Freizeit- und Wassersportverein 
Uphuser Meer e.V.

Umwelt

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Entwurf 1

Vorentwurf

Räumlicher Teilflächennutzungsplan gem. § 5 Abs. 2b BauGB „Windenergie Emden-Ost“

BEGRÜNDUNG mit UMWELTBERICHT

Übersichtsplan

Erstellt von: Froelich & Sporbeck GmbH & Co. KG Umweltplanung und Beratung Niederlassung Bochum Massenbergstraße 15-17, 44787 Bochum

Fachdienst 361 Stadtplanung Entwurf, Oktober 2013

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Entwurf 2

Fachdienst Stadtplanung

Telefon:

Telefax:

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! STADT EMDEN

Ringstraße 38 b

26721 Emden

04921 / 87- 04921 / 87-10

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 3

INHALTSVERZEICHNIS

  1. A.BEGRÜNDUNG
  2. B................................................................................................................................................ 5

1 ANLASS DER PLANUNG ....................................................................................................................... 5

2 ALLGEMEINE ZIELSETZUNG ................................................................................................................. 6

3 GELTUNGSBEREICH...............................................................................................................................8

 

4 ÜBERGEORDNETE 

 

PLANUNGSVORGABEN..............................................................................................................................8

4.1 Landesplanung ..................................................................................................................................8

4.2 Regionalplanung ...............................................................................................................................10

4.3 Flächennutzungsplan..........................................................................................................................10

4.4 Flächenpotenzialanalyse für Windenergienutzungen ............................................................................ 11

4.5 Plandarstellung ..................................................................................................................................16

B. UMWELTBERICHT............................................................................................................................ 19

5 EINLEITUNG .........................................................................................................................................19

6 KURZDARSTELLUNG DER INHALTE DES TEIL-FLÄCHENNUTZUNGSPLANS...................................................20

6.1 Beschreibung der Plandarstellung..........................................................................................................20  

6.2 Standorte ............................................................................................................................................21

6.3 Art und Umfang, Bedarf an Grund und Boden.........................................................................................21

 

7 UMWELTSCHUTZZIELE AUS EINSCHLÄGIGEN FACHGESETZEN UND FACHPLANUNGEN ................................22

7.1 Fachgesetze .........................................................................................................................................22

7.2 Fachplanungen .....................................................................................................................................24

 

8 BESCHREIBUNG DES DERZEITIGEN UMWELTZUSTANDES UND AUSWIRKUNGEN BEI DURCHFÜHRUNG DER PLANUNG (BESCHREIBUNG UND BEWERTUNG DER UMWELTAUSWIRKUNGEN)............................................................................................................................26

8.1 Tiere und Pflanzen ................................................................................................................................ 26

8.2 Schutzgut Boden.................................................................................................................................... 30

8.3 Schutzgut Wasser .................................................................................................................................. 31

8.4 Schutzgüter Klima und Luft .................................................................................................................... 32

8.5 Schutzgut Landschaft ............................................................................................................................. 32

8.6 Mensch und menschliche Gesundheit ...................................................................................................... 34

...8.7 Schutzgut Kultur- und sonstige Sachgüter ............................................................................................. 35

9 MÖGLICHE AUSWIRKUNGEN DER PLANUNG.................................................................................................35

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 4

10 PROGNOSE ÜBER DIE ENTWICKLUNG DES UMWELTZUSTANDES BEI DURCHFÜHRUNG DER PLANUNG .....................................................................................................................................................................39

10.1 Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen ..................................................................................................... 39

10.2 Auswirkungen auf den Boden.................................................................................................................. 42

10.3 Auswirkungen auf das Wasser..................................................................................................................43

10.4 Auswirkungen auf Klima und Luft ........................................................................................................... 45

10.5 Auswirkungen auf die Landschaft ........................................................................................................... 46

10.6 Auswirkungen auf Kultur- und Sachgüter ................................................................................................ 47

10.7 Auswirkungen auf den Mensch und die menschliche Gesundheit ............................................................... 47

10.8 Wechselwirkungen .................................................................................................................................52

10.9 Natura 2000-Gebiete............................................................................................................................ 52

10.10 Emissionen und Abfälle, Nutzung erneuerbarer Energien und Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität.....53

11 PROGNOSE ÜBER DIE ENTWICKLUNG DES UMWELTZUSTANDES BEI NICHTDURCHFÜHRUNG DER PLANUNG ....................................................................................................................................................................54

12 GEPLANTE MASSNAHMEN ZUR VERMEIDUNG, VERRINGERUNG UND ZUM AUSGLEICH NACHTEILIGER AUSWIRKUNGEN...........................................................................................................................................54

13 ANDERWEITIGE PLANUNGSMÖGLICHKEITEN .............................................................................................56

14 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ...........................................................................................................................56

15 ALLGEMEIN VERSTÄNDLICHE ZUSAMMENFASSUNG ....................................................................................57

16 QUELLENAGABEN UND RECHTSGRUNDLAGEN.............................................................................................58

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 5

A. BEGRÜNDUNG

1 ANLASS DER PLANUNG

Die Stadt Emden beabsichtigt gemäß § 5 Abs. 2b i.V.m. § 35 Abs. 3 Satz 3 BauGB die Auf- stellung eines sachlich-räumlichen Teilflächennutzungsplans „Windenergie Emden Ost“ (im Folgenden: „Teilflächennutzungsplan“), um zusätzliche Flächen für die Nutzung von Wind- energie im Gebiet der Stadt Emden zu schaffen. Im rechtswirksamen Gesamtflächennutzungs- plan der Stadt Emden sind bislang (seit März 1995) zwei Sondergebiete für Windenergie- anlagen mit den Rechtsfolgen des § 35 Abs. 3 Satz 3 BauGB dargestellt („Wybelsumer Polder“ und „Borßumer Hammrich“). Damit sind im Außenbereich derzeit Windenergieanlagen außerhalb dieser Gebiete in der Regel ausgeschlossen. Wegen gesteigerter Bedarfsanmel- dungen im Rahmen der Energiewende beabsichtigt die Stadt Emden, im Außenbereich zusätzliche Flächen für die Windenergie zu schaffen.

Die bereits im Gesamtflächennutzungsplan der Stadt Emden ausgewiesenen Darstellungen zur Windenergie bleiben daher unverändert bestehen. Dies gilt zunächst für das im westlichen Stadtgebiet ausgewiesene Sondergebiet „Wybelsumer Polder“ und das im östlichen Stadt- gebiet ausgewiesene Sondergebiet „Borßumer Hammrich“, welche vom Geltungsbereich des beabsichtigten Teilflächennutzungsplans nicht erfasst werden. Diese Sondergebiete bleiben unverändert bestehen.

Mit dem beabsichtigten Teilflächennutzungsplan soll in potenziell geeigneten Gebieten eine städtebaulich, naturräumlich und immissionsschutzfachlich verträgliche Nutzung der Wind- energie auf zusätzlichen Flächen verbindlich geregelt werden.

Wesentliche Grundlage des Teilflächennutzungsplans stellt die Aktualisierung der „Umwelt- potenzialanalyse für Windenergieanlagen“ dar, die ein schlüssiges Plankonzept für die Ausweisung von Konzentrationsflächen im gesamten Stadtgebiet erarbeitet.

Das Baugesetzbuch (BauGB) stellt die Grundlage für die Erstellung des Umweltberichtes dar. Darin enthalten sind die Vorgaben zu den sogenannten Belangen des Umweltschutzes, einschließlich des Naturschutzes und der Landschaftspflege, die bei der Aufstellung der Bauleitpläne zu berücksichtigen sind (§ 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB).

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 6

Der vorliegende Umweltbericht stellt auf der Grundlage einer Umweltprüfung die voraus- sichtlich erheblichen Umweltauswirkungen der Darstellungen im Teilflächennutzungsplan dar. Dem Umweltbericht kommt dabei als Bestandteil der Begründung eine wesentliche Bedeu- tung zu. Die Umweltauswirkungen werden schutzgutbezogen dargestellt unter Berücksich- tigung etwaiger Maßnahmen zur Vermeidung, Minderung und zum Ausgleich der Umwelt- auswirkungen.

2 ALLGEMEINE ZIELSETZUNG

Der Nutzung der erneuerbaren Energien kommt aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit der fossilen Energieträger eine besondere Bedeutung zu. Die Reaktorkatastrophe in Fukushima im Jahr 2011 war in der Bundesrepublik Deutschland Auslöser für den anvisierten endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 und für die beschleunigte Umsetzung der so genann- ten Energiewende. Diese umfasst die Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität mit erneuerbaren Energien. Sie begründet und unterstützt das schon zuvor formulierte städtebauliche und klimaschutzpolitische Planungsziel der Stadt Emden, die Nutzung erneuerbarer Energien, insbesondere der Windenergie, im Stadtgebiet noch auszuweiten.

Der Teilflächennutzungsplan „Windenergie“ folgt auch dem übergeordneten, durch die Novellierung 2011 in das Baugesetzbuch (BauGB) aufgenommenen städtebaulichen Ziel des Klimaschutzes. Der geänderte § 1 Abs. 5 Satz 2 BauGB bestimmt, dass Bauleitpläne auch dazu beitragen sollen, „den Klimaschutz und die Klimaanpassung, insbesondere auch in der Stadt- entwicklung zu fördern“. Der § 5 Abs. 2 Nr. 2 BauGB wurde dahingehend erweitert, dass Anlagen, Einrichtungen und Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegenwirken (z. B. Ener- gieerzeugungs- und Verteilungsanlagen) bzw. der Anpassung an den Klimawandel dienen (z. B. Kaltluftschneisen), im Flächennutzungsplan dargestellt werden können (Koordinierungs- funktion des FNP im Hinblick auf Klimaschutz- und Energiekonzepte).

Zu den Klimaschutzmaßnahmen der Stadt Emden gehört schon seit vielen Jahren der Ausbau der Stromerzeugung aus regenerativen Energien (Windparks, Photovoltaik). Im Jahr 2010 hat sich die Stadt Emden mit dem integrierten kommunalen Klimaschutzkonzept (IKK) formell das Ziel gesetzt, im Rahmen einer aktiven Klimaschutzpolitik die Energieeffizienz weiter zu er- höhen und den Ausstoß von CO2-Emissionen bis 2020 erheblich zu reduzieren. Die Stadt ist

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 7

bereits im Jahre 2008 dem Klima-Bündnis beigetreten und damit die Verpflichtung ein- gegangen, alle fünf Jahre eine 10 %-ige CO2-Minderung zu erzielen und bis 2030 die CO2- Emissionen gegenüber 1990 zu halbieren.

Das integrierte kommunale Klimaschutzkonzept ist ein Handlungskonzept zur CO2-Minderung, das sowohl Maßnahmen zur Energieeinsparung, zur Energieeffizienz als auch zur CO2-freien Erzeugung durch den Einsatz erneuerbarer Energiequellen berücksichtigt und Wege zu deren Realisierung aufweist. Den erneuerbaren Energien kommt dabei am Standort Emden eine besondere Rolle zu. Der Schwerpunkt in Emden liegt im Bereich der Windenergie.

Mit dem räumlichen Teil-FNP „Windenergie Emden-Ost“ soll eine städtebaulich, naturräumlich und immissionsschutzfachlich verträgliche Nutzung der Windenergie für das östliche Stadt- gebiet verbindlich geregelt werden, indem Standorte für Windenergieanlagen festgelegt werden. Der Teil-FNP hat weiterhin zum Ziel, einen aufgrund der Privilegierung zu befürchten- den „Wildwuchs“ von Windenergieanlagen im östlichen Stadtgebiet zu verhindern und eine raumverträgliche, geordnete Konzentration und Bündelung der Anlagen zu erreichen.

Die Darstellung von weiteren Sondergebieten für Windenergie im Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“ erfolgt in potenziell geeigneten Gebieten auf der Grundlage einer gutachtlichen umwelt-/naturschutz- und immissionsschutzfachlichen Betrachtung. Hierfür wur- de zuvor eine gesamtstädtische Flächenpotenzialanalyse durchgeführt (Froelich & Sporbeck 2013). In dieser Analyse wurden unter den Aspekten des Natur-, Umwelt- und Landschafts- sowie Anwohnerschutzes durch Ermittlung von Bereichen mit ausschließender (Tabukriterien) und abwägungsrelevanter Zielentwicklung Flächenpotenziale für die Windenergienutzung er- mittelt und entsprechende raumverträgliche Eignungsräume für Windenergieanlagen fest- gelegt.

Neben der Bündelung von Windenergieanlagen innerhalb der Sondergebiete für Wind- energienutzungen soll außerhalb derselben gemäß § 35 Abs. 3 Satz 3 BauGB ein Ausschluss von Windenergieanlagen erfolgen. Die Ausschlusswirkung umfasst neben raumbedeutsamen Windenergieanlagen auch nicht immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Klein- windanlagen unter 50 m Gesamthöhe. Nur so kann einer unerwünschten ungeordneten Bele- gung des Landschaftsraumes mit Windenergieanlagen wirksam begegnet werden.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 8

3 GELTUNGSBEREICH

Der Geltungsbereich des Teilflächennutzungsplans „Windenergie Emden-Ost“ umfasst das östliche Stadtgebiet, das sich östlich des Uphusere Meeres (Uphuser Schwager), Widdels- wehrster Hammrich, Borßumer Hammrich und Jarßum erstreckt. Die westliche Abgrenzung orientiert sich dabei an vorhandenen Straßen, Wegen und Gräben, die übrige Abgrenzung wird durch die Stadtgrenze gebildet.

4 ÜBERGEORDNETE PLANUNGSVORGABEN

Wesentliche übergeordnete Planungsvorgabe für den Teil-FNP sind das Landes-Raumord- nungsprogramm (LROP) auf der Ebene der Landesplanung und das regionale Raumordnungs- programm (RROP) auf der Ebene der Regionalplanung.

4.1 LANDESPLANUNG

Im Landesraumordnungsprogramm als wichtigstem Instrument der niedersächsischen Landes- planung werden Festlegungen zur Raumordnung auf Landesebene getroffen. Im LROP werden gemäß § 4 Abs. 1 des Niedersächsischen Raumordnungsgesetzes (NROG) die Ziele und Grundsätze der Raumordnung im Sinne des § 3 Abs. 1 Nrn. 2 und 3 des Raumordnungs- gesetzes (ROG) festgelegt sowie nähere Bestimmungen zu Inhalt, Zweck und Ausmaß ein- zelner Ziele und Grundsätze der Raumordnung der Regionalen Raumordnungsprogramme in beschreibender Weise getroffen.

Unter Abschnitt 4 des LROP werden die Ziele und Grundsätze zur Entwicklung der tech- nischen Infrastruktur und der raumstrukturellen Standortpotenziale im Einzelnen festgelegt. Demnach sind die Häfen Cuxhaven und Emden in ihrer unterstützenden Funktion für die Nutzung der Windenergie im Offshorebereich zu sichern und weiter zu entwickeln (4.1.1.04). Unter Berücksichtigung der regionalen Gegebenheiten soll der Anteil einheimischer Energie- träger und erneuerbarer Energien, insbesondere der Windenergie, der Solarenergie, der Wasserkraft, der Geothermie sowie von Biomasse und Biogas, raumverträglich ausgebaut werden (4.2.01). Für die Nutzung von Windenergie geeignete raumbedeutsame Standorte sind

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 9

zu sichern und unter Berücksichtigung der Repowering-Möglichkeiten in den Regionalen Raumordnungsprogrammen als Vorranggebiete oder Eignungsgebiete Windenergienutzung festzulegen. Wald soll wegen seiner vielfältigen Funktionen, insbesondere wegen seiner klimaökologischen Bedeutung, nicht für die Nutzung von Windenergie in Anspruch genom- men werden (4.2.04). Die Windenergienutzung auf See ist aus Gründen des Klimaschutzes und zur weiteren Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung zu fördern (4.2.05). Als Ziel für die Windenergienutzung in Emden gibt die Landesplanung eine Leistung von > 30 MW vor.

Nach den Erläuterungen zu 4.2.05 des LROP sollen neben den traditionellen Energieträgern wie Kohle, Erdgas und Kernenergie die erneuerbaren Energien wie Wind-, Solar- und Energie aus Biomasse einen immer größeren Anteil an der Bereitstellung von Nutzenergie erbringen, um einen wachsenden Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz zu leisten. Ziel der Landes- regierung ist es, die erneuerbaren Energien auch unter Anwendung marktwirtschaftlicher Instrumente auszubauen und wettbewerbsfähig zu machen.

Die oberste Landesplanungsbehörde (Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucher- schutz und Landesentwicklung) hat von 2009 bis 2012 ein Verfahren zur Aktualisierung des Landes-Raumordnungsprogramms Niedersachsen (LROP) durchgeführt und mit Inkrafttreten der Änderungsverordnung zum LROP am 03.10.2012 abgeschlossen. Gegenstand dieser Aktualisierung waren neben vorsorgenden Regelungen zur Sicherung der Rohstoffgewinnung insbesondere auch vorsorgende Regelungen zur raumverträglichen Umsetzung der Energiewende in Niedersachsen. Mit Regelungen zur Wind- und Solarenergienutzung geht es dabei vornehmlich um den Ausbau der erneuerbaren Energien und um Trassenplanungen.

So wurde unter anderem in Abschnitt 4.2 (Energie), Ziffer 01, gemäß Änderungsverordnung der folgende Satz 3 als weiteres Ziel der Landesplanung neu eingefügt:

„Die Träger der Regionalplanung sollen darauf hinwirken, dass unter Berücksichtigung der regionalen Gegebenheiten der Anteil einheimischer Energieträger und erneuerbarer Energien insbesondere der Windenergie, der Solarenergie, der Wasserkraft, der Geothermie sowie von Biomasse und Biogas raumverträglich ausgebaut wird.“

In der zeichnerischen Darstellung stellt der aktualisierte LROP für das östliche Stadtgebiet vom Emden zwei Vorranggebiete für Natura 2000 im äußersten nordöstlichen und im südöst- lichen Bereich des Stadtgebietes dar. In diesen Gebieten sind raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen nur unter den Voraussetzungen des § 34 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zulässig.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 10

4.2 REGIONALPLANUNG

Das Planungsinstrument der Regionalplanung, also der Planungsebene, die für einzelne Teil- räume eines Landes Raumordnungspläne aufstellt, sind die Regionalpläne, die in Nieder- sachsen "Regionale Raumordnungsprogramme" (RROP) genannt werden. In den Regionalen Raumordnungsprogrammen sind unter anderem auch für die Nutzung von Windenergie ge- eignete raumbedeutsame Standorte zu sichern und unter Berücksichtigung der Repowering- Möglichkeiten als Vorranggebiete oder Eignungsgebiete Windenergienutzung festzulegen.

Die kreisfreie Stadt Emden verzichtet gemäß § 5 Abs. 2 NROG auf die Aufstellung eines Regionalen Raumordnungsprogramms.

4.3 FLÄCHENNUTZUNGSPLAN

Der Flächennutzungsplan der Stadt Emden stellt den überwiegenden Teil des östlichen Stadtgebietes als Flächen für die Landwirtschaft dar. Daneben sind Allgemeine Wohngebiete und Dorfgebiete im Süden nördlich, teilweise auch südlich, der Schlafdeiche sowie nördlich der Ems im zentralen Bereich des östlichen Stadtgebietes ausgewiesen.

Nach dem rechtskräftigen Flächennutzungsplan gibt es auf Emder Stadtgebiet derzeit zwei Sondergebiete für Windenergieanlagen. Das Sondergebiet „Wybelsumer Polder“ liegt im gleichnamigen Stadtteil im Westen der Stadt am Nordufer der Ems. Innerhalb des Sonder- gebietes befinden sich derzeit insgesamt 43 Anlagen. Außerhalb des Sondergebietes, aber direkt östlich anschließend liegen 12 Anlagen der Stadtwerke Emden GmbH. Für 4 Anlagen wurde der VW Kraftwerk GmbH im B-Plangebiet D-068 ein immissionsschutzrechtlicher Vorbescheid erteilt.

Das zweite Sondergebiet „Borßumer Hammrich“ befindet sich im Osten des Stadtgebietes nordöstlich des Stadtteils Borßum im Bereich von landwirtschaftlichen Nutzflächen. Derzeit befinden sich innerhalb des Sondergebietes 4 Windenergieanlagen der Windpark Borßum GmbH. Zwei weitere stehen vor der Beantragung. Im Norden des Sondergebietes für Windenergienutzung weist der Flächennutzungsplan eine Fläche für Verwertung oder Be- seitigung von Abfallstoffen aus.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 11

Mit der Darstellung dieser Sondergebiete sind weitere Windenergieanlagen an anderer Stelle im Stadtgebiet grundsätzlich ausgeschlossen. Ausnahmen stellen Forschungs-Windenergie- anlagen und privilegierte Einzelwindenergieanlagen dar.

Am Standort Rysumer Nacken an der südwestlichsten Landecke Emdens („Knock“) befinden sich auf gewerblichen Bauflächen vier Großanlagen der Firmen Enercon und Bard mit jeweils 5 bzw. 6 MW Leistung.

Neben den genannten Windparks gibt es auf Emder Stadtgebiet noch 12 private Einzel- anlagen, die sich fast ausschließlich in landwirtschaftlich genutzten Bereichen befinden. Davon befinden sich 6 Anlagen westlich des Siedlungsbereiches, eine davon nördlich angrenzend an den Windpark „Wybelsumer Polder“. Die anderen 6 Anlagen liegen nordwestlich, nordöstlich, südöstlich und im äußersten Osten des Siedlungsbereiches der Stadt Emden.

4.4 FLÄCHENPOTENZIALANALYSE FÜR WINDENERGIENUTZUNGEN

Dem Teil-FNP zur Darstellung von Sonderflächen für Windenergienutzung muss laut aktueller Rechtsprechung ein schlüssiges Plankonzept zugrunde liegen, das sich auf den gesamten Planungsbereich erstreckt. Das Planungskonzept muss darauf ausgerichtet sein, dass eine spätere Windenenergienutzung aufgrund der prognostizierten Windhöffigkeit tatsächlich möglich ist.

Grundlage für die Aufstellung des räumlichen Teil-Flächennutzungsplans „Windenergie Emden-Ost“ ist eine Aktualisierung der aus 2003 stammenden „Standortpotenzialanalyse für Windenergieanlagen im Stadtgebiet Emden“ (Froelich & Sporbeck 2003). Unter Einbeziehung des Umweltsachverständigen Dr. Millat von der UGB-Genehmigungsmanagement GmbH Rostock und mit juristischer Begleitung durch „avr / Andrea Versteyl Rechtsanwälte“ hat das Büro Froelich & Sporbeck die stadtweite Potenzialanalyse aktualisiert und zusätzliche Eignungsgebiete für Windenergieanlagen ermittelt (Froelich & Sporbeck 2013).

Die Ausarbeitung des Planungskonzepts für die Darstellung von Konzentrationszonen vollzieht sich auf der Grundlage der aktualisierten Flächenpotenzialanalyse abschnittsweise. In einem ersten Arbeitsschritt sind diejenigen Bereiche als Tabuzonen zu ermitteln, die für die Nutzung der Windenergie nicht zur Verfügung stehen.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 12

Die Tabuzonen lassen sich in harte und weiche untergliedern. Der Begriff der harten Tabuzonen dient der Kennzeichnung von Gemeindegebietsteilen, die für die Windenergie- nutzung aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen schlechthin ungeeignet sind (nicht abwägungsrelevant). Mit dem Begriff der weichen Tabuzonen werden dagegen Bereiche erfasst, in denen nach dem Willen der Gemeinde bzw. den städtebaulichen Vorstellungen, die die Gemeinde anhand eigener Kriterien entwickeln darf, aus unterschiedlichen – aber sodann jeweils einheitlich angewendeten – Gründen die Errichtung von WEA von vornherein aus- geschlossen werden soll, obwohl dies rechtlich und tatsächlich möglich wäre.

Nach Abzug der harten und weichen Tabuzonen verbleiben die Potenzialflächen. Diese sind in einem weiteren Arbeitsschritt zu den auf ihnen konkurrierenden Nutzungen in Beziehung zu setzen, d. h. die öffentlichen Belange, die gegen die Ausweisung eines Landschaftsraums als Konzentrationszone sprechen, sind mit dem Anliegen abzuwägen, der Windenergie- nutzung an geeignete Standorten eine Chance zu geben, die ihrer Außenbereichsprivilegie- rung nach § 35 Abs. 1 Nr. 5 BauGB gerecht wird. Erst auf dieser Stufe erfolgt die Betrachtung der konkreten örtlichen Verhältnisse, nämlich wenn es darum geht, für die jeweilige Potenzialfläche im Wege der Abwägung zu entscheiden, ob sich auf ihr die Windenergie oder eine andere Nutzung durchsetzen soll.

Im Rahmen der Flächenpotenzialanalyse wurden entsprechend dieser Vorgehensweise Kriterien zur Ermittlung von Bereichen mit ausschließender bzw. abwägungsrelevanter Ziel- entwicklung formuliert, um in einem Ausschlussverfahren Flächen mit möglichst geringem Konfliktpotenzial gegenüber der Errichtung von Windenergieanlagen zu erhalten. Auf dieser Grundlage wurde das diesbezügliche Eignungspotenzial für Windenergienutzung ermittelt. Dies bedeutet, dass die Flächenpotenzialanalyse auf einen sachgerechten Ausgleich zwischen bestehenden Nutzungsinteressen, Schutzansprüchen sowie planerischen Vorgaben einerseits und ggf. gegenläufigen Interessen von Planungen zur Windenergienutzung andererseits abzielt. Zusätzlich werden die immissionsschutzfachlichen und -fachrechtlichen Vorgaben ermittelt, um im Sinne einer vorbeugenden Umweltvorsorge die Siedlungsbereiche Emdens zu schützen.

Für die Flächenpotenzialanalyse wurden die im Rahmen der Bestandserfassung ermittelten umweltfachlichen Wertigkeiten der Zielkriterien den Bewertungsstufen „Bereiche mit aus- schließender Zielentwicklung“ und „Bereiche mit abwägungsrelevanter Zielentwicklung“ zuge- ordnet.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 13

Bereiche mit ausschließender Zielentwicklung beinhalten Sachverhalte, bei denen eine Beein- trächtigung der raumordnerischen bzw. bauleitplanerischen Ziele und/oder erhebliche Um- weltauswirkungen zu erwarten sind und die sich genehmigungsversagend oder -hemmend auswirken können. Sie stehen für eine Errichtung von Windenergieanlagen i. d. R. nicht zur Verfügung („Tabuflächen“), da Sachverhalte betroffen sind, die einer Genehmigung des Vor- habens entgegenstehen und sich i. d. R. auf eine rechtlich verbindliche Schutznorm gründen.

Für die Ermittlung von Bereichen mit ausschließender Zielentwicklung wurden folgende Kriterien / Sachverhalte herangezogen ()harte und weiche Tabukriterien):

Menschen, einschließlich der menschlichen Gesundheit:

- Reine Wohngebiete

- Allgemeine Wohngebiete / Kleinsiedlungsgebiete / Wohnbauflächen / Wochenend- haussiedlungen

- Dorfgebiete / Mischgebiete / Kerngebiete / Gemischte Bauflächen

- Einzelgehöfte

- Grünflächen

- Waldflächen

Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt:

- Naturschutzgebiete (§ 16 NAGBNatSchG zu § 23 BNatSchG)

- Nationalpark (§ 17 NAGBNatSchG zu § 24 BNatSchG)

- Naturdenkmale (§ 21 NAGBNatSchG zu § 28 BNatSchG)

- Natura 2000-Gebiete (§ 25 NAGBNatSchG zu § 7 Abs. 1 Nr. 8 BNatSchG)

Boden:

- --

Wasser:

- Hauptfließ- und Stillgewässer (gem. § 61 BNatSchG)

Luft / Klima:

- Waldflächen

- Begleit- und Abstandsgrün u. ä. Landschaft / Erholung:

- Landschaftsschutzgebiete (§ 19 NAGBNatSchG zu § 26 BNatSchG)

Kulturgüter und sonstige Sachgüter / Sonstiges:

- Kultur-, Bau- und Bodendenkmale (inkl. Schlafdeich und Warften) - Haupt- und Hochwasserdeiche

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 14

- Verkehrsflächen

- Freileitungstrassen

- Erdgasaufbereitungsanlage

- Richtfunkstrecken (inkl. Türme und Sendeanlagen)

- Bereits festgesetzte Sondergebiete für WEA / vorhandene WEA

Nachrichtlich:

- DWD-Wetterradar

Die verbleibenden Potenzialflächen werden um die Bereiche reduziert, für die eine abwä- gungsrelevante Zielentwicklung vorliegt. Die Bereiche mit abwägungsrelevanter Zielentwick- lung beinhalten Sachverhalte, bei denen die Errichtung von Windenergieanlagen ebenfalls zu erheblichen Umweltauswirkungen und zu Zielkonflikten mit der angestrebten Entwicklung des Freiraums führen kann. Diese sind im Rahmen der Abwägung entscheidungsrelevant. Hierzu zählen Sachverhalte, die sich aus gesetzlichen und untergesetzlichen Normen oder gut- achtlichen, umweltqualitätsorientierten Bewertungen begründen. Die Bereiche mit abwägungs- relevanter Zielentwicklung stellen Zonen dar, in denen die Errichtung und der Betrieb von Windenergieanlagen zwar grundsätzlich möglich ist, aber eine Abwägung mit anderen Be- langen erforderlich ist, die auf gesamtstädtischer Ebene zu berücksichtigen sind.

Für die Ermittlung von Bereichen mit abwägungsrelevanter Zielentwicklung wurden folgende Kriterien / Sachverhalte hinsichtlich des Schutzgutes Tiere, Pflanzen und die biologische Viel- falt herangezogen:

- Geschützte Landschaftsbestandteile (§ 22 NAGBNatSchG zu § 29 BNatSchG)

- Gesetzlich geschützte Biotope (§ 24 NAGBNatSchG zu § 30 BNatSchG)

- Avifaunistisch wertvolle Bereiche mit internationaler, nationaler, landesweiter

oder regionaler Bedeutung (gem. Daten des NLWKN)

- Lebensräume gegenüber WEA empfindlicher Vogelarten (TAK-Arten gem.

NLT, nach Datenbewertung des NLWKN für avifaunistisch wertvolle Bereiche: hier Kornweihe, Rohrweihe, Seeadler, Kormoran)

Für die übrigen Schutzgüter wurden keine weiteren abwägungsrelevanten Kriterien formuliert oder Sachverhalte herangezogen.

Bezüglich der Kriterien mit ausschließender bzw. abwägungsrelevanter Zielentwicklung wurden weiterhin soweit erforderlich auch pauschale Abstandszonen zu Wohnsiedlungen, Schutz-

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 15

gebieten, Gewässern, Waldgebieten und bestimmten Infrastruktureinrichtungen berücksichtigt. Sie dienen der vorsorglichen Vermeidung von Gefährdungen oder Beeinträchtigungen durch Windenergieanlagen und ermöglichen einen Überblick über potenzielle Konflikte durch anlagen- und betriebsbedingte Auswirkungen im gesamten Stadtgebiet.

Die nach Anwendung dieser Kriterien verbleibenden Flächen („Weißflächen“ oder Konzentra- tionsflächen), die weder den Bereichen mit ausschließender oder abwägungsrelevanter Ziel- entwicklung zuzurechnen sind, noch innerhalb definierter Abstandszonen zu solchen liegen, erlauben nach allgemeiner umwelt-, naturschutz- und immissionsschutzfachlicher Prüfung eine Errichtung von Windenergieanlagen ohne Abwägung mit konkurrierenden Nutzungs- und Schutzansprüchen. Sie bedürfen unbeschadet dessen der immissionsschutzrechtlichen Zulassung und des Nachweises, dass die entsprechenden fachrechtlichen Anforderungen eingehalten werden.

Im Ergebnis der Flächenpotenzialanalyse zeigt sich, dass die größten Flächenpotenziale für die Windenergienutzung im östlichen Stadtgebiet Emdens bestehen. Hier verbleiben unter Be- rücksichtigung aller ausschließenden und abwägungsrelevanten Kriterien nördlich und südlich der A 31 Flächen, auf denen eine Errichtung von Windenergieanlagen prinzipiell möglich ist. Unter Berücksichtigung einer erforderlichen Mindestgröße der Flächen für eine bauleitplane- rische Ausweisung als Konzentrationszone für Windenergieanlagen ergeben sich drei größere Flächen, in der eine Errichtung von Windenergieanlagen ohne Abwägung mit konkurrierenden Nutzungs- und Schutzansprüchen möglich ist. Das größte zusammenhängende Gebiet liegt im äußersten Osten des Stadtgebietes nördlich der A 31 und hat eine Größe von rd. 35 ha. Unmittelbar südlich davon, südlich der A 31, liegt eine weitere, gut 16 ha große für die Windenergienutzung geeignete Fläche. Die dritte Fläche befindet sich östlich des bestehenden Sondergebiets Windenergie „Borßumer Hamrich“ und umfasst eine Fläche von ca. 12 ha.

Aufgrund von Anforderungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind derzeit die Ent- wicklungsmöglichkeiten für die westlichen Bereiche des Stadtgebiets hinsichtlich der Errich- tung und des Betriebes von Windenergieanlagen bzw. für ein Repowering nicht abschließend geklärt. Sobald eine Einigung mit dem DWD erzielt worden ist, wird geprüft werden, ob ein weiterer räumlicher Teil-Flächennutzungsplan aufgestellt wird.

Vor diesem Hintergrund soll daher zuerst ein räumlicher Teil-Flächennutzungsplan „Wind- energie“ für das östliche Stadtgebiet Emdens aufgestellt werden.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 16

4.5 PLANDARSTELLUNG

Der Teilflächennutzungsplan „Windenergie“ stellt im östlichen Stadtgebiet drei neue Sonder- gebiete dar, die der Windenergienutzung dienen sollen. Nach § 11 Abs. 1 und 2 BauNVO sind als sonstige Sondergebiete solche Gebiete darzustellen und festzusetzen, die sich von den Baugebieten nach den §§ 2 bis 10 BauNVO wesentlich unterscheiden.

Für sonstige Sondergebiete sind die Zweckbestimmung und die Art der Nutzung darzustellen und festzusetzen. Sonstige Sondergebiete können unter anderem auch Gebiete für Anlagen sein, die der Erforschung, Entwicklung oder Nutzung erneuerbarer Energien, wie Wind- und Sonnenenergie, dienen.

Die Plandarstellung des Teilflächennutzungsplanes „Windenergie Emden-Ost“ folgt der Emp- fehlung der Flächenpotenzialanalyse. Auf Empfehlung der Fachgutachter soll östlich des Windparks „Borßumer Hammrich“ eine weitere Eignungsfläche dargestellt werden. In Ab- hängigkeit von der Größe und den umweltrelevanten Parametern (z. B. Schallleistungspegel) der Windenergieanlagen sind in diesem Sondergebiet bis zu 3 WEA möglich. Darüber hinaus wird empfohlen, einen weiteren Windpark beiderseits der A 31 bauleitplanerisch zu er- möglichen. In Abhängigkeit von der Größe der Windenergieanlagen sind in dem Windpark beiderseits der Autobahn 5 bis 7 WEA möglich.

Planerisch wird sich dies auf der Ebene der Flächennutzungsplanung so wiederspiegeln, dass drei zusätzliche Sondergebiete SO Wind dargestellt werden. Das Sondergebiet 1 (ca. 35 ha) liegt nördlich der A 31, Teilbereich zwischen dem Uphuser Meer und dem Bansmeer. Das Sondergebiet 2 (ca. 16 ha) liegt südlich der A 31, nördlich des Fehntjer Tiefs und westlich der „Stinkenden Riede“. Das Sondergebiet 3 (ca. 12 ha) liegt östlich des vorhandenen „SO Wind Borßumer Hammrich“.

Die Darstellung der Sondergebiete im Teil-FNP ist überlagernd, d. h. die im rechtsgültigen Flächennutzungsplan ausgewiesenen Nutzungen werden nicht „verdrängt“, sondern sind gleichberechtigt mit der Windenergienutzung möglich. Die derzeitige landwirtschaftliche Nut- zung der als Sondergebiete für Windenergienutzungen dargestellten Flächen bleibt erhalten.

Außerhalb der Sondergebiete für Windenergienutzungen steht der Flächennutzungsplan der Errichtung von Windkraftanlagen im Sinne des § 35 Abs. 1 Nr. 5 als öffentlicher Belang in der Regel entgegen.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 17

Sondergebiet für Windenergienutzungen Nr. 1 nördlich der A 31

Das 34,8 ha große Sondergebiet Nr. 1 liegt an der östlichen Stadtgrenze, nördlich der A 31. Es gehört größtenteils zum Stadtteil Petkum, eine kleine Teilfläche gehört zum Stadtteil Uphusen / Marienwehr. Das Gebiet erstreckt sich länglich von Südwest nach Nordost, mit einer Länge von ca. 1,3 km und einer Breite von 160 bis 700 m.

Die Abgrenzung des Sondergebiets nach Westen ergibt sich durch die am Uphuser Meer gelegene Wochenendhaussiedlung, zu der ein Immissionsvorsorgeabstand von 500 m einzu- halten ist. Nach Osten grenzt sich das Gebiet durch seine Nähe zum Naturschutzgebiet „Bans- meer und Umgebung“ ab, zu dem eine Abstandszone von 300 m eingehalten werden soll. Die südliche Abgrenzung ergibt sich durch die Nähe zur Autobahn (100 m), im Norden bildet die Stadtgrenze die Abgrenzung des Sondergebiets.

Das Gebiet wird ackerbaulich genutzt und wird im Norden und Südwesten von strukturarmen Fließgewässern (Entwässerungsgräben) durchzogen. Das Gebiet ist durch Wirtschaftswege erschlossen.

Die Fläche nördlich der A 31 wird von unterirdischen Energieleitungen gequert (Trassen Riffgat und DolWin 1/2/3), die bei der Lokalisierung der WEA berücksichtigt werden müssen.

Obwohl der Raum bislang nicht durch Windenergienutzung vorgeprägt ist, ist der Standort aufgrund seiner Distanz zum Stadtgebiet (ca. 3 km) und seiner Nähe zur Autobahn städte- baulich verträglich.

Sondergebiet für Windenergienutzungen Nr. 2 südlich der A 31

Das 16,4 ha große Sondergebiet Nr. 2 liegt ebenfalls im östlichen Stadtgebiet und schließt sich südlich der A 31 und von dieser unterbrochen an das oben beschriebene Gebiet an. Das gehört zu den Stadtteilen Wuddelswehr/Jarßum und Petkum. Das Gebiet bildet etwa die Form eines langgestreckten Dreiecks, mit einer Ost-West-Ausdehnung von etwa 1 km und einer Breite von ca. 70 bis 360 m.

Die Abgrenzung des Sondergebiets nach Südwesten und Westen ergibt sich durch die Nähe zu Einzelhöfen im Außenbereich (Zum Bind, Widdelswehrster Hammrich), zu denen ein Immis- sionsvorsorgeabstand von 300 m einzuhalten ist. Nach Südosten grenzt sich das Gebiet durch seine Nähe zum Vogelschutzgebiet „Emsmarsch von Leer bis Emden“ ab, zu dem eine Ab- standszone von 500 m eingehalten werden soll. Die nördliche Abgrenzung ergibt sich wiederum durch die Nähe zur Autobahn (100 m).

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 18

Die Fläche liegt innerhalb eines in Aufstellung befindlichen Bebauungsplanes zur Festsetzung eines Sondergebiets für Tierhaltungsanlagen; gleichzeitig erfolgt eine entsprechende FNP- Änderung. Eine Windenergienutzung ist in diesen Sondergebieten prinzipiell möglich. Zwischen den zukünftigen Tierhaltungsanlagen können, nach Prüfung der jeweiligen Flächeninanspruchnahmen und der natur- und immissionsschutzrechtlichen Belange, Wind- energieanlagen errichtet werden. Genaue Standorte von geplanten Tierhaltungsanlagen stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Das Gebiet wird ackerbaulich genutzt und wird von einem strukturarmen Fließgewässer (Entwässerungsgraben) durchzogen. Das Gebiet ist durch Wirtschaftswege erschlossen.

Die Fläche südlich der A 31 wird von unterirdischen Energieleitungen gequert (Trassen Riffgat und DolWin 1/2/3), die bei der Lokalisierung der WEA berücksichtigt werden müssen.

Obwohl der Raum bislang nicht durch Windenergienutzung vorgeprägt ist, ist der Standort aufgrund seiner Distanz zum Stadtgebiet (ca. 3 km) und seiner Nähe zur Autobahn städte- baulich verträglich.

Sondergebiet für Windenergienutzungen Nr. 3 östlich Borßumer Hammrich

Das Gebiet Nr. 3 befindet sich ebenfalls im östlichen Stadtgebiet, etwa 1 km nördlich des Stadtteils Petkum.

Die Abgrenzung dieses Sondergebiets ergibt sich nach Osten durch das Vogelschutzgebiet Emsmarsch von Leer bis Emden, zu dem ein Abstand von 500 m eingehalten werden soll. Nach Norden und Süden bestimmt sich die Abgrenzung durch zwei vorhandene 110-kV- Freileitingstrassen, zu denen ein Schutzabstand von mindestens 130 m einzuhalten ist. Die westliche Abgrenzung ergibt sich durch vorhandene Windenergieanlagen im Gebiet Borßumer Hammrich, zu denen ein einzuhaltender Abstand von 520 m zugrunde gelegt wird.

Das Gebiet östlich Borßumer Hammrich wird als Intensivgrünland genutzt und wird von Entwässerungsgräben und Grüppen durchzogen. Das Gebiet ist durch Wirtschaftswege er- schlossen, für die Erreichbarkeit einzelner Flächen sind die vorhandenen Gräben und Grüppen teilweise hinderlich.

Aufgrund der westlich angrenzend vorhandenen Windenergieanlagen und aufgrund seiner Distanz zum Stadtgebiet (knapp 3 km) ist der Standort für Windenergienutzungen städte- baulich verträglich.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 19

B. UMWELTBERICHT

5 EINLEITUNG

Nach § 2 Abs. 4 i.V.m § 1 Abs. 6 Nr. 7 und 1a BauGB ist für den Teilflächennutzungsplan „Windenergie“ eine Umweltprüfung durchzuführen, in der die voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen ermittelt werden und in einem Umweltbericht beschrieben und bewertet werden. Der Umweltbericht bildet einen gesonderten Teil der Begründung des Bauleitplans. Im Umweltbericht sind die auf Grund der Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 ermittelten und bewerteten Belange des Umweltschutzes darzulegen.

Der vorliegende Umweltbericht stellt auf der Grundlage einer Umweltprüfung die voraus- sichtlich erheblichen Umweltauswirkungen der Darstellungen im Teilflächennutzungsplan dar. Dem Umweltbericht kommt dabei als Bestandteil der Begründung eine wesentliche Be- deutung zu. Die Umweltauswirkungen werden schutzgutbezogen dargestellt unter Berück- sichtigung etwaiger Maßnahmen zur Vermeidung, Minderung und zum Ausgleich der Umweltauswirkungen.

Die in der Anlage zum BauGB geforderten Inhalte des Umweltberichtes wurden bereits als wesentliche Grundlage für die Ermittlung der Ausschlussgebiete in der Flächenpotenzial- analyse herangezogen. Diese Zusammenhänge werden hier zusammengefasst wiedergegeben. Der Schwerpunkt des Umweltberichts liegt auf der Beurteilung der konkreten Auswirkungen der zur Darstellung im FNP vorgesehenen Sondergebiete für Windenergienutzungen.

Im Folgenden werden die Belange des Umweltschutzes, einschließlich der Belange des Natur- schutzes und der Landschaftspflege, gemäß § 1 Abs. 6 Punkt 7a-i BauGB im Hinblick auf den derzeitigen Zustand, einschließlich der besonderen Umweltmerkmale und im Hinblick auf eine mögliche erhebliche Beeinflussung beschrieben. Zu den im Rahmen dieses Umweltberichtes zu berücksichtigenden Umweltbelangen zählen gem. § 1 Abs. 6 BauGB:

a) die Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima und das Wirkungs- gefüge zwischen ihnen sowie die Landschaft und die biologische Vielfalt,

b) die Erhaltungsziele und der Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete im Sinne des BNatSchG

c) umweltbezogene Auswirkungen auf den Menschen und seine Gesundheit sowie die Be-

völkerung insgesamt,

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 20

d) umweltbezogene Auswirkungen auf Kulturgüter und sonstige Sachgüter und

e) die Vermeidung von Emissionen sowie der sachgerechte Umgang mit Abfällen und Ab-

wässern

f) die Nutzung erneuerbarer Energien sowie die sparsame und effiziente Nutzung von

Energie

g) die Darstellung von Landschaftsplänen sowie von sonstigen Plänen, insb. des Wasser-,

Abfall- und Immissionsschutzrechts

h) die Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch Rechtsver-

ordnung zur Erfüllung von bindenden Beschlüssen der Europäischen Gemeinschaften

festgelegten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden

i) die Wechselwirkungen der Buchstaben a, c und d

6 KURZDARSTELLUNG DER INHALTE DES TEIL-FLÄCHENNUTZUNGSPLANS 6.1 BESCHREIBUNG DER PLANDARSTELLUNG

Die Aufstellung des räumlichen Teilflächennutzungsplans „Windenergie Emden-Ost“ dient vor- rangig der ergänzenden Steuerung der Windenergienutzung im östlichen Stadtgebiet Emden. Eine solche Steuerung kann auf der Ebene der Bauleitplanung erreicht werden, wenn Konzen- trationsflächen für die Nutzung der Windenergie ausgewiesen werden, die gem. § 35 Abs. 3 S. 3 den Ausschluss der Windenergie auf den übrigen Flächen zur Folge haben.

Im Rahmen einer vorab durchgeführten Flächenpotenzialanalyse wurden in einem Ausschluss- verfahren Flächen mit möglichst geringem Konfliktpotenzial (geringem Raumwiderstand) gegenüber der Errichtung von Windenergieanlagen ermittelt. Die Flächenpotenzialanalyse zielt damit auf einen sachgerechten Ausgleich zwischen bestehenden Nutzungsinteressen, Schutz- ansprüchen sowie planerischen Vorgaben einerseits und ggf. gegenläufigen Interessen von Planungen zur Windenergienutzung andererseits ab. Zusätzlich werden die immissionsschutz- fachlichen und fachrechtlichen Vorgaben ermittelt, um im Sinne einer vorbeugenden Umwelt- vorsorge die Siedlungsbereiche Emdens zu schützen.

Die Planung setzt als Konzentrationsfläche für die Windenergienutzung im östlichen Stadt- gebiet Emden im Teilflächennutzungsplan Windenergie Sondergebiete für Windenergie-

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 21

nutzungen gem. § 5 BauGB i. V. m. § 11 Abs. 2 BauNVO fest. Gleichzeitig wird bestimmt, dass damit gem. § 35 Abs. 3 Satz 3 BauNVO eine Nutzung der Windenergie außerhalb dieser Sondergebiete im Allgemeinen ausgeschlossen wird.

6.2 STANDORTE

Die Plandarstellung des Teilflächennutzungsplanes „Windenergie Emden-Ost“ folgt der Emp- fehlung der Flächenpotenzialanalyse, nach der die Ausweisung von drei „Sondergebieten für Windenergienutzung“ beiderseits der Bundesautobahn A 31 mit Flächengrößen von zusam- men rd. 63 ha vorgeschlagen wird.

Im Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“ werden somit gemäß § 5 BauGB i. V. m. § 11 Abs. 2 BauNVO folgende Sondergebiete für Windenergienutzungen dargestellt:

- Nr. 1 - Nr. 2 - Nr. 3

nördlich A 31 ca. 34,8 ha südlich A 31 ca. 16,4 ha östlich Borßumer Hammrichca. 12,0 ha

6.3 ART UND UMFANG, BEDARF AN GRUND UND BODEN

Es werden drei neue Sondergebiete für Windenergienutzungen von mit einer Gesamtfläche von rd. 63 ha ausgewiesen.

Für die Errichtung der Windenergieanlagen wird nur ein sehr geringer Anteil der im FNP dargestellten Sondergebiete baulich in Anspruch genommen, der sich auf der Ebene der Flächennutzungsplanung aber noch nicht genau bemessen lässt. Im Mittel ist pro Anlage von ca. 1.900 m2 Flächeninanspruchnahme (einschließlich Kranstellfläche) und von ca. 1.200 m temporärer Flächeninanspruchnahme (Montagefläche) auszugehen.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 22

7 UMWELTSCHUTZZIELE AUS EINSCHLÄGIGEN FACHGESETZEN UND FACHPLANUNGEN

7.1 FACHGESETZE

Nachfolgend werden die für das Bauleitplanverfahren zur Aufstellung des Teil-FNP „Wind- energie Emden-Ost“ relevanten Ziele des Umweltschutzes der einschlägigen Fachgesetze und Normen zusammengefasst dargestellt.

Tab. 1: Umweltschutzziele aus einschlägigen Fachgesetzen und Normen

Schutzgut

Zu berücksichtigende Gesetze und Verordnungen

Tiere, Pflanzen

Baugesetzbuch

Vermeidung und Ausgleich voraussichtlich erheblicher Beeinträchtigungen der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes.

Bundesnatur- schutzgesetz, Niedersächs. Aus- führungsgesetz zum BNatSchG

Wild lebende Tiere und Pflanzen und ihre Lebensgemeinschaften sind als Teil des Naturhaushalts in ihrer natürlichen und historisch gewachsenen Artenvielfalt zu schützen. Ihre Biotope und ihre sonstigen Lebensbedingun- gen sind zu schützen, zu pflegen, zu entwickeln oder wiederherzustellen.

Bundesarten- schutzverordnung

Besonders geschützte und streng geschützte Tier- und Pflanzenarten.

Biodiversitäts- konvention

Übereinkommen über die biologische Vielfalt: Schutz und Erhalt der Vielfalt an Lebensformen.

Boden

Baugesetzbuch

Mit Grund und Boden soll sparsam und schonend umgegangen werden .

Bundesboden- schutzgesetz / Landesboden- schutzgesetz

Die Funktionen des Bodens (natürliche Funktionen, Archiv der Natur- und Kulturgeschichte) sind nachhaltig zu sichern oder wiederherzustellen; mit Grund und Boden soll sparsam und schonend umgegangen werden.

Schädliche Bodenveränderungen sind abzuwehren.

Wasser

Wasserhaus- haltsgesetz, Landeswassergesetz

Sicherung der Gewässer als Bestandteil des Naturhaushaltes und als Le- bensraum für Tiere und Pflanzen; Reinhaltung oberirdischer Gewässer; Erhaltung oder Wiederherstellung der Durchgängigkeit oberirdischer Gewässer; Reinhaltung des Grundwassers.

Wasserrahmen- richtlinie

Vermeidung einer weiteren Verschlechterung sowie Schutz und Verbes- serung des Zustands der aquatischen Ökosysteme und der direkt von ihnen abhängenden Landökosysteme und Feuchtgebiete im Hinblick auf deren Wasserhaushalt.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 23

Klima, Luft

Baugesetzbuch

Die Bauleitpläne sollen dazu beitragen, den Klimaschutz und die Klima- anpassung, insbesondere auch in der Stadtentwicklung, zu fördern.

Bundesnatur- schutzgesetz

Luft und Klima auch durch Maßnahmen des Naturschutzes und der Land- schaftspflege zu schützen.

Bundesimmissi- onsschutzgesetz

siehe Mensch

TA Luft

Schutz der Allgemeinheit und Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwir- kungen durch Luftverunreinigungen sowie deren Vorsorge zur Erzielung eines hohen Schutzniveaus für die gesamte Umwelt.

Landschaft

Baugesetzbuch

Die Bauleitpläne sollen dazu beitragen, das Orts- und Landschaftsbild baukulturell zu erhalten und zu entwickeln.

Bundesnatur- schutzgesetz, Niedersächs. Aus- führungsgesetz zum BNatSchG

Die Landschaft ist in ihrer Vielfalt, Eigenart und Schönheit auch wegen ihrer Bedeutung als Erlebnis- und Erholungsraum des Menschen zu sichern. Ihre charakteristischen Strukturen und Elemente sind zu erhalten oder zu ent- wickeln. Beeinträchtigungen des Erlebnis- oder Erholungswerts der Land- schaft sind zu vermeiden.

Mensch und seine Gesund- heit

Baugesetzbuch

Nachhaltige städtebauliche Entwicklung soll das Wohl der Allgemeinheit gewährleisten und eine menschenwürdige Umwelt sichern (Schutz natür- licher Lebensgrundlagern, allgem. Klimaschutz, baukulturelle Entwicklung der städtebaulichen Gestalt und des Orts- und Landschaftsbildes).

Das Gebiet soll den allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse entsprechen.

Bundesimmissions- schutzgesetz inkl. Verordnungen

und TA Luft

Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen (Immissionen) sowie Vorbeu- gung hinsichtlich des Entstehens von Immissionen (Gefahren, erhebliche Nachteile und Belästigungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen u. ä.).

TA Lärm

Schutz der Allgemeinheit und Nachbarschaft vor schädlichen Umwelt- einwirkungen durch Geräusche sowie deren Vorsorge.

DIN 18005

Schallschutz im Städtebau – als Voraussetzung für gesunde Lebensverhält- nisse für die Bevölkerung ist ausreichender Schallschutz notwendig.

Kultur- u. Sachgüter

Baugesetzbuch

Die Bauleitpläne sollen dazu beitragen, die städtebauliche Gestalt und das Orts- und Landschaftsbild baukulturell zu erhalten und zu entwickeln.

Landesdenkmal- gesetz

Kulturdenkmale (Baudenkmale, Bodendenkmale, bewegliche Denkmale und Denkmale der Erdgeschichte) sind zu schützen, zu pflegen und wissenschaftlich zu erforschen.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 24

7.2 FACHPLANUNGEN

Vorgaben der Landes- und Regionalplanung

Das rechtsgültige Landesraumordnungsprogramm Niedersachsen weist für Raum Emden-Ost die vorhandenen Verkehrs- und Infrastruktureinrichtungens sowie die Natura 2000-Gebiete aus. Darüber hinaus enthält der LROP für den Geltungsbereich des Teilflächennutzungsplanes keine relevanten Darstellungen.

Die kreisfreie Stadt Emden verzichtet auf die Aufstellung eines Regionalen Raumordnungs- programms.

Aussagen des Landschaftsrahmenplanes der Stadt Emden

Für das östlöiche Stadtgebiet von Emden weist der Landschaftsrahmenplan aus dem Jahr 1996 die Flächen nordwestlich des Ems-Jade-Kanals (Forlitzer Becken/Großes Meer) als Gebiet zum Schutz der Lebensräume – aus Naturschutzsicht unverzichtbare Gebiete mit definierten Entwicklungszielen inkl. Pufferzonen – aus. Im südöstlichen Stadtgebiet sind Gebiete zum besonderen Artenschutz – aus naturräumlicher bzw. landesweiter Sicht wichtige Wiesen- brutvogel-Gebiete – ausgewiesen.

Die drei geplanten Sondergebiete Windenergie sind keine Flächen mit Vorrangfunktion im Naturraum Emsmarschen. Für die betroffenen Landschaftseinheiten D1 „Überschlickungsgebiet Nord“ und D4 „Überschlickungsgebiet Süd“ werden als Leitbilder formuliert:

Entwicklung als offene Landschaft mit Röhrichten, Kleingewässern u. a. (Bereich nördlich der A 31)

Entwicklung als offene Marschenlandschaft mit hohem Grünlandanteil und naturnahen Strukturen, Hervorhebung ehemaliger kulturhistorischer Landschaftselemente (südlich der A 31)

Weitere besondere Ziele, die über den üblichen schonenden Umgang mit Natur und Landschaft hinausgehen, werden im Landschaftsrahmenplan für die Sondergebietsbereiche nicht formuliert.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 25

Landschaftsrahmenplan Emden

Der Landschaftsrahmenplan der Stadt Emden (1996) stellt im östlichen Stadtgebiet zwei Gebiete mit Vorrangfunktion dar. Die Meedengebiete des Forlitzer Beckens im Nordosten sind als Gebiete zum Schutz der Lebensräume ausgewiesen. Der Bereich Petkumer Meede ist aufgrund der landesweiten Bedeutung für Wiesenbrutvögel als Gebiet zum besonderen Arten- schutz ausgewiesen.

Freiraumentwicklungsplan Emden

Der Freiraumentwicklungsplan der Stadt Emden weist im östlichen Stadtgebiet Vorrang- gebiete für den Grünlandschutz, Kompensationsflächensuchräume sowie Flächen für den Grünflächenerhalt und Offenhaltungsbereiche aus. Die großflächigen Vorranggebiete für den Grünlandschutz befinden sich im äußersten Südosten und im Nordosten des Stadtgebietes. In den Vorranggebieten für Grünlandschutz steht die Wiederherstellung bzw. die Erhaltung artenreicher, typischer Wiesen- und Weidengesellschaften durch eine standortangepasste, extensive Bewirtschaftung im Vordergrund der Schutzbemühungen.

Kompensationsflächensuchräume sind kleinflächig dargestellt und befinden sich im Bereich der Landwirtschaftsflächen im Westen und angrenzend an die Schlafdeichbereiche im Südosten des Stadtgebietes. Die Kompensationsflächensuchräume sind ausgewählt als Ergän- zung, Erweiterung und Pufferzone vorhandener geschützter Biotope, als Gewässerrandstreifen entlang der Tiefs zur Schaffung einer naturnahen Gewässerrandlandschaft, als Biotopvernet- zungsstrukturen und als Erweiterung und Attraktivierung schützenswerter Schlafdeichstruktu- ren.

Flächen für den Grünflächenerhalt sind als bandartige Grünstrukturen dargestellt und liegen im Südosten des Stadtgebiets. Eine besondere Funktion haben hierbei die Tiefs und Kanäle. Sie wirken besonders stadtgliedernd und schaffen eine Verbindung zum Umland. Stadtnahe Landschaftsräume sollen trotz Baulanderweiterungen den Erholungssuchenden eröffnet werden bzw. bleiben, und das bereits vorhandene attraktive Rad- und Fußwegverbindungen soll weiter ausgebaut werden.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 26

8 BESCHREIBUNG DES DERZEITIGEN UMWELTZUSTANDES UND AUSWIR- KUNGEN BEI DURCHFÜHRUNG DER PLANUNG (BESCHREIBUNG UND BEWERTUNG DER UMWELTAUSWIRKUNGEN)

8.1 TIERE UND PFLANZEN

Schutzgebiete und geschützte Teile von Natur und Landschaft

Große Teile des Außenbereichs der Stadt Emden werden von Schutzgebieten (Natura 2000- Gebiete, Natur- und Landschaftsschutzgebiete) eingenommen. Im östlichen Stadtgebiet von Emden liegen folgende Schutzgebietsausweisungen vor:

Natura 2000-Gebiete:

- FFH-Gebiet DE-2507-331 „Unterems und Außenems“

- EU-Vogelschutzgebiet DE-2509-401 „Ostfriesische Meere“

- EU-Vogelschutzgebiet DE-2609-401 „Emsmarsch von Leer bis Emden“

Naturschutzgebiete:

- NSG Bansmeer und Umgebung - NSG Petkumer Deichvorland

Landschaftsschutzgebiete:

- LSG „Großes Meer und Umgebung“

Des Weiteren gibt es im landwirtschaftlich genutzten Freiraum eine große Anzahl an gem. § 30 BNatSchG in Verbindung mit § 24 NAGBNatSchG gesetzlich geschützten Biotopen. Sie konzentrieren sich im Bereich der Fließ- und Stillgewässer sowie der stärker feuchtegeprägten Grünlandbereiche um Marienwehr. Zum größten Teil handelt es sich um Feuchtbiotope.

Im Bereich der geplanten Sondergebiete und auch in ihrem näheren Umfeld befinden sich keine Schutzgebietsausweisungen und keine gesetzlich geschützten Biotope. Ebenso kommen keine geschützten Landschaftsbestandteile und Naturdenkmale vor.

Biotoptypen der geplanten Sondergebietsflächen

Naturräumlich gehört das Gebiet der drei geplanten Sondergebietsflächen gemäß Land- schaftsrahmenplan zum Wuchsgebiet der typischen Weidelgras-Weißklee-Weiden (Gebiet der hohen bzw. leichten Marsch).

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 27

Die Flächen der beiden nördlichen geplanten Sondergebietsausweisungen werden von intensiv genutztem Ackerland eingenommen, die von einigen Entwässerungsgräben durch- zogen sind. Die südliche Fläche ist durch Intensivgrünland (Futtergrasanbau) mit Entwässe- rungsgräben und -grüppen geprägt.

Die drei intensiv landwirtschaftlich genutzten Sondergebietsflächen weisen kaum gliedernde und belebende Landschaftselemente auf. Lediglich entlang des nord – süd verlaufenden Wirt- schaftsweges auf der Teilfläche nördlich der Autobahn wächst eine angepflanzte Feldhecke aus heimischen Sträuchern. Gräben und Wege werden meist von ruderalen Säumen begleitet.

Großflächiges, ausgeräumes Ackerland kann nur von wenigen Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum genutzt werden. Die floristische Artenvielfalt ist meist gering, was an der Störung durch Umbruch, Pestizid- und Düngemitteleinsatz, Schadwirkung von Pestiziden, Saatgutreini- gung und an den fehlenden Strukturen in der Umgebung liegt. Ausgeräumtes Ackerland ist in der Regel auch nur von geringer faunistischer Bedeutung und wird nur von einigen weit verbreiteten Tierarten als Habitat genutzt. Einige Wiesenbrüter (z. B. Kiebitz, Wiesenpieper) versuchen Ackerflächen als Bruthabitate zu nutzen, wobei der Bruterfolg vielfach ausbleibt und die Arten daher mit der Zeit verschwinden oder auf angrenzendes Grünland ausweichen.

Auch intensiv genutztes, gedüngtes Grünland ist aus floristischer Sicht meist verarmt. Dennoch findet sich hier eine höhere Artenvielfalt - auch aus faunistischer Sicht - als auf den Ackerflächen.

Die Hecke entlang des Weges bildet eine Vernetzungsstruktur im ausgeräumten Agraraum. Sie strukturiert das Gelände und bietet sich als Nist- und Rastplatz, Versteck etc. z. B. für Vogelarten und Kleinsäuger an. Da es sich um heimische Straucharten handelt, kann die Hecke verschiedenen Arten auch als Nahrungsreservoir dienen. Die Hecke entlang des Weges ist allerdings weitgehend isoliert und steht kaum in Kontakt mit anderen Gehölzstrukturen.

Nach Angaben des Landschaftsrahmenplans sind die Flächen der geplanten Sondergebiete vegetationskundlich nicht von besonderer Bedeutung.

Die Ackerflächen der beiden nördlichen geplanten Sondergebiete sind daher insgesamt von geringer, die Hecken von mittlerer Bedeutung für Pflanzen und Tiere. Der intensiv genutzte Grünlandbereich östlich Borßumer Hammrich wird ebenfalls als mittelwertig eingestuft.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 28

Fauna

Als Bewertungsgrundlage für die Fauna liegen für die Geltungsbereiche des Teilflächen- nutzungsplanes Daten des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zu faunistisch wertvollen Bereichen vor. Unterschieden wird dabei in Bewertungsstufen von lokaler bis internationaler Bedeutung.

Danach stellt sich der größte Teil des unbebauten östlichen Emder Stadtgebietes als fauni- stisch wertvoll dar. Herauszuheben sind vier größere Teilgebiete, die als Biotoptypen landesweiter Bedeutung für den Arten- und Ökosystemschutz eingestuft werden:

- Großes Meer und Umgebung - Uphuser Meer

- Bansmeer

- Petkumer Deichvorland

Das Petkumer Deichvorland und die Grünlandflächen südlich des Großen bzw. Kleinen Meeres (Hieve) sind gleichzeitig auch EU-Vogelschutzgebiet. Das Petkumer Deichvorland und die nordöstlich anschließenden Grünlandflächen des Gandersumer Hammrich sind zudem aus avifaunistischer Sicht als international bedeutend für Gastvögel eingestuft. Die feuchten Grünlandflächen südwestlich und südlich der Hieve sind avifaunistisch landesweit bzw. national wertvolles Gastvogelgebiet. Im Übrigen sind die grünlandgeprägten Flächen im öst- lichen Emder Stadtgebiet als avifaunistisch wertvolle Bereiche mit lokaler, teilweise auch regionaler Bedeutung für Brut- oder Gastvögel eingestuft.

Die drei geplanten Sondergebiete Windenergie besitzen danach keine besondere Bedeutung für Brutvögel. Das als Sondergebiet für Windenergienutzung vorgesehene ackerbaulich genutzt Gebiet Nr. 2 südlich der A 31 und das grünlandgeprägte Gebiet Nr. 3 östlich Borßumer Hammrich sind vom NLWKN als lokal bedeutend für Gastvögel eingestuft. Die Datenbestände dieser Bewertung sind jedoch älter als 5 Jahre.

Der Landschaftsrahmenplan Stadt Emden stammt aus dem Jahr 1996, d. h. die dort enthalte- nen Fauna-Daten sind nicht mehr aktuell, werden im Folgenden aber informativ mit dar- gestellt. Danach lagen zu diesem Zeitpunkt auf den drei Flächen vereinzelte Brutnachweise von Kiebitz, Wiesenpieper und Wiesenschafstelze vor, südlich der Autobahn zudem auch ein Nachweis der Uferschnepfe.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 29

Aktuell vorliegende Daten der LaReG (USW Emden-Ost) belegen das Vorkommen der geschützten und gefährdeten Art Kiebitz als Brutvogel im Raum. Bezüglich der Gastvögel ist das Vorkommen von Kiebitzen, Goldregenpfeifern und nordischen Gänsen in angrenzenden Teillandschaftsräumen bekannt. Insgesamt liegen Daten zum Schutzgut Avifauna aber nur „inselartig“ und nicht vollumfänglich vor.

Potenziell sind insbesondere die Ackerflächen nördlich und südöstlich der A 31 aktuell als Bruthabitate für Bodenbrüter nur bedingt geeignet, deutlich günstigere Habitate stellen die ausgedehnten feuchten Grünlandgebiete im östlichen Stadtgebiet von Emden dar. Die grün- landgeprägte Fläche östlich Borßumer Hammrich weist eine günstigere Eignung für Wiesen- brüter auf, ist aber durch nördlich und südlich davon verlaufende Hochspannungsfreileitungen erheblich beeinträchtigt.

Hinsichtlich der Fledermäuse liegen nach Angaben des Landschaftsrahmenplanes für das östliche Stadtgebiet nur ältere Nachweise der Wasserfledermaus und der Breitflügelfleder- maus vor. Darüber hinaus ist potenziell auch mit Vorkommen von Rauhautfldermäusen und anderen Fledermausarten zumindest nicht auszuschließen.

Für angrenzende Teillandschafträume ist das Vorkommen von Breitflügelfledermaus, Rau- hautfledermaus, Zwergfledermaus und Großer Abendsegler bekannt und nachgewiesen. Die geplanten Sondergebiete sind gekennzeichnet durch Ackerflächen, Grünland, lineare Gewässer und im Gebiet nördlich der A 31 eine lineare Gehölzstruktur. Das Vorkommen der o. g. Arten – insbesondere der Breitflügelfledermaus – ist somit zumindest möglich.

Fledermausquartiere können im Bereich der geplanten Sondergebiete ausgeschlossen werden, da keine geeigneten Strukturen vorhanden sind. Die Gräben und die wegbegleitende Hecke können als Leitstrukturen für jagende Fledermäuse dienen. Allerdings ist aufgrund der insgesamt sehr geringen Strukturierung des Raumes von wenig ergiebigen Nahrungshabitaten für Fledermäuse und somit einer geringen Bedeutung für diese Artengruppe auszugehen.

Für andere Artengruppen weist der Landschaftsrahmenplan den Bereichen der geplanten Sondergebiete Windenergie als stärker von Menschen geprägter Bereich eine lokale Bedeu- tung aus faunistischer Sicht zu. Die Biotopausstattung lässt auch nicht auf besondere Arten- vorkommen schließen.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 30

8.2 SCHUTZGUT BODEN

Aufgrund der Lage an Ems und Dollart wird der geologische Untergrund nicht von der Geest, sondern durch junge Sedimente aus dem Holozän bestimmt. Das Stadtgebiet Emden gehört daher zur Bodenregion der Küstenmarschen. Auch der Geltungsbereich des Teil-FNP Emden- Ost ist durch mineralische Marschböden geprägt, die im marinen sowie brackischen Millieu zum Absatz kamen. Nach der Bodenkarte 1 : 25000 des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) aus dem Jahr 1964 sind im östlichen Stadtgebiet Knickmarschen mit dichten, tonreichen Bodenhorizonten sowie humose Brackmarschen, aus überwiegend schluf- figen, z. T. auch reinen Tonen vorhanden. Es handelt sich um durchweg anmoorige, tonreiche, saure und nasse Böden mit hoher Wasserdurchlässigkeit. Auch im Bereich der geplanten Sondergebiete Windenergie kommen die genannten Marschböden vor.

Stellenweise kommen die Marschen auch in vergesellschafteter Form mit anderen Bodentypen vor. Die Bodenkarte stellt für die geplanten Sondergebietsflächen Pseudogleye, unterlagert von Kleimarsch, sowie Niedermoor mit Rohmarschauflage dar.

Die in der Bodenkundlichen Übersichtskarte 1 : 50.000 dargestellten Niedermoore und Orga- nomarschen der stark grundwassergeprägten Bereiche werden vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Niedersachsen (LBEG) aufgrund ihrer besonderen Standorteigen- schaften (extrem nasse Böden) und gleichzeitig seltene Böden dem Suchraum der schutzwür- digen Böden zugeordnet. Diese Bodentypen kommen auf der südlichen Sondergebietsfläche Nr. 3 östlich Borßumer Hammrich vor. Im Bereich der beiden nördlichen geplanten Sonderge- bietsflächen liegen nach den Angaben des LBEG keine schutzwürdigen Böden vor.

Viele landwirtschaftliche Flächen im Emder Stadtgebiet wurden im mittleren 20. Jahrhundert mit Schlick überspült, der bei Ausbaggerungen der Ems und des Emder Hafens gewonnen wurde und die Bodenfruchtbarkeit erhöht. Auch große Gebiete im östlichen Stadtgebiet um Uphusen sind mit Schlick aus der Ems überspült worden und sind daher sehr fruchtbar. Auch die Böden der heute intensiv ackerbaulich genutzten Flächen der beiden nördlichen geplanten Sondergebiete Windenergie wurden nach Angaben des Landschaftsrahmenplans auf diese Weise überschlickt.

In der Leistungsfähigkeit ihrer Bodenfunktionen besitzen die Böden der Sondergeietsflächen eine mittlere Bedeutung aufgrund ihrer Ausgleichsfunktion im Wasserhaushalt sowie ihrer Filter- und Pufferfähigkeiten. Die Fläche Borßumer Hammrich ist wegen der Standorteigen- schaften und der Seltenheit der Böden höherwertig einzustufen. Die mit Schlick überspülten

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 31

Böden weisen gute Standortbedingungen für Kulturpflanzen auf, sind aber als anthropogen überprägte Böden anzusehen.

8.3 SCHUTZGUT WASSER

Im gesamten Marschgebiet stellen nach Angaben des Landschaftsrahmenplans Ver- schüttungssande und der altpleistozäne Sand die Hauptgrundwasserleiter dar. In der Regel ist in beiden gemeinsam ein im Durchschnitt 100 m mächtiges unteres Grundwasserstockwerk ausgebildet. Die Hauptströmungsrichtungen im oberen Grundwasserstockwerk verlaufen überwiegend von der Geest zu den niedrigsten Flächen der Marsch, es gibt aber auch ein von der Küste landeinwärts gerichtetes Fließgefälle. Das Grundwasser fließt daher nicht zur Ems oder zum Wattenmeer ab.

Die Lage des Grundwasserspiegels wird einerseits von dem hydrostatischen Druck aus der Geest, der Ems und dem Wattenmeer, andererseits heute auch von der künstlichen Entwässerung und der Intensität der Verdunstung bestimmt. Für den Grundwasserspiegel an der seewärtigen Begrenzung ist die Höhe des mittleren Meeresspiegels maßgebend, im Tidegebiet also das mittlere Tidehochwasser (MHW). Unter diesen Wert können sich unter natürlichen Bedingungen Grundwasserstände selbst an der äußersten Küste nicht absenken.

Nahezu im gesamten Stadtgebiet steht das Grundwasser sehr oberflächennah an (0 bis -1 m ü.NN). Dieser oberflächennahe Grundwasserstand unterliegt relativ geringen Wasserstands- schwankungen, die auch vom Schöpf- und Sielbetrieb abhängig sind.

Der östliche Teil des Stadtgebietes Emden zeichnet sich durch ein dichtes Netz von Wasser- straßen aus, das zum größten Teil aus künstlich angelegten und für die Schifffahrt ge- schaffenen Kanälen besteht. Zu diesem Netz gehören der Ems-Seitenkanal im Südosten, der Verbindungskanal östlich angrenzend an den innerstädtischen Bereich, das Petkumer Sieltief im Osten, das Fehntjer Tief im zentralen Bereich des östlichen Stadtgebietes, der Ems-Jade- Kanal im Nordosten sowie das Trecktief im Norden. Die beiden Seen, das Uphuser Meer und das Bansmeer, im Osten an der Stadtgrenze sind ebenfalls über die Kanäle Neues Tief bzw. Stinkende Riede an das Wasserstraßennetz angebunden.

Wasserschutzgebiete und Überschwemmungsgebiete liegen innerhalb des Stadtgebietes von Emden nicht vor.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 32

8.4 SCHUTZGÜTER KLIMA UND LUFT

Das maritime Klima in Emden wird geprägt durch den direkten Einfluss der Nordsee und von der mitteleuropäischen Westwindzone geprägt, so dass Westwinde dominieren. Allgemein herrschen in Emde kühle Sommer, kühler als z. B. weiter im Inland, milde schneearme Winter, reiche Niederschläge, geringe Temperaturschwankungen und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Durch die strukturarme, ebene Oberfächengestalt Emdens und die daraus resultierende geringe Bodenreibung treten im allgemeinen relativ starke Winde auf. In Emden verteilen sich die beobachteten Winde relativ gleichmäßig auf die einzelnen Richtungen mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Winden um Südwest.

Wichtigstes lokales Zirkulationssytem ist das Land- / Seewindsystem mit Reichweiten ins Landesinnere von durchschnittlich 10 - 20 km. Kleinräumige, thermisch bedingte Austausch- prozesse (Flur- und Strukturwinde) haben in Emden eine nachrangige Bedeutung und sind auf die Stadt selbst beschränkt.

Lokalklimatisch ist das östliche Stadtgebiet mit offenen, rauigkeitsarmen und durchlässigen Freiflächen als Kalt- bzw. Frischluftentstehungsgebiet einzuordnen. Waldflächen mit einer Bedeutung für die Frischluftentstehung liegen nicht im östlichen Bereich des Stadtgebietes.

Die Luftgüte ist typisch für ländliche Räume und somit durch geringe Vorbelastungen gekennzeichnet.

8.5 SCHUTZGUT LANDSCHAFT

Das östliche Stadtgebiet Emden wird nach dem Landschaftsrahmenplan folgenden drei Land- schaftseinheiten zugeordnet:

- Die Meedengebiete des Forlitzer Beckens (nördlich der Sondergebiete)

- Die Überschlickungsgebiete (Sondergebiete an der A 31)

- Der Emsuferwall (südlich der Sondergebiete)

Die Meedengebiete des Forlitzer Beckens erstrecken sich nach Nordosten weit über das Emder Stadtgebiet hinaus. Sie stellen eine große abflusslosen Senke dar, von der weite

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 33

Flächen noch bis zum Anfang dieses Jahrhunderts regelmäßig überschwemmt wurden, so dass hier großflächige Nieder- und Übergangsmoore die ehemals zahlreichen, röhricht- umsäumten Binnenmeere umgaben. Diese Meedengebiete gehören noch heute zu den aus Naturschutzsicht wertvollsten Landschaften Niedersachsens, auch wenn durch umfangreiche Entwässerungsmaßnahmen in großen Teilen eine wesentliche Nutzungsintensivierung erfolgt ist. Verbliebene Reste von Grünland-Graben-Komplexen mit hohem Anteil an feuchtem und extensiv genutztem Grünland und struktur- und artenreichen Niedermoor- und Marschgräben sind noch im Bereich Marienwehr vorzufinden. Hinsichtlich der Bewertungskriterien Vielfalt, Eigenart und Schönheit, sind die Meedengebiete mit dem Natur- und dem Landschafts- schutzgebiet südwestlich des Großen Meeres um Marienwehr hoch zu bewerten.

Auf Emder Gebiet wurden große Bereiche der Meedengebiete im letzten Jahrhundert über- schlickt und damit in ihrer ursprünglichen Wertigkeit zerstört. Das Landschaftsbild im Osten des Stadtgebiets ist daher heute in weiten Bereichen durch die intensive Landwirtschaft mit wenigen dörflichen Siedlungsstrukturen geprägt. Die Überschlickungsgebiete stellen sich heute als strukturarme, weitgehend ausgeräume Agrarlandschaft mit nur wenigen gliedernden und belebenden Elementen dar. Dieser Landschaftsteilraum besitzt durch die vorwiegend wenig strukturierten und gegliederten landwirtschaftlichen Bereiche und durch die Vor- belastung und Barrierewirkung der A 31 sowie mehrerer Freileitungen und Windenergie- anlagen eine geringe bis mittlere Bedeutung für das Landschaftsbild. Ausnahmen bilden das Uphuser Meer und das Bansmeer mit ihren breiten Verlandungszonen mit Schilfröhricht, die eine hohe landschaftliche Bedeutung besitzen. Belebende und gliedernde Landschafts- elemente im Agrarraum bilden die zahlreichen Gräben und Fließgewässer / Kanäle sowie die vereinzelten Gehölzstrukturen.

Der Emsuferwall bezeichnet den durch frühere Überschlickungen der Ems hervorgegangenen, erhöht liegenden rechtsemsischen Uferbereich. Dieser natürliche Uferwall wurde aufgrund seiner relativen Hochwassersicherheit schon sehr früh besiedelt. Auch heute wird der gesamte bis zu einem Kilometer breite Uferwall durch zahlreiche Dörfer und Neubausiedlungen eingenommen. Zwischen diesen alten Siedlungsplätzen befinden sich noch einige klein- parzellierte und artenreiche Grünland-Graben-Areale mit z.T. recht hohem Anteil weniger intensiv genutzter Flächen, sowie zahlreichen naturnahen Kleingewässern und weiteren Son- derstrukturen wie alten Schlafdeichen, Streuwiesenrelikten etc. Der südliche Geltungsbereich des Teil-FNP mit dem Sondergebiet Nr. 3 und die angrenzende Petkumer Meede sind aufgrund der landschaftlichen Eigenart als höherwertiger Landschaftsraum zu bewerten.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 34

Hinsichtlich der landschaftsgebundenen Freizeit- und Erholungsnutzungen besitzt das östliche Stadtgebiet von Emden eine besondere Bedeutung für Radfahrer. Rund- und Themenrouten führen durch die landwirtschaftlich geprägten Bereiche und entlang der Gräben und Kanäle. Das Wirtschaftswegenetz bietet daneben auch Möglichkeiten für die ortsnahe Feierabend- erholung (Spazierengehen, Joggen usw.).

Am Uphuser Meer, westlich der nördlichen Sondergebietsfläche, befindet sich ein Nah- erholungsgebiet mit Wochenendhaussiedlung, einem Gastronomiebetrieb sowie Wasser- sportmöglichkeiten (Segeln, Rudern, Angeln).

8.6 MENSCH UND MENSCHLICHE GESUNDHEIT

Der landwirtschaftlich genutzte Freiraum im östlichen Emder Stadtgebiet weist einige kleinere dörfliche Ansiedlungen (Uphusen, Petkum) sowie mehrere landwirtschaftliche Hofstellen im Außenbereich auf.

Zum geschlossen Wohnsiedlungsbereich der Stadt Emden haben die drei Sondergebiets- flächen eine Distanz von etwa drei Kilometern. Die Stadtteile Uphusen und Petkum liegen in etwa 1,5 km bzw. 2 km Entfernung zu den geplanten Windenergiestandorten. Zu den im Um- feld der geplanten Sondergebiete gelegenen Einzelhöfen wird jeweils ein Abstand von mindestens 300 m eingehalten.

Am Ostufer des Uphuser Meeres, befinden sich etwa 300 m westlich vom Rand der nörd- lichen Sondergebietsfläche eine Wochenendhaussiedlung, in der gemäß B-Plan Nr. D-56 ständiges Wohnen ausdrücklich ausgeschlossen ist, sowie einige Einzelhäuser/-höfe.

Das östliche Stadtgebiet von Emden weist keine besonderen Immissionsbelastungen durch Luftschadstoffe auf. Differenziert zu betrachten ist die Vorbelastungssituation im Hinblick auf Geräuschimmissionen, die ggf. jedoch im Rahmen des Zulassungsverfahrens für beantragte WEA zu prüfen ist.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 35

8.7 SCHUTZGUT KULTUR- UND SONSTIGE SACHGÜTER

Im östlichen Stadtgebiet gibt es außerhalb des Siedlungsbereichs nur wenige Elemente von kulturhistorischer Bedeutung, wie z. B. den Emsuferwall mit Warfen, Schlafdeichen und Streifenblockfluren. Die Meedenbereiche im Norden und Südosten des Stadtgebiets weisen eine seit dem 19. Jahrhundert weitgehend unveränderte historische Flurstruktur auf. Im Bereich der Überschlickungsflächen gibt es mit Ausnahme der alten Kanalstrukturen (Fehntjer Tief, Stinkende Riede, Neues Tief) dagegen keine Hinweise auf kulturhistorische Relikte. Insbesondere im Bereich der geplanten Sondergebietsausweisungen sind keine bedeutenden Kultur- oder sonstigen Sachgüter vorhanden.

9 MÖGLICHE AUSWIRKUNGEN DER PLANUNG

Da es sich beim Teil-Flächennutzungsplan für den sachlichen Teilbereich Windenergie um eine Angebotsplanung handelt, sind Art und Umfang nur über eine worst case-Abschätzung abzuhandeln. Dies heißt, dass für die Betrachtung der Auswirkungen die Errichtung von insgesamt bis zu etwa 10 Windenergieanlagen mit Rotordurchmessern von über 100 m zugrunde gelegt wird.

Eine detaillierte Darstellung der Umweltauswirkungen sowie Größenangaben zu den Bauwerken erfolgt im Zuge des jeweiligen BImSchG-Verfahrens.

Betrachtet wErden für die Phasen Errichtung, Betrieb (anlage- und betriebsbedingt) und Rückbau nachfolgende potenzielle Wirkfaktoren, die anlagentypisch sind. Die Nennung ist dabei als Arbeitshypothese zu verstehen, sie bedeutet nicht, dass diese Wirkfaktoren zwangsläufig zu erheblichen Wirkungen führen werden. Die Reihenfolge der Nennung be- deutet auch keine Rangfolge.

Es ist dabei wesentlich, zwischen Wirkfaktoren und Auswirkungen zu differenzieren. Wirk- faktoren gehen vom Vorhaben aus und stellen für sich genommen noch keine Beein- trächtigung dar. Als Auswirkung gilt, was schließlich als mögliche (erhebliche) Veränderung bei den Schutzgütern festgestellt werden kann.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 36

Hinsichtlich Intensität, Dauer und Nachhaltigkeit der Auswirkungen war nach o. g. Phasen und schutzgutbezogen differenziert zu untersuchen.

Die Untersuchungen erfolgten mit der für die Flächennutzungsplanung erforderlichen Tiefe. Wie dargelegt bleiben Detailuntersuchungen dem jeweiligen Zulassungsverfahren vor- behalten.

Baubedingte Auswirkungen (analog Rückbau1):

Relevant sind die Tätigkeiten/Vorgänge: Baustelleneinrichtung, Betrieb von Baustellenfahr- zeugen und Baumaschinen, Errichtung von Zufahrts- und Erschließungswegen sowie Kran- stellplätzen, Fundamenterstellung und Netzanbindung über Erdkabel. Dabei kommt es zu nachfolgenden potenziellen Wirkungen, die hinsichtlich der Auswirkungen auf die Schutzgüter von unterschiedlicher Intensität und Dauer sein können:

temporäre Flächeninanspruchnahme; mechanische Einwirkungen (Erschütterung, Verdichtung, Umlagerung, Auftrag, Abgrabung, Veränderung des Bodengefüges),

Versiegelung,

Schadstoffeintrag, Nährstoffeintrag,

Schallemissionen und Erschütterungen,

Lichtemissionen,

Zerschneidung von Funktionszusammenhängen,

Zerstörung/Zerschneidung von Lebensräumen,

Verlust von Pflanzen und Tieren,

Beunruhigung/Scheuchwirkungen für Tiere,

Die Zufahrt zu den potentiellen Windkraftanlagenstandorten erfolgt soweit möglich über bestehende Wirtschaftswege. Zu den einzelnen Anlagenstandorten kann die Anlage kurzer Stichwege über Landwirtschaftsflächen zur Andienung erforderlich werden. Die Größe der Kranaufstandsfläche orientiert sich an der Fläche des notwendigen Aktionsradius des Krans sowie am Platzbedarf der Montage und Materiallagerung (s. o.).

1 Hinsichtlich des Rückbaus wird von ähnlichen Wirkungen ausgegangen, so dass er hier mit der Bauphase zusammen behandelt wird.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 37

Anlagebedingte Auswirkungen:

Anlagenbedingte Wirkungen gehen insbesondere von folgenden Anlagenteilen aus: Windenergieanlage mit Fundament, Mastanlage und Rotor sowie von Zufahrtswegen und Kranstellplätzen. Damit sind die nachfolgenden potenziellen Wirkfaktoren verbunden:

Flächeninanspruchnahme, Versiegelung,

Habitatverlust, Habitatveränderung,

Zerschneidung von Lebensräumen,

Barriereeffekt bei einer Anordnung mehrerer Anlagen quer zum Vogelzug,

Scheuchwirkungen der vertikalen Strukturen für störempfindliche Vögel,

Vogel- oder Fledermausschlag,

visuelle Beeinträchtigungen durch Verfremdung der Eigenart des Landschaftsbildes

durch industrielle Überprägung und seiner Maßstäblichkeit (lokal) sowie durch die

visuelle Fernwirkung der Anlagen,

Veränderung der Eigenart des Landschaftscharakters,

Veränderung des Wohnumfeldes für die Menschen in der Nachbarschaft,

Beeinträchtigung oder Verlust von Blickbeziehungen beziehungsweise Aussichten,

Wechselwirkungen und/oder Kumulation der verschiedenen Wirkfaktoren.

Die Oberflächenversieglung durch die Windkraftanlage selbst ist als punktuell und auch in der Summe der Anlagen als kleinflächig einzustufen.

Weiterhin fallen bei Bau der Anlagen Bodenaushubmassen an, die einer gesonderten Verwertung zu zuführen sind.

Zur Stromversorgung und Überwachung der Windenergieanlage sowie für den Netzanschluss müssen Versorgungs- und Steuerleitungen verlegt werden. Es wird angestrebt, diese in mög- lichst unter oder neben bestehenden Wegen zu verlegen (Bündelung, Minimierungsgebot).

Die Windenergieanlagen beeinträchtigen in starkem Maß das Landschaftsbild, da sie – in Abhängigkeit der Leistung und Größe der Anlage – in der offenen und kaum reliefierten Landschaft weithin sichtbar sind. Die spezifische Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Kultur- landschaft wird durch die Windenergieanlagen erheblich überformt. Mindernd wirken sich die in dem Raum bereits vorhandenen Windenergieanlagen und Hochspannungsfreileitungen aus, da diese eine erhebliche Vorbelastung des Raumes darstellen.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 38

Betriebsbedingte Auswirkungen:

Potenzielle betriebsbedingte Wirkungen gehen vor allem von nachfolgenden Effekten aus: Rotorbewegung, nächtliche Beleuchtung und optische Kennzeichnung, Besucherverkehr. Damit sind folgende Wirkfaktoren verbunden, die Auswirkungen auf die Umwelt und die Nachbarschaft haben könnten:

Emissionen von Schadstoffen,

Schallemissionen,

Vibrationen,

Nachlaufturbulenzen,

Schattenwurf (optisch; Radar- und Radiofrequenzschatten), Reflexionen,

Kollisionsgefahr für Vögel und Fledermäuse,

Irritationen beim Vogelzug,

optische und akustische Beunruhigung von Tieren,

Trittbelastungen der Vegetation durch Serviceverkehr,

optische und akustische Störungen von Wohnbereichen und Bereichen für die

Erholung,

zusätzliche Störung des Wohnumfeldes durch nächtliche optische Wahr-

nehmung,

künstliche elektrische und magnetische Felder mit nachfolgenden biologischen

Effekten von kurzeitigen bis chronischem Charakter je nach Stärke der Expo-

sition,

Wechselwirkungen und/oder Kumulation der verschiedenen Wirkfaktoren.

Diese umfangreichen Aufzählungen machen den Prüfumfang deutlich, der vorliegend mit der für eine Flächennutzungsplanung erforderlichen und möglichen Tiefe abgearbeitet wurde. Die Ergebnisse der Prüfung sind in den nachstehenden Kapiteln zusammengefasst.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 39

10 PROGNOSE ÜBER DIE ENTWICKLUNG DES UMWELTZUSTANDES BEI DURCHFÜHRUNG DER PLANUNG

Mit der Aufstellung des räumlichen Teil-Flächennutzungsplanes ergeben sich keine direkten Umweltauswirkungen, diese werden aber planungsrechtlich vorbereitet. Konkrete Auswirkungen durch ggf. erhebliche Beeinträchtigungen der Schutzgüter ergeben sich erst nach der Genehmigung durch die Errichtung und den Betrieb von Windenergieanlagen innerhalb der Sondergebiete.

Die Darstellung der durch den Teil-FNP planerisch vorbereiteten möglichen Umwelt- auswirkungen erfolgt im Folgenden schutzgutbezogen tabellarisch für die drei geplanten Sondergebiete für Windenergienutzungen. In sämtlichen anderen Bereichen des Geltungs- bereichs bleiben die Ausweisungen des derzeit rechtskräftigen Flächennutzungsplans der Stadt Emden unberührt.

10.1 AUSWIRKUNGEN AUF TIERE UND PFLANZEN

Hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Fauna sind vor allem anlagen- und betriebs- bedingte Wirkungen auf die Avifauna und auf Fledermäuse zu prüfen (s. Abschnitt 9).

Durch die genannten Wirkfaktoren kann es neben Auswirkungen auf das Schutzgut Menschen (s. 10.7) zur Störung von Brut- und Rastvögeln der Umgebung kommen, die in Folge das betroffene Gebiet meiden oder sogar ihren Lebensraum aufgeben. Betroffen sind ggf. störungsempfindliche Offenlandarten wie Kiebitz, Wachtel, Grauammer, Großer Brachvogel u. a. sowie Zug- oder Rastvögel (z. B. nordische Gänse, Kraniche).

Zusätzlich sind neben den genannten Störwirkungen auch Individuenverluste durch Kollisio- nen mit den Rotorblätten oder Verwirbelungen (Barotrauma) zu erwähnen (Vogelschlag). Neben Vögeln betrifft dies auch Fledermausarten. Als besonders kollisionsgefährdete Arten gelten Greifvögel wie Mäusebussard, Rotmilan oder Wiesenweihe und bei den Fledermäusen der Große Abendsegler und Rauhautfledermaus.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 40

Tab. 2: Beschreibung des derzeitigen Umweltzustandes und der Umweltauswirkungen der Planung – Tiere und Pflanzen

Derzeitiger Umweltzustand und zu erwartende Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen

Bestand

Auswirkungen

Bewertung

Sondergebiet Nr. 1 nördlich der A 31

Das Sondergebiet für Windenergie- nutzung liegt im Bereich intensiver landwirtschaftlicher Nutzflächen (Biotoptypen: vorwiegend Acker,

z. T. ruderale Säume, Feldhecke entlang eines Weges)

Wertvolle Biotopstrukturen liegen nicht innerhalb des Sondergebiets

Waldbereiche liegen nicht innerhalb des Sondergebiets

Geringe Flächeninanspruchnah- men

Verlust von Biotopstrukturen (Acker) durch kleinflächige, punk- tuelle Neuversiegelungen durch Fundamente neuer Windenergie- anlagen; evtl. kleinflächiger Ge- hölzverlust für Zuwegungen

Temporäre Inanspruchnahme von Ackerflächen für Baustellenflächen, Zuwegungen, Kabeltrassen

Kleinflächiger Verlust von gering- wertigen Biotopstrukturen ist kom- pensierbar

Vermeidungsmaßnahme: Standorte möglichst nah an Wirtschaftswegen, nach Möglichkeit Erhalt von Gehölz- strukturen (Feldhecke)

Vorkommen windenergiesensibler Arten: bisher unbekannt

Störwirkungen durch den Bau- betrieb; Störung von Lebensräu- men von Offenlandarten (anlage- und betriebsbedingt)

Kollisionsgefahr für windenergie- sensible Vogel- und Fledermaus- arten

Auswirkungen können aufgrund fehlender Daten zu konkreten Art- vorkommen zum jetzigen Zeitpunkt nicht prognostiziert werden

Die Lebensraumbedeutung der Fläche für Vögel und Fledermäuse ist auf- grund der Habitatausstattung gering, daher geringes Konfliktpotenzial

Konkrete Aussagen zur Erheblichkeit der Umweltauswirkungen auf wind- energiesensible Arten sind erst auf der Genehmigungsebene möglich

Vermeidungsmaßnahme: Herrichten des Baufeldes außerhalb der Brutzeit von Bodenbrütern

Sondergebiet Nr. 2 südlich der A 31

Das Sondergebiet für Wind- energienutzung liegt im Bereich intensiver landwirtschaftlicher Nutzflächen (Biotoptypen: Acker, z. T. ruderale Säume)

Wertvolle Biotopstrukturen liegen nicht innerhalb des Sondergebiets

Waldbereiche liegen nicht innerhalb des Sondergebiets

Geringe Flächeninanspruchnahmen

Verlust von Biotopstrukturen (Acker) durch kleinflächige, punktuelle Neuversiegelungen durch Funda- mente neuer Windenergieanlagen

Temporäre Inanspruchnahme von Ackerflächen für Baustelleneinrich- tungen, Zuwegungen, Kabeltrassen

Kleinflächiger Verlust von gering- wertigen Biotopstrukturen ist kom- pensierbar

Vermeidungsmaßnahme: Standorte möglichst nah an Wirtschaftswegen

Vorkommen windenergiesensibler Arten: bisher unbekannt

Störwirkungen durch den Bau- betrieb; Störung von Lebensräumen von Offenlandarten (anlage- und betriebsbedingt)

Kollisionsgefahr für windenergie- sensible Vogel- und Fledermaus- arten

Auswirkungen können aufgrund der fehlenden Informationen zu konkreten Artvorkommen zum jetzigen Zeitpunkt nicht prognosti- ziert werden

Die Lebensraumbedeutung der Fläche für Vögel und Fledermäuse ist aufgrund der Habitatausstattung gering, daher geringes Konflikt- potenzial

Konkrete Aussagen zur Erheblichkeit der Umweltauswirkungen auf wind- energiesensible Arten erst auf nach- folgender Planungsebene möglich

Vermeidungsmaßnahme: Herrichten des Baufeldes außerhalb der Brutzeit von Bodenbrütern

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 41

Derzeitiger Umweltzustand und zu erwartende Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen

Bestand

Auswirkungen

Bewertung

Sondergebiet Nr. 3 östlich Borßumer Hammrich

Das Sondergebiet für Windenergienutzung liegt im Bereich intensiver landwirtschaftlicher Nutzflächen (Biotoptypen: vorwiegend Intensivgrünland, z. T. ruderale Säume)

Wertvolle Biotopstrukturen liegen nicht innerhalb des Sondergebiets

Waldbereiche liegen nicht innerhalb des Sondergebiets

Geringe Flächeninanspruchnahmen

Verlust von Biotopstrukturen (Mäh- wiesen) durch kleinflächige, punk- tuelle Neuversiegelungen durch Fundamente neuer Windenergie- anlagen

Temporäre Inanspruchnahme von Grünlandflächen für Baustellenein- richtungen, Zuwegungen, Kabel- trassen

Kleinflächiger Verlust von mittel- wertigen Biotopstrukturen ist kom- pensierbar

Vermeidungsmaßnahme: Standorte möglichst nah an Wirtschaftswegen

Vorkommen windenergiesensibler Arten: bisher unbekannt

Störwirkungen durch den Bau- betrieb; Störung von Lebensräumen von Offenlandarten (anlage- und betriebsbedingt)

Kollisionsgefahr für windenergie- sensible Vogel- und Fledermaus- arten

Auswirkungen können aufgrund der fehlenden Informationen zu konkreten Artvorkommen zum jetzigen Zeitpunkt nicht prognosti- ziert werden

Die Lebensraumbedeutung der Fläche für Vögel und Fledermäuse ist aufgrund der Habitatausstattung und der Vorbelastung durch Freileitungen gering, daher geringes Konfliktpotenzial

Konkrete Aussagen zur Erheblichkeit der Umweltauswirkungen auf wind- energiesensible Arten erst auf nach- folgender Planungsebene möglich

Vermeidungsmaßnahme: Herrichten des Baufeldes außerhalb der Brutzeit von Bodenbrütern

Eine artenschutzrechtliche Prüfung ist Bestandteil des immissionsschutzrechtlichen Verfahrens für die jeweiligen Anlagen.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 42

10.2 AUSWIRKUNGEN AUF DEN BODEN

Tab. 3: Beschreibung des derzeitigen Umweltzustandes und der Umweltauswirkungen der Planung – Boden

Derzeitiger Umweltzustand und zu erwartende Auswirkungen auf den Boden

Bestand

Auswirkungen

Bewertung

Sondergebiet Nr. 1 nördlich der A 31

Bodentypen: Niedermoor mit Rohmarschauflage sowie Pseudo- gley, unterlagert von Kleimarsch; die natürlichen Böden sind durch Überschlickung anthropogen überprägt

Die Böden werden intensiv acker- baulich genutzt

Bereiche mit seltenen Böden bzw. mit besonderen Standorteigen- schaften (gem. Kriterien des LBEG) kommen in dem Gebiet nicht vor

Geringe Flächeninanspruchnah- men

Kleinflächige, punktuelle Neu- versiegelungen im Bereich land- wirtschaftlicher Nutzflächen durch Fundamente neuer Windenergie- anlagen

Baubedingte Beeinträchtigungen durch Umlagerung und Verdich- tung im Bereich der Baustellenein- richtungen, Zuwegungen, Kabel- trassen; Gefahr des Schadstoff- eintrags beim Baubetrieb

Kleinflächige und punktuelle Neuversiegelungen sind kom- pensierbar; von temporären baubedingten Auswirkungen gehen keine erheblichen Aus- wirkungen auf den Boden aus.

Vermeidungsmaßnahme: Standorte möglichst nah an Wirt- schaftswegen; Vermeidung von Schadstoffeinträgen beim Bau- betrieb in den Boden durch geordnete Baustellenführung

Sondergebiet Nr. 2 südlich der A 31

Bodentyp: Pseudogley, unterlagert von Kleimarsch; die natürlichen Böden sind durch Überschlickung anthropogen überprägt

Die Böden werden intensiv acker- baulich genutzt

Bereiche mit seltenen Böden bzw. mit besonderen Standorteigen- schaften (gem. Kriterien des LBEG) kommen in dem Gebiet nicht vor

Geringe Flächeninanspruchnah- men

Kleinflächige, punktuelle Neu- versiegelungen im Bereich land- wirtschaftlicher Nutzflächen durch Fundamente neuer Windenergie- anlagen

Baubedingte Beeinträchtigungen durch Umlagerung und Verdich- tung im Bereich der Baustellenein- richtungen, Zuwegungen, Kabel- trassen; Gefahr des Schadstoff- eintrags beim Baubetrieb

Kleinflächige und punktuelle Neuversiegelungen sind kom- pensierbar; von temporären baubedingten Auswirkungen gehen keine erheblichen Aus- wirkungen auf den Boden aus.

Vermeidungsmaßnahme: Standorte möglichst nah an Wirt- schaftswegen; Vermeidung von Schadstoffeinträgen beim Baubetrieb in den Boden durch geordnete Baustellenführung

Sondergebiet Nr. 3 östlich Borßumer Hammrich

Bodentyp: Niedermoor mit Roh- marschauflage, kleinflächig Knick- marsch

Die Böden werden als Intensivgrün- land genutzt

Das Gebiet gehört teilweise zum Suchraum für Bereiche mit seltenen Böden bzw. mit besonderen Stand- orteigenschaften (schutzwürdige Böden gem. Kriterien des LBEG)

Geringe Flächeninanspruchnah- men

Kleinflächige, punktuelle Neu- versiegelungen im Bereich von grünlandflächen durch Fundamen- te neuer Windenergieanlagen

Baubedingte Beeinträchtigungen durch Umlagerung und Verdich- tung im Bereich der Baustellenein- richtungen, Zuwegungen, Kabel- trassen; Gefahr des Schadstoff- eintrags beim Baubetrieb

Trotz der teilweisen Lage im Suchraum für schutzwürdige Böden sind die kleinflächigen und punktuellen Neuversiegelungen sind kompensierbar; von tempo- rären baubedingten Auswirkungen gehen keine erheblichen Aus- wirkungen auf den Boden aus.

Vermeidungsmaßnahme: Standorte möglichst nah an Wirt- schaftswegen; Vermeidung von Schadstoffeinträgen beim Bau- betrieb in den Boden durch geordnete Baustellenführung

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 43

10.3 AUSWIRKUNGEN AUF DAS WASSER

Auswirkungen von Windenergieanlagen auf das Schutzgut Wasser gehen sowohl beim Bau als auch beim Betrieb von der Verwendung wassergefährdender Stoffe aus. In Windenergie- anlagen werden Schmierstoffe und Transformatorenöle verwendet, die i. A. in Wasser- gefährdungsklasse 1 eingeordnet sind. Eine Ausnahme sind die Treibstoffe der Baufahrzeuge (WGK 3).

Durch die Anlagenhersteller wird dem durch technische Vorkehrungen (Minimierung der notwendigen Einsatzmengen, Auffangwannen etc.) und organisatorische Maßnahmen (instandhaltungsbasierte Wartung und Pflege) Rechnung getragen, so dass potenzielle Risiken im bestimmungsgemäßen Betrieb auf ein tolerierbares Maß reduziert sind.

Für den Dennochfall werden entsprechende Maßnahmen vorbereitet (Vorhalten von Öl- bindemittel u. ä.).

Ggf. müssen für den Bau von Zuwegungen Gräben gequert werden, was Verrohrungen erforderlich machen würde.

Daraus resultiert nachstehende Bewertung.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 44

Tab. 4: Beschreibung des derzeitigen Umweltzustandes und der Umweltauswirkungen der Planung – Wasser

Derzeitiger Umweltzustand und zu erwartende Auswirkungen auf den Boden

Bestand

Auswirkungen

Bewertung

Sondergebiet Nr. 1 nördlich der A 31

Fließgewässer: strukturarme Entwässerungsgräben; Still- gewässer kommen nicht vor

Keine Wasserschutzgebiete innerhalb des geplanten Sondergebiets vorhanden

Evtl. sind kurze Verrohrungen von Grabenabschnitten geringer gewässerökologischer Wertigkeit für Zuwegungen erforderlich

Kleinflächige, punktuelle Neu- versiegelungen von Flächen im Bereich der Fundamente mit einer Bedeutung für die Grundwasser- neubildung / Versickerung

Gefahr des Schadstoffeintrags beim Baubetrieb

Oberflächengewässer werden nicht erheblich beeinträchtigt (ein- zuhaltender Abstand mind. 10 m)

Kleinflächige, punktuelle Versie- gelungen sind nicht erheblich für den Wasserhaushalt.

Vermeidung von Schadstoff- einträgen beim Baubetrieb in das Grundwasser durch geordnete Baustellenführung

Sondergebiet Nr. 2 südlich der A 31

Fließgewässer: strukturarmer Entwässerungsgraben; Still- gewässer kommen nicht vor

Keine Wasserschutzgebiete innerhalb des geplanten Sondergebiets vorhanden

Evtl. sind kurze Verrohrungen von Grabenabschnitten geringer gewässerökologischer Wertigkeit für Zuwegungen erforderlich

Kleinflächige, punktuelle Neu- versiegelungen von Flächen im Bereich der Fundamente mit einer Bedeutung für die Grundwasser- neubildung / Versickerung

Gefahr des Schadstoffeintrags beim Baubetrieb

Oberflächengewässer werden nicht erheblich beeinträchtigt (ein- zuhaltender Abstand mind. 10 m)

Kleinflächige, punktuelle Versie- gelungen sind nicht erheblich für den Wasserhaushalt.

Vermeidung von Schadstoff- einträgen beim Baubetrieb in das Grundwasser durch geordnete Baustellenführung

Sondergebiet Nr. 3 östlich Borßumer Hammrich

Fließgewässer: strukturarme Entwässerungsgräben, zahlreiche Grüppen; Stillgewässer kommen nicht vor

Keine Wasserschutzgebiete innerhalb des geplanten Sondergebiets vorhanden

Evtl. sind kurze Verrohrungen von Grabenabschnitten geringer gewässerökologischer Wertigkeit für Zuwegungen erforderlich

Kleinflächige, punktuelle Neu- versiegelungen von Flächen im Bereich der Fundamente mit einer Bedeutung für die Grundwasser- neubildung / Versickerung

Gefahr des Schadstoffeintrags beim Baubetrieb

Oberflächengewässer werden nicht erheblich beeinträchtigt (ein- zuhaltender Abstand mind. 10 m)

Kleinflächige, punktuelle Versie- gelungen sind nicht erheblich für den Wasserhaushalt.

Vermeidung von Schadstoff- einträgen beim Baubetrieb in das Grundwasser durch geordnete Baustellenführung

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 45

10.4 AUSWIRKUNGEN AUF KLIMA UND LUFT

Tab. 5: Beschreibung des derzeitigen Umweltzustandes und der Umweltauswirkungen der Planung – Klima und Luft

Derzeitiger Umweltzustand und zu erwartende Auswirkungen auf Klima und Luft

Bestand

Auswirkungen

Bewertung

Sondergebiet Nr. 1 nördlich der A 31

Offene Strukturen mit typischem Freilandklima, guten Austausch- bedingungen und schwach ausge- prägten geländeklimatischen Variationen

Waldgebiete mit klimatischer und lufthygienischer Ausgleichsfunktion liegen nicht vor; den kleinflächigen Gehölzstrukturen (Feldhecke) kommt nur eine geringe Bedeutung für die Frischluftproduktion zu.

Hinsichtlich der Luftqualität stellt die A 31 eine Vorbelastung durch verkehrsbedingte Immissionen dar

Kleinflächige, punktuelle Neu- versiegelungen von Flächen im Bereich der Fundamente sind lokalklimatisch nicht relevant

Evtl. kleinflächiger Gehölzverlust für Zuwegungen (Feldhecke)

Baubedingte Luftschadstoff- immissionen sind irrelevant

Es ist mit keinen erheblichen Veränderungen der lokalklima- tischen und lufthygienischen Situation zu rechnen

Vermeidungsmaßnahme: nach Möglichkeit Erhalt von Gehölz- strukturen

Entsprechung der Zielsetzung der Förderung von regenerativen Energien zur Verminderung des CO2-Ausstoßes

Sondergebiet Nr. 2 südlich der A 31

Offene Strukturen mit typischem Freilandklima, guten Austausch- bedingungen und schwach ausge- prägten geländeklimatischen Variationen

Waldgebiete und Kleingehölze mit klimatischer und lufthygienischer Ausgleichsfunktion liegen nicht vor

Hinsichtlich der Luftqualität stellt die A 31 eine Vorbelastung durch verkehrsbedingte Immissionen dar

Kleinflächige, punktuelle Neu- versiegelungen von Flächen im Bereich der Fundamente sind lokalklimatisch nicht relevant

Baubedingte Luftschadstoff- immissionen sind irrelevant

Es ist mit keinen erheblichen Veränderungen der lokalklima- tischen und lufthygienischen Situation zu rechnen

Entsprechung der Zielsetzung der Förderung von regenerativen Energien zur Verminderung des CO2-Ausstoßes

Sondergebiet Nr. 3 östlich Borßumer Hammrich

Offene Strukturen mit typischem Freilandklima, guten Austausch- bedingungen und schwach ausge- prägten geländeklimatischen Variationen

Waldgebiete und Kleingehölze mit klimatischer und lufthygienischer Ausgleichsfunktion liegen nicht vor

Hinsichtlich der Luftqualität stellt die A 31 eine Vorbelastung durch verkehrsbedingte Immissionen dar

Kleinflächige, punktuelle Neu- versiegelungen von Flächen im Bereich der Fundamente sind lokalklimatisch nicht relevant

Baubedingte Luftschadstoff- immissionen sind irrelevant

Es ist mit keinen erheblichen Veränderungen der lokalklima- tischen und lufthygienischen Situation zu rechnen

Entsprechung der Zielsetzung der Förderung von regenerativen Energien zur Verminderung des CO2-Ausstoßes

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 46

10.5 AUSWIRKUNGEN AUF DIE LANDSCHAFT

Tab. 6: Beschreibung des derzeitigen Umweltzustandes und der Umweltauswirkungen der Planung – Landschaft

Derzeitiger Umweltzustand und zu erwartende Auswirkungen auf die Landschaft

Bestand

Auswirkungen

Bewertung

Sondergebiet Nr. 1 nördlich der A 31

Landschaftsbild ist durch die intensive Landwirtschaft geprägt; Feldhecke und Gräben stellen die einzigen gliedernden und belebenden Land- schaftselemente dar

Geringe bis mittlere landschaftliche Bedeutung des Teilraumes; die A 31 ist als Vorbelastung hinsichtlich der Landschaftsbildqualität zu werten

Bezüglich der Freizeit- und Erho- lungsfunktion besitzt das östliche Stadtgebiet Bedeutung insb. für Rad- fahrer; am Uphuser Meer befindet sich eine Wochenendhaussiedlung (> 600 m zur Sondergebietsfläche)

Starke visuelle Fernwirkung der geplanten Anlagen; aufgrund des flachen Reliefs der umliegenden Bereiche sind die neuen Wind- energieanlagen weiträumig wahr- zunehmen

Störwirkungen für die nahe ge- legenen Wochenendhaussiedlung (siehe Schutzgut Mensch)

Beeinträchtigung der Erholungs- funktion (optische Störwirkung, Geräusche)

Landschaftliche Beeinträchtigung durch weit reichende visuelle Wir- kungen ist kompensierbar

Beeinträchtigung der Erholungs- funktion und der nahe gelegenen Wochenendhaussiedlung durch Störwirkungen sind nicht erheblich (siehe Schutzgut Mensch)

Begrenzung der Auswirkungen durch Konzentration der Anlagen

Vermeidungsmaßnahme: farbliche Gestaltung zur besseren Eingliede- rung in das landschaftliche Umfeld

Sondergebiet Nr. 2 südlich der A 31

Landschaftsbild ist durch die intensive Landwirtschaft geprägt; Gräben stellen die einzigen gliedernden und belebenden Landschaftselemente dar

Geringe bis mittlere landschaftliche Bedeutung des Teilraumes; die A 31 ist als Vorbelastung hinsichtlich der Landschaftsbildqualität zu werten

Bezüglich der Freizeit- und Erho- lungsfunktion besitzt das östliche Stadtgebiet Bedeutung insb. für Rad- fahrer

Starke visuelle Fernwirkung der geplanten Anlagen; aufgrund des flachen Reliefs der umliegenden Bereiche sind die neuen Wind- energieanlagen weiträumig wahr- zunehmen

Beeinträchtigung der Erholungs- funktion (optische Störwirkung, Geräusche)

Landschaftliche Beeinträchtigung durch weit reichende visuelle Wir- kungen ist kompensierbar

Begrenzung der Auswirkungen durch Konzentration der Anlagen

Vermeidungsmaßnahme: farbliche Gestaltung zur besseren Eingliede- rung in das landschaftliche Umfeld

Sondergebiet Nr. 3 östlich Borßumer Hammrich

Landschaftsbild ist durch die intensive Grünlandwirtschaft geprägt; Gräben stellen die einzigen gliedernden und belebenden Landschaftselemente dar

Höhere landschaftliche Bedeutung des Teilraumes; die nördlich und südlich angrenzenden Hochspan- nungsfreileitungen und der westlich vorhandene Windpark Borßumer Hammrich stellen jedoch starke Vor- belastungen der Landschaft dar

Freizeit- und Erholungsfunktion des östlichen Stadtgebiets insb. für Rad- fahrer

Visuelle Fernwirkung der geplan- ten Anlagen; aufgrund des flachen Reliefs der umliegenden Bereiche sind die neuen Wind- energieanlagen weiträumig wahr- zunehmen, wirken aufgrund der Vorbelastungen aber nur mäßig auffallend

Beeinträchtigung der Erholungs- funktion (optische Störwirkung, Geräusche)

Nur geringfügige zusätzliche land- schaftliche Beeinträchtigung auf- grund starker Vorbelastungen

Begrenzung der Auswirkungen durch Konzentration der Anlagen

Vermeidungsmaßnahme: farbliche Gestaltung zur besseren Eingliede- rung in das landschaftliche Umfeld

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 47

10.6 Tab. 7:

AUSWIRKUNGEN AUF KULTUR- UND SACHGÜTER

Beschreibung des derzeitigen Umweltzustandes und der Umweltauswirkungen der Planung – Kultur- und Sachgüter

Derzeitiger Umweltzustand und zu erwartende Auswirkungen auf die Landschaft

Bestand

Auswirkungen

Bewertung

Sondergebiet Nr. 1 nördlich der A 31

Keine Bau- und Bodendenkmäler vorhanden

Keine Auswirkungen gegeben

Keine Auswirkungen gegeben

Sondergebiet Nr. 2 südlich der A 31

Keine Bau- und Bodendenkmäler vorhanden

Keine Auswirkungen gegeben

Keine Auswirkungen gegeben

Sondergebiet Nr. 3 östlich Borßumer Hammrich

Keine Bau- und Bodendenkmäler vorhanden

Keine Auswirkungen gegeben

Keine Auswirkungen gegeben

10.7

AUSWIRKUNGEN AUF DEN MENSCH UND DIE MENSCHLICHE GESUNDHEIT

Optische Wirkungen

Optische Immissionen im Umfeld von WEA sind der Schattenwurf des Rotors und der daraus resultierende Hell-Dunkel-Wechsel („Stroboskop-Effekt“) sowie die Immissionen der Tages- und/oder Nachtkennzeichnung der WEA, die zum Schutz des Luftverkehrs erforderlich sind.

Im Gegensatz zu früher spielt der so genannte Disko-Effekt (Reflexion an Rotoren) heute wegen der matten Oberfläche der Rotorblätter keine Rolle mehr.

Anders als die vorstehenden Wirkungen, die durch Lichtemissionen bzw. -reflexionen bedingt sind, ist die „optisch bedrängende Wirkung“ auf die Größe der Anlagen und der drehenden Rotoren zurück zu führen, die von den Nachbarn im ungünstigen Fall als erdrückend wahrgenommen werden kann.

Optische Immissionen durch Schattenschlag von Windenergieanlagen sind durch die WEA- Schattenwurf-Hinweise des LAI durch Immissionsrichtwerte auf 30 h pro Kalenderjahr für die astronomisch maximal mögliche Beschattungsdauer und 30 Min. für die astronomisch

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 48

maximal mögliche tägliche Beschattungsdauer begrenzt. Können diese Werte überschritten werden, ist die Anlage mit einer Abschaltautomatik zu versehen, die deren Einhaltung bei entsprechenden Bedingungen durch Abschaltung sichert.

Der Schattenwurf ist damit kein Kriterium mehr, das im Zulassungsverfahren nicht über Nebenbestimmungen nachbarschaftsverträglich geregelt werden kann.

Für WEA mit einer Gesamthöhe von über 100 m wird die Kennzeichnung zur Vermeidung einer Gefährdung des Luftverkehrs durch Verwaltungsvorschriften im Detail geregelt. Die technische Entwicklung hat in den letzten Jahren eine erhebliche Reduzierung der Nenn- lichtstärken bei den unterschiedlichen Bedingungen in der Nacht ermöglicht. Am Tage wird i. A. auf eine Befeuerung zugunsten anderer Signalformen (Farbgebung) verzichtet, so dass mögliche nachteilige Auswirkungen auf Siedlungsgebiete insgesamt weitgehend reduziert und im Vergleich mit anderen Wirkfaktoren nachrangig sind.

Eine WEA entsprechender Höhe kann einer Wohnbebauung in der Nachbarschaft gegenüber als mit dem Rücksichtnahmegebot (§ 15 Abs. 1 Satz 2 BauNVO und im Außenbereich gem. § 35 Abs. 3 Satz 1 BauGB) nicht vereinbar angesehen werden, wenn die von ihr ausgehende optisch bedrängende Wirkung nicht mehr hinzunehmen ist.

Zu diesem Sachverhalt gibt es eine umfangreiche Rechtsprechung, die in der voran- gegangenen Potenzialanalyse Berücksichtigung gefunden hat. Dabei ist deutlich geworden, dass i. A. die im Hinblick auf Geräuschimmissionen angesetzten Mindestabstände auch den Schutz vor einer optisch bedrängenden Wirkung gewährleisten.

Im Sonderfall von Einzelgehöften ist ggf. neben weiteren Kriterien zu berücksichtigen, dass in solchen Fällen sichtverschattende Anpflanzungen an der der WEA zugewandten Grundstücks- grenze von der Rechtsprechung als zumutbar angesehen werden können.

Geräuschimmissionen

Primär aerodynamischen Geräusche, aber auch Maschinengeräuschen mechanischer Bauteile (Getriebe, Pumpen, Motoren) von Windenergieanlagen führen zwangsläufig zu Schall- emissionen. Aktuelle Baureihen weisen Schallleistungspegel zwischen 102 und 107 dB(A) auf.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 49

Die durch WEA erzeugten Geräusche nehmen mit der Windgeschwindigkeit zu. Dies gilt allerdings auch für die durch den Wind hervorgerufenen Umgebungsgeräusche (Fremd- geräusche wie z. B. Blätterrauschen oder Brandung), so dass die Anlagengeräusche bei starkem Wind durchaus überdeckt sein können.

Der Schutzanspruch der Nachbarschaft ist im Zulassungsverfahren aus der Gebietsausweisung nach BauNVO und i. A. aus Nr. 6.1 TA Lärm herzuleiten. Erfahrungsgemäß ist in der weit überwiegenden Anzahl der Fälle die Nachtzeit (22:00 bis 06:00 Uhr) kritisch.

Hinsichtlich der Siedlungsbereiche sind somit die Immissionsrichtwerte für reine Wohngebiete (WR, nachts 35 dB(A)), allgemeine Wohngebiete und ebenso Wochenendhausgebiete) (WA, 40 dB(A)) bzw. Dorf-, Misch- oder Kerngebiete (MD/MI/MK; 45 dB(A) (letzterer Wert gilt auch für Einzelgehöfte im Außenbereich) heranzuziehen.

Die spezifischen Verhältnisse in Emden sind durch ein häufiges Aneinandergrenzen von Wohnnutzungen an gewerblich genutzte Gebiete, sowie das Aneinandergrenzen von im Außenbereich privilegierten Nutzungen (Tierhaltung, WEA) an Wohngebiete oder Einzel- gehöfte gekennzeichnet. Die daraus gemessen an den Anforderungen von Nr. 6.1 TA Lärm folgenden Konfliktsituationen werden in Nr. 6.7 als Gemengelage beschrieben.

Auch dazu gibt es im Kontext von Windenergienutzungen eine umfangreiche Rechtsprechung. Für Randlagen von Wohnnutzungen in der Nachbarschaft von Windparks (das ist übertragbar auf Einzelgehöfte) geht z. B. der aktuelle Windenergie-Erlass NRW (2011) unter Berufung auf die Rechtsprechung des OVG NRW2 davon aus, dass regelmäßig von einer Anwendbarkeit der Nr. 6.7 TA Lärm (Gemengelage) ausgegangen werden kann, was zu Zwischenwerten führt, die gegenüber denen der Nr. 6.1 TA Lärm um bis zu 5 dB(A) erhöht sind. Daraus folgt, dass ggf. im Zulassungsverfahren unter Berücksichtigung des Rücksichtnahmegebotes Zwischenwerte festzusetzen sind, die die Immissionsrichtwerte nach Nr. 6.1 TA Lärm ersetzen.

Wird der IRW (ggf. der Zwischenwert) nachts im Regelbetrieb überschritten, ist es möglich, ohne eine erhebliche Minderung der Wirtschaftlichkeit der Anlagen eine zeitweise Leistungsreduzierung verbunden mit einem geringeren Schallleistungspegel vorzunehmen, was ggf. die Genehmigungsfähigkeit der Anlage herstellt.

2 OVG NRW, Az. 7 B 1339/99 vom 4.11.1999

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 50

Auswirkungen auf menschliche Nutzungsansprüche (Richtfunkstrecken, Radaranlagen etc.)

Durch die WEA und die Rotorbewegung kann es zu Reflektionen und Streuungen und damit zu Störung von Signalen kommen, die durch elektromagnetische Wellen übertragen werden.

Richtfunkstrecken können bei der konkreten Standortwahl berücksichtigt werden.

Störungen des Flugsicherheitsradars sind in Entfernungen von > 20 km i. A. nicht erheblich. Das gilt analog für militärische Radareinrichtungen. Für verbleibende Konflikte werden gegenwärtig technische Lösungen erprobt.

Störungen des Niederschlagsradars des DWD in Emden sind nachgewiesen. Die Anforde- rungen des DWD nach einer Sperrzone von 5 km Umkreis und Höhenbegrenzungen auf max. ca. 70 m im Umkreis von 5 bis 15 km stehen der Anforderung der Windenergie auch zukünftig substanziell Raum zu geben vor allem im Westteil der Stadt in erheblichem Maße entgegen. Der Ostteil ist davon nur randlich berührt, die drei geplanten Sondergebiete liegen außerhalb des 15-km-Bereiches.

Das Stadtgebiet von Emden wird von mehreren unterirdischen Kabeln gequert. Dies muss (und kann) bei der konkreten Standortfestsetzung innerhalb der ausgewiesenen Sonder- gebiete berücksichtigt werden.

Witterungs- und havariebedingte Wirkungen

Dieser Kategorie sind Abwürfe von Rotorblättern oder Teilen davon („Trümmerwurf“) bzw. Eisabwurf zuzurechnen. Dem Eisansatz kann bei modernen Anlagen durch technische Vorkehrungen begegnet werden.

Trümmerwurf ist nicht gänzlich auszuschließen, bleibt gemessen an der Anzahl der installier- ten Anlagen und angesichts der von den Versicherern geforderten und streng kontrollierten instandsetzungsbasierten Pflege und Wartung der Anlagen ein sehr seltenes Ereignis.

Das mit diesen Zuständen nicht bestimmungsgemäßen Betriebes verbundene Risiko ist unter diesen Umständen als mit dem Risiko bei der allgemeinen Nutzung von Technik vergleichbar und somit sozialadäquat hinnehmbar einzustufen.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 51

Sensible Anlagen (oberirdische Gasleitungen u. ä.) wurden in der Nähe der geplanten Sondergebiete nicht identifiziert.

Beide Wirkfaktoren bedingen somit keine Tabuzonen. Das umso mehr, als diese im Zweifelsfall durch die Anforderungen an Puffer aus Gründen des Schallschutzes mit abgedeckt wären.

Einer Einzelfallentscheidung bedürften Sicherheitsabstände zu sensiblen Anlagen (z. B. Störfallanlagen) bzw. Leitungssysteme die z. B. explosionsfähige oder giftige Stoffe trans- portieren.

Erheblich nachteilige Auswirkungen auf den Menschen und die menschliche Gesundheit können unter diesen Voraussetzungen zunächst ausgeschlossen werden, eine vertiefende Prüfung bleibt den jeweiligen Zulassungsverfahren vorbehalten.

Tab. 8: Beschreibung des derzeitigen Umweltzustandes und der Umweltauswirkungen der Planung – Mensch und menschliche Gesundheit

Derzeitiger Umweltzustand und zu erwartende Auswirkungen auf die Landschaft

Bestand

Auswirkungen

Bewertung

Sondergebiet Nr. 1 nördlich der A 31

Zum Stadtteil Uphusen als nächst- gelegenem Wohnsiedlungsbereich > 1,5 km Distanz

Nächstgelegene Einzelhöfe im Außenbereich > 500 m nordöstlich und westlich der Fläche

600 m westlich des Sondergebiets Wochenendhaussiedlung Uphuser Meer

Geringe optische Störwirkung für die westlich gelegene Wochen- endhaussiedlung (Distanz ca. 600 m) und Einzelhöfe (Distanz ca. 500 m; Vorbelastung im Westen durch private Klein-WEA gegeben)

Unwesentliche Beeinträchtigung der nächstgelegenen Einzelhöfe und der Wochenendhaussiedlung durch Lärm

Auswirkung auf Einzelhöfe und Wochenendhaussiedlung durch Schattenwurf allenfalls kurzfristig bei Sonnenauf- (westlich) bzw. -untergang (östlich) möglich

Unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass im Rahmen der Flächenanalyse die Mindest- abstände zu Wohnnutzungen berücksichtigt wurden und auf der Ebene der Genehmigungsplanung der Immissionsschutz nach- zuweisen ist, werden keine erheb- lich nachteiligen Wirkungen auf gesunde Wohnverhältnisse vor- bereitet.

Vermeidungsmaßnahme: Verwen- dung matter Oberflächen für die Rotoren und die Türme

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 52

Derzeitiger Umweltzustand und zu erwartende Auswirkungen auf die Landschaft

Bestand

Auswirkungen

Bewertung

Sondergebiet Nr. 2 südlich der A 31

Zum Stadtteil Uphusen als nächst- gelegenem Wohnsiedlungsbereich > 2 km Distanz

Nächstgelegene Einzelhöfe im Außenbereich > 300 m südwestlich und südöstlich der Fläche

Geringe optische Störwirkung für zwei Einzelhöfe (Distanz ca.

300 m)

Beeinträchtigung der nächstgele- genen Einzelhöfe durch Geräu- sche möglich; Immissionsschutz ist auf der Genehmigungsebene nachzuweisen

Aufgrund der Lage der Wohnhäu- ser zu den Anlagen keine Auswir- kung durch Schattenwurf

Unter der Berücksichtigung der Tat- sache, dass im Rahmen der Flä- chenanalyse die Mindestabstände zu Wohnnutzungen berücksichtigt wurden und auf der Ebene der Genehmigungsplanung der Immis- sionsschutz nachzuweisen ist, werden keine erheblich nachteiligen Wirkungen auf gesunde Wohnverhältnisse vorbereitet.

Vermeidungsmaßnahme: Verwen- dung matter Oberflächen für die Rotorenund die Türme

Sondergebiet Nr. 3 östlich Borßumer Hammrich

Zum Stadtteil Petkum als nächst- gelegenem Wohnsiedlungsbereich > 1 km Distanz

Mehrere Einzelhöfe im Außen- bereich > 350 m nördlich

und südlich der Fläche

Geringe optische Störwirkung für mehrere Einzelhöfe (Distanz > ca. 350 m)

Beeinträchtigung der nächstgele- genen Einzelhöfe durch Geräusche möglich; Immissionsschutz ist auf der Genehmigungsebene nachzu- weisen

Kurzfristige Auswirkung auf nörd- lich gelegene Einzelhöfe durch Schattenwurf in Abhängigkeit der Höhe der Anlagen möglich

Unter der Berücksichtigung der Tat- sache, dass im Rahmen der Flä- chenanalyse die Mindestabstände zu Wohnnutzungen berücksichtigt wurden und auf der Ebene der Genehmigungsplanung der Immis- sionsschutz nachzuweisen ist, werden keine erheblich nachteiligen Wirkungen auf gesunde Wohnverhältnisse vorbereitet.

Vermeidungsmaßnahme: Verwen- dung matter Oberflächen für die Rotoren und die Türme

10.8 WECHSELWIRKUNGEN

Über die dargelegten schutzgutbezogenen Inhalte hinaus sind planungsrelevante Wechsel- wirkungen zwischen den Schutzgütern nicht erkennbar.

10.9 NATURA 2000-GEBIETE

Im Einwirkungsbereich der geplanten Sondergebiete für Windenergienutzungen befinden sich keine Natura 2000-Gebiete. Eine Betroffenheit ist nicht gegeben.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 53

10.10 EMISSIONEN UND ABFÄLLE, NUTZUNG ERNEUERBARER ENERGIEN UND ER- HALTUNG DER BESTMÖGLICHEN LUFTQUALITÄT

Die Errichtung von Windenergieanlagen ist mit geringfügigen Luftschadstoffemissionen insbesondere durch den Lkw-Verkehr und von Baufahrzeugen verbunden, die die fachrechtlich gesetzten Irrelevanzschwellen für Emissionen und daraus folgend Immissionen in der Nachbarschaft deutlich unterschreiten.

Der Betrieb der Anlage ist im bestimmungsgemäßen Zustand mit keinen Luftschadstoff- emissionen verbunden.

Planbedingete nachteilige Auswirkungen auf die Luftqualität sind somit nicht zu besorgen.

Als Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien leisten diese im Betrieb einen Beitrag zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen. Der Ausbau dieses Typs der Energieerzeugung ist somit sowohl in Übereinstimmung mit den nationalen als auch mit den regionalen/lokalen Klimaschutzzielen (s. Kap. 2 und 4).

Anlagentypisch ist die Errichtung der WEA mit dem Anfall von baustellentypischen Abfällen (Mineralik, Metall- und Kabelreste, Holzabfälle, Kunststoff, Papier/pappe u. ä.) in vergleichs- weise geringen Abfallmengen verbunden.

Beim Rückbau werden recycelbare Materialien möglichst erlöswirksam gewonnen und verwertet. Für die verbleibenden Abfälle gilt das vorstehend Ausgeführte.

Die Abfallmengen beim Betrieb resultieren ausschließlich aus Pflege und Wartung und sind ebenfalls als geringfügig einzustufen. Die detaillierten Nachweise sind im Zulassungsverfahren zu führen.

Für die jeweiligen Anlagentypen liegen bei den Lieferanten und Errichtern langjährige Erfahrungen vor, die im Zulassungsverfahren im Detail vorzulegen sind.

Für die vorliegende Planung kann mit hinreichender Sicherheit festgestellt werden, dass keine Zweifel an der Möglichkeit einer ordnungsgemäßen und schadlosen Entsorgung der Abfälle nach Art und Menge verbleiben.

Abwässer fallen beim bestimmungsgemäßen Betrieb der WEA nicht an.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 54

11 PROGNOSE ÜBER DIE ENTWICKLUNG DES UMWELTZUSTANDES BEI NICHTDURCHFÜHRUNG DER PLANUNG

Bei Nicht-Realisierung der Flächennutzungsplanung bleibt die bestehende Situation von Natur und Landschaft im östlichen Stadtgebiet im Wesentlichen erhalten. Es wäre zu erwarten, dass künftig weitere Einzel-Windenergieanlagen ohne räumliches Gesamtkonzept im Außenbereich des Stadtgebiets errichtet werden und dort möglicherweise zu Konflikten mit Natur und Land- schaft oder anderen Nutzungsinteressen führen.

12 GEPLANTE MASSNAHMEN ZUR VERMEIDUNG, VERRINGERUNG UND ZUM AUSGLEICH NACHTEILIGER AUSWIRKUNGEN

Die plaungsrechliche Sicherung von weiteren Sondergebieten für die Windenergienutzung entspricht der politischen Zielsetzung der Förderung von regenerativen Energien zur Ver- minderung des CO2-Ausstoßes und damit zum Klimaschutz,

Die durch die Flächennutzungsplanung vorbereiteten möglichen Beeinträchtigungen der Umwelt sind gem. § 21 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zu vermeiden, auszu- gleichen oder zu ersetzen.

Zur Vermeidung und Verringerung möglicher nachteiliger Auswirkungen auf die Schutzgüter werden im Rahmen der Flächennutzungsplanung folgende Aspekte berücksichtigt:

Erhalt von Gehölzen / Biotopen höherer Wertigkeiten und landschaftsbildprägenden Elementen,

Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände zu Bebauung / Wohngebieten auf der Grundlage der folgenden Gesetze / Regelwerke:

Einhaltung des Nachbarschaftsschutzes, vor allem wegen der optisch bedrängen- den Wirkung der WKA durch die Drehbewegung des Rotors,

Einhaltung der Immissionsrichtwerten nach Nr. 6.1, ggf. nach Nr. 6.7 TA Lärm, die für die WKA-spezifischen Emissionen Schall

Einhaltung der Richtwerte für Schattenwurf des LAI, ggf. verbunden mit der Ausrüstung der Anlagen mit einer Schattenwurfabschaltautomatik,

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 55

Berücksichtigung der vorgeschriebenen Abstände zu anderen zu berücksichtigenden Strukturen (z. B. Wald, faunistisch wertvolle Bereiche, Schutzgebiete etc.),

Prüfung der Standorte auf Vorkommen von windenergiesensiblen Arten.

Im Rahmen der konkreten Standortplanung auf der Genehmigungsebene kommen als mög-

liche Vermeidungsmaßnahmen in Frage:

Verringerung der Bodenversiegelung und Flächeninanspruchnahme unter Berücksich- tigung und Ausnutzung des bestehenden Wegenetzes für Erschließungsmaßnahmen bei der Standortwahl; nach Möglichkeit Erhalt von Gehölzstrukturen (Feldhecke im Sondergebiet Nr. 1),

Herrichten des Baufeldes außerhalb der Brutzeit von Bodenbrütern,

Vermeidung von Schadstoffeinträgen beim Baubetrieb in Boden und Grundwasser durch geordnete Baustellenführung und sachgemäße Lagerung; ggf. Wiedereinbau von Boden während der Baumaßnahmen,

Minimierung der visuellen Beeinträchtigungen durch geeignete Farbgebung zur besseren Eingliederung in das Landschaftsbild,

Verwendung matter Oberflächen für die Rotoren und die Türme zur Minderung von Reflexionen.

Weiterhin sind beim Betrieb der Anlagen folgende Maßnahmen zu berücksichtigen:

Automatische Abschaltung der Windenergieanlagen als Schutzmaßnahme (z. B. bei technischen Störungen oder Sturm),

nach Prüfung im Zulassungsverfahren ggf. automatische Abschaltung der Wind- energieanlagen als Minimierungsmaßnahme (z.B. Abschaltungen zu bestimmten Tages- / Nachtzeiten) bei unumgänglichen Konflikten (z. B. Überschreitung der zuläs- sigen Beschattung, Minimierung des Kollisionsrisikos von kollisionsgefährdeten Arten),

Flächeninanspruchnahmen (Boden, Biotope/Gehölze) in Folge von Versiegelungen werden auf der Genehmigungsebene im Rahmen der Eingriffsregelung ermittelt und durch entsprechen- den Ausgleichsmaßnahmen kompensiert. Ausgleichsmaßnahmen hinsichtlich der Beeinträch- tigungen des Landschaftsbildes können Anpflanzung von sichtverschattenden Elementen (Hecken, Baumgruppen/-reihen, etc.) sein. Näheres wird im Rahmen des immissionsschutz- rechtlichen Genehmigungsverfahrens geregelt.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 56

13 ANDERWEITIGE PLANUNGSMÖGLICHKEITEN

Die Beachtung der Umweltbelange im Rahmen des vorliegenden Teilflächennutzungsplans erfolgte auf der Grundlage einer Flächenpotenzialanalyse, in der alle städtebaulichen wie auch umweltbedeutsamen planungsrelevanten Vorgaben / Restriktionen gemäß der aktuellen Rechtsprechung für das gesamte Stadtgebiet in diese Flächenauswahl eingeflossen sind. Auf dieser Basis erfolgte die Ausweisung von drei Windkonzentrationszonen hinreichender Größe mit den geringsten ökologischen Konfliktpotenzialen im östlichen Stadtgebiet.

Weitere alternative Standortmöglichkeiten, die im Hinblick auf die städtebaulichen Ziele gegenüber den vorliegenden zwei Standorten städtebauliche oder ökologische Vorteile aufweisen, bestehen nicht.

14 ZUSÄTZLICHE ANGABEN

Die erforderliche Bestandserfassung für die Umweltprüfung erfolgte anhand vorhandener Daten zum ökologischen Zustand des Geltungsbereiches. Eigene Erhebungen (z. B. floristische, faunistische, bodenkundliche Bestandsaufnahmen) wurden nicht durchgeführt.

Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der erforderlichen Angaben traten nicht auf.

Gem. § 4c BauGB sind die vom Bauleitplan ausgehenden erheblichen Umweltauswirkungen von der Stadt zu überwachen. Hierin werden sie gem. § 4 (3) BauGB von den für den Um- weltschutz zuständigen Behörden unterstützt. Um sicherzustellen, dass durch die Windkraft- anlagen keine artenschutzrechtlichen Verbote hinsichtlich der in den Gebieten vorkommenden Vogel- und Fledermauspopulationen vorbereitet werden, sind auf der immissionsschutz- rechtlichen Genehmigungsebene ggf. weitere Begleituntersuchungen mit der Unteren Land- schaftsbehörde abzustimmen.

Sonstige Maßnahmen zum Monitoring beschränken sich auf die Prüfungen im Rahmen der baurechtlichen Zulassungsverfahren. Unbenommen hiervon ist die Überprüfung seitens der für den Umweltschutz zuständigen Behörden gem. § 4 (3) BauGB.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 57

15 ALLGEMEIN VERSTÄNDLICHE ZUSAMMENFASSUNG

Mit dem Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“ sollen Konzentrationsräume für die Windenergienutzung im Gebiet der Stadt Emden planerisch gesichert werden.

Im Rahmen einer vorab durchgeführten Flächenpotenzialanalyse wurden in einem Ausschluss- verfahren Flächen mit geringem Konfliktpotenzial gegenüber der Errichtung von Windenergie- anlagen ermittelt. Die Flächenpotenzialanalyse zielt damit auf einen sachgerechten Ausgleich zwischen bestehenden Nutzungsinteressen, Schutzansprüchen sowie planerischen Vorgaben einerseits und ggf. gegenläufigen Interessen von Planungen zur Windenergienutzung anderer- seits ab. Zusätzlich werden die immissionsschutzfachlichen und fachrechtlichen Vorgaben ermittelt, um im Sinne einer vorbeugenden Umweltvorsorge die Siedlungsbereiche Emdens zu schützen.

Basierend auf den Ergebnissen der Flächenpotenzialanalyse werden im Teil-FNP Windenergie Emden-Ost drei neue Sondergebiete für Windenergienutzungen mit einer Gesamtfläche von ca. 63 ha ausgewiesen. Für die neu ausgewiesenen Konzentrationszonen ist gem. §§ 2 (4) i.V.m § 1 (6) Nr. 7 und 1a BauGB eine Umweltprüfung erforderlich.

Im Ergebnis der Umweltprüfung sind mit der Aufstellung des Teil-Flächennutzungsplanes und damit der Ausweisung der drei zusätzlichen Windkonzentrationszonen voraussichtlichen keine erheblich nachteiligen Umweltauswirkungen verbunden, da im Rahmen der Flächenpotenzial- analyse bereits konfliktarme Bereiche ausgewählt und die Berücksichtigung der gesetzlichen, städtebaulichen und ökologischen Vorgaben erfolgte. Die schutzgutbezogene Einzelbetrach- tung der geplanten Sondergebiete für die Windenergienutzung ergab, dass sich bei Realisie- rung der Planung für einzelne Schutzgüter (Biotope, Böden, Landschaft) jeweils nur geringe bis mittlere Beeinträchtigungen ergeben, die im Rahmen der Eingriffsregelung auf der immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsebene kompensierbar sind.

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“, Vorentwurf 58

16 QUELLENAGABEN UND RECHTSGRUNDLAGEN

Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23.09.2004 (BGBl. I 2004, S. 2414), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 11.06.2013 (BGBl. I 2013, S. 1548).

Baunutzungsverordnung (BauNVO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23.01.1990 (BGBl. I 1990, S. 132), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 11.06.2013 (BGBl. I 2013, S. 1548).

Froelich & Sporbeck (2003): Umweltbezogene Standortpotenzialanalyse für Windenergie- anlagen im Stadtgebiet Emden. Bochum, November 2003.

Froelich & Sporbeck (2013): Flächenpotenzialanalyse für Windenergienutzung im Stadtgebiet Emden. Erläuterungsbericht. Bochum, September 2013.

Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz – BNatSchG) vom 29.07.2009 (BGBl. I 2009, S. 2542), zuletzt geändert durch Artikel 2 Abs. 24 des Gesetzes vom 06.06.2013 (BGBl. I S. 1482).

Niedersächsisches Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (NAGBNatSchG) vom 19.02.2010 (Nds. GVBl. S. 104)

Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landes- entwicklung (ML) Referat 303, Raumordnung und Landesentwicklung: Landes-Raumord- nungsprogramm (LROP) Niedersachsen i. d. Fassung vom 8. Mai 2008.

Niedersächsisches Raumordnungsgesetz (NROG) vom 18. Juli 2012 (Nds. GVBl. 2012, 252)

Verordnung über das Landes-Raumordnungsprogramm Niedersachsen (LROP). In der Fassung der Bekanntmachung vom 8. Mai 2008 (Nds. GVBl. S. 132), zuletzt geändert durch Verordnung vom 24. September 2012 (Nds. GVBl. S. 350)

Verordnung zur Änderung der Verordnung über das Landes-Raumordnungsprogramm Niedersachsen (LROP) vom 24. September 2012 (Nds. GVBl. S. 350).

Verordnung über die Ausarbeitung der Bauleitpläne und die Darstellung des Planinhalts (Planzeichenverordnung – PlanzV) in der Fassung vom 18.12.1990 (BGBl. I 1991, S 58), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 22.07.2011 (BGBl. I 2011, S. 1509).

Teilflächennutzungsplan „Windenergie Emden-Ost“

Standorte der Anlagen

Planzeichnung

Stellungnahme WSU

Stellungnahme Dr.A.Hesse

Bauleitplanung

 

Wir werden in unregelmäßigen Abständen zur Umweltproblematik am Uphuser Meer berichten.

Natürlich werden wir immer auch auf unseren regelmäßigen, öffentlichen Vorstandssitzungen und auf Versammlungen über  aktuelle Informationen berichten. Bitte nutzt diese Möglichkeiten zur Information. Selbstverständlich könnt ihr eure Meinungen dort auch einbringen.

Auch wenn wir z. Zt. am Uphuser Meer –noch – keine Blaualgen sehen, wird sich das Bild bei einer längerfristigen Wärmeperiode schnell ändern können und das Thema rückt wieder in den Fokus der Anlieger.

Das beauftragte Gutachten läuft im Hintergrund und wir erwarten spätestens nach den Sommerferien  erste Zwischenergebnisse über die wir hier berichten werden.

Hier noch einige Infos:

 

2015-06-19_Telefonliste.pdf

2014-09-05_Auszug_Protokoll_Ausschuss.pdf

2015-03-11_Präsentation_11.03.2015.pdf

2015-03-11_Protokoll_Bürgerinfo.pdf

 

 

 

 

Seite 5 von 5

Nächste Termine

25. 02. 2018, 15:00 -
Nordic Walking
04. 03. 2018, 11:00 -
Jahreshauptversammlung
06. 03. 2018, 20:00 -
Seglerhock
Free business joomla templates