sucht die Verwaltung seit Längerem nach neuen Flächen für leistungsstarke Windkraftanlagen. Viel Platz steht nicht mehr zur Verfügung. Der Grund: Innerhalb eines Radius von fünf beziehungsweise 15 km um das Wetterradar an der Knopf gibt es eine Art „Bauverbotszone“.  Moderne Windkraftanlagen könnten das wichtige Radar beeinträchtigen, fürchten die Wetterfrösche. Nun kommen nur noch vier Flächen für neue Windmühlen in Frage und zwar weit weg von der Knock: im Osten Emdens.

 Das kommt nicht bei allen gut an. Neben Waldeck richtete am Dienstag auch der Emder Horst Reinema das Wort an die Ratsleute. Zwischen Bansmeer und Uphuser Meer dürfte es keine Anlagen geben. „Ich appelliere an ihren gesunden Menschenverstand“, sagte Reinema. Aus dem Publikum gab es dafür Applaus

 Die Politik will von den Einwänden allerdings nichts wissen. Man könne nicht auf der einen Seite den Ausbau der grünen Energie fordern, sich auf der anderen Seite aber neuen Windkraftflächen sperren, sagte Marianne Pohlmann (SPD). Nicht zuletzt die Stadtwerke, die südlich der Autobahn 31 zwei große Enercon-Mühlen haben bauen lassen, sein auf die Windkraftanlagen angewiesen. Letztlich profitiere jeder Emder von den Anlagen-über die Energiepreise, sagte Gerold Verlee (CDU). Auch die Grünen sehen keine Probleme: Anführungsstriche unten die Bedürfnisse von Mensch und Tier bleiben gebaut“, findet Walter Schild.

Selbst wenn die Emder auf die Ausweisung neuer Windenergieflächen verzichten, sei das keine Garantie für freie Sicht im Henrich, sagte Stadtplaner Lars Kolk  Die Nachbargemeinde Ihlow plane ebenfalls Windkraftanlagen an dem Bereich. Besser sei es, wenn die Emder schneller sind, als die Anrainer. Kolk: „Es gilt ein bisschen das Windhundprinzip.“

 Aus der Emder Zeitung vom 01.10.2015

Energie Vier Sondergebiete im östlichen Teil Emdens

Die Anlieger des Uphuser Meers müssen drei Anlagen in 600 Metern Entfernung hinnehmen.

Emden / HRO - Der Emder Ratsausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat am Dienstagabend den Weg frei gemacht für die Errichtung der vorerst letzten Windenergie-Anlagen, die in Emden errichtet werden können. Einstimmig sprach er sich dafür aus, in vier Sondergebieten im östlichen Teil der Stadt bis zu zehn Anlagen aufstellen zu lassen, darunter drei nördlich der A  31 zwischen Bansmeer und Uphuser Meer. Dagegen hatte es Widerstand der Uphuser-Meer-Anlieger gegeben.

Der Vorsitzende des Freizeit- und Wassersportvereins Uphuser Meer, Thomas Waldeck, hatte vor der Sitzung noch an die Ausschussmitglieder appelliert, das Naherholungsgebiet aus dem „Räumlichen Teilflächennutzungsplan Windenergie Emden-Ost“ herauszulassen. Im Ausschuss war man aber der Ansicht, dass die geplanten Anlagen mit jeweils mehr als 600 Metern weit genug von der Bebauung am Uphuser Meer entfernt seien. Außerdem sei damit zu rechnen, dass die Gemeinde Ihlow auf ihrem Gebiet nahe dem Uphuser Meer Anlagen errichtet, wenn die Stadt Emden nicht Fakten auf den eigenen Flächen schafft. Für das Uphuser Meer sei das Sondergebiet eine Mehrbelastung, für ganz Emden aber sei es wichtig, hieß es.

Hintergrund für die Entscheidung ist auch, dass es wegen der Radaranlage des Wetterdienstes an der Knock derzeit keine anderen Flächen für den Bau von Windmühlen gibt. Der Wetterdienst befürchtet nämlich, dass sein Radar durch neue Anlagen gestört wird. Die Flächen in Emden-Ost sind die einzigen, die weit genug entfernt sind. Man wolle den Wetterdienst aber noch zu einer Umsiedlung bewegen. Dann gäbe es eine weitere mögliche Fläche zwischen Twixlum und Wybelsum.

Neben dem Sondergebiet zwischen Bansmeer und Uphuser Meer handelt es sich um zwei Flächen, die direkt an den vorhandenen Windpark im Borssumer Hammrich angrenzen. Das andere Sondergebiet liegt direkt südlich an der A 31. Dort stehen die beiden Windenergie-Anlagen der Emder Stadtwerke schon. Sie hätten vorab genehmigt werden können, weil es sich um Forschungs- und Entwicklungsanlagen handele. Ein Bundesgesetz sehe das so vor. Wenn der Nutzungsplan rechtskräftig ist, können die Anlagen nach Abschluss der Forschungs- und Entwicklungsphase in den gewerblichen Betrieb übergehen.

OZ Emden vom Donnerstag, 1. Oktober 2015, Seite 20

 

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