Freizeit- und Wassersportverein 
Uphuser Meer e.V.

Umwelt

2015 08 04 Blaualgen 150

Am 26.01.2017 ab 17:00 Uhr beschäftigt sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt erneut mit dem Thema Blaualgen am Uphuser Meer.

Die Wählergemeinschaft Gemeinsam für Emden beantragt, dass die Verwaltung der Stadt Emden beauftragt wird Lösungsmöglichkeiten für die hohe Phosphatbelastung und die damit verbundene Blaualgenbelastung aufzuzeigen.

Es wäre schön wenn möglichst viele interessierte Mitglieder unseres Vereines diesen Termin  wahrnehmen würden.

Antrag der GfE

Beschlussvorlage

Tagesordnung

2017 01 17 EZ Windpark03

Von Marten Klose s 0 49 21 / 89 00-431

Emden. Die ersten beiden der insgesamt drei geplanten neuen Windräder im Borssumer beziehungsweise Petkumer Hammrich sollen bereits in diesem Sommer Strom liefern. Das kündigten die beiden Geschäftsführer der neu gegründeten Emder Hammrich Wind GmbH (EHW), Herbert Buisker und Gunnar Kielmann, auf Anfrage der Emder Zeitung an. Die EHW zeichnet für Planung, Bau und Betrieb der Anlagen verantwortlich.

Bekanntlich ist der Platz für neue Windkraftanlagen in Emden äußerst rar. Der Grund dafür ist das an der Knock befindliche Wetterradar des Deutschen Wetterdienstes. Die „Wetterfrösche” berufen sich auf eine kilometerweite Bauverbotszone rund um das Radar. Denn der Flügelschlag der Windräder „irritiert” die sensible Anlage und sorgt so für ungenaue Messergebnisse. Um in Sachen Windkraft nicht von anderen Kommunen abgehängt zu werden und um einen Beitrag zur vielbeschworenen Energiewende zu leisten, hat der Rat die Verwaltung aufgefordert, Flächen innerhalb der Stadtgrenzen auszuloten, auf denen doch noch gebaut werden kann (wir berichteten). Die hat die Verwaltung auch ausgemacht - im Borssumer beziehungsweise Petkumer Hammrich.

„Es ist quasi das letzte Fitzelchen, das übrig ist”, sagte Kielmann gegenüber der EZ. Weil sowohl die Stadtwerke Emden (SWE) als auch die Betreiber des Windparks Borssum beide Windkrafträder errichten wollen, wurde die neue Gesellschaft gegründet. Landwirt

Buisker führt bekanntlich bereits die Geschäfte des schon bestehenden Windparks südöstlich des Wykhoffweges. Kielmann ist SWE-Prokurist. „Es bietet sich an, das gemeinsam zu machen. Es ist ein gutes Miteinander”, so Buisker. Miteigentümer der drei Windräder sind auch die Landeigner beziehungsweise die Pächter des Grunds, auf dem gebaut wird. Die Windräder, die in den nächsten Wochen emporwachsen, stammen allesamt aus dem Hause Enercon.

M Eine Anlage entsteht südlich des Fehntjer Tiefs in der Kurve des Wykhoffweges. Die E-115 hat eine Nabenhöhe von rund 92 Metern und soll im Mai fertig werden. Die Nennleistung beträgt 3,0 Megawatt. Derzeit werden Fundamentarbeiten erledigt.

M Eine E-82 (Nennleistung 2,3 Megawatt) wird südlich der A 31 in unmittelbarer Nähe zu den beiden Enercon-Windrädern der Stadtwerke errichtet. Der Neubau verfügt über eine Nabenhöhe von 135 Metern. Laut Produktbeschreibung eignet sich die Anlage „ideal für mittlere und Starkwindstandorte”.

M Ebenfalls in 135 Metern Höhe befindet sich die Nabe einer E-126 EP 4 (Nennleistung 9,3 Megawatt), die sich in Verlängerung des Borssumer Windparks östlich des Osseweges befindet. Sie wird im dritten beziehungsweise vierten Quartal fertiggestellt.

Der Bau neuer Windkraftanlagen wird in Emden, wie in jeder Kommune, nicht von jedem positiv gesehen. Kritiker - zuletzt wurde das beim neuen Windpark in Canhusen ganz deutlich - finden, die Mühlen „verspargeln” das Landschaftsbild und sorgen für Schlagschatten.

 

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Emder Zeitung vom Dienstag, 17. Januar 2017, Seite 3 

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Von Heiko Mülle,r OZ Emden vom Mittwoch, 28. September 2016, Seite 19

Umwelt Stadt und Entwässerungsverband Oldersum haben einen ersten Plan gegen die Blaualgen-Plage

Die Zuflüsse über das Schöpfwerk an der Nordseite des Binnensees sollen im Sommer gestoppt werden. Das sei „erfolgversprechend“, heißt es.

Emden - Für die seit Jahren von Blaualgen geplagten Wochenendhausbesitzer und Badegäste am Uphuser Meer in Emden gibt es einen Hoffnungsschimmer. Die beteiligten Behörden und Verbände haben möglicherweise einen Weg gefunden, die hohe Konzentration dieser Bakterien in dem Binnenmeer während der Sommermonate zumindest einzudämmen.

Wie der Leiter des städtischen Umwelt-Fachdienstes, Hartmut Fresemann, in der jüngsten Sitzung des Ratsausschusses für Umwelt mitteilte, wird der Entwässerungsverband Oldersum den Betrieb des Schöpfwerkes an der Nordseite des Uphuser Meers im Sommer einstellen. Die umliegenden Ländereien sollen zwischen Mai und August über das viel kleinere Schöpfwerk Küthauer im Riepster Hammrich entwässert werden. Von dort wird das Wasser über das Fehntjer Tief sowie über die Siele in Petkum und Oldersum in die Ems abgeführt.

„Das ist die erfolgsversprechendste Lösung“, sagte Fresemann der OZ auf Nachfrage. Allerdings sei schwer zu sagen, wie der See reagieren wird, wenn der Zufluss über das Schöpfwerk gestoppt wird. Zudem werde das Grundproblem damit nicht gelöst.

Wie berichtet, hatten Experten des von der Stadt beauftragten Hamburger Fachbüros KLS bei Untersuchungen des Uphuser Meers im vergangenen Jahr festgestellt, dass sehr viel Phosphat und Stickstoff in den Binnensee gelangt sind und das Wachstum der Blaualgen beschleunigen. Die weitaus größten Mengen wurden bislang über das Schöpfwerk an der Nordseite eingeleitet. Die Gutachter errechneten einen Phosphoreintrag von 1800 Kilogramm pro Jahr. Das sei mehr als das Dreifache des kritischen Wertes, hieß es im Februar bei der Vorstellung der ersten Untersuchungsergebnisse. Dem soll jetzt ein Riegel vorgeschoben werden.

Der zuständige Entwässerungsverband Oldersum hat in diesem Sommer nach Gesprächen mit den Beteiligten den Pumpbetrieb des Schöpfwerks am Uphuser Meer bereits probeweise eingestellt. Es bleibe aber abzuwarten, ob sich daraus eine langfristige Lösung mit positiven Auswirkungen auf die Gewässerqualität ergibt, so Fresemann. Falls der Plan aufgeht, seien mittelfristig auch Anpassungen des Grabensystems und eine höhere Leistung des kleinen Schöpfwerks Küthauer erforderlich.

Nach Angaben des Fachdienstleiters bleibt das Schöpfwerk am Uphuser Meer aber für Notfälle jederzeit betriebsbereit, um zum Beispiel bei Starkregen im Sommer oder bei einem Ausfall der Pumpstation Küthauer rechtzeitig eingreifen zu können. In den Wintermonaten müsse die Pumpstation wegen der größeren Wassermengen in dieser Jahreszeit ohnehin in den Normalbetrieb gehen.

Der Plan, das Uphuser Meer vom Entwässerungssystem abzuschneiden, sei „ein erster Schritt“ und „eine Möglichkeit von mehreren“, betonte Fresemann. Weitere Vorschläge zur Sanierung des Binnengewässers werde das Gutachterbüro vorlegen. Die seit 2014 laufenden Untersuchungen seien „fast abgeschlossen“. Die Grundsanierung werde aber Jahre dauern, so der Fachdienstleiter.

Blaualgen sind eigentlich keine Algen, sondern Bakterien. Einige Arten geben giftige Ausscheidungen ins Wasser ab. Hitzeperioden begünstigen die Massenentwicklung von Blau-
algen.

Ein erhöhtes Vorkommen kann zu Reizungen der Haut, der Schleimhäute sowie zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führen.

Erkennbar sind Blau-
algen an einer starken grünlichen Trübung des Wassers; bei starker Algenblüte an grünen Schlieren oder Schichten auf dem Wasser. In diesen Fällen sollte Kontakt mit dem Wasser vermieden werden. Außerdem rät das Gesundheitsamt der Stadt, kein blau-
algenhaltiges Wasser zu schlucken. Kinder sollten nicht mehr baden. 

OZ Bild

2016 09 23 EZ Bilder Uph Meer 150 1

Die enorme Blaualgen-Belastung im Uphuser Meer soll eingedämmt werden

Von Marten Klose s 0 49 21 / 89 00-431

Emden. Die immer wiederkehrende Blaualgen-Plage im Uphuser Meer könnte durch eine simple Maßnahme in Schach gehalten werden. Das Schöpfwerk, über das große Mengen Phosphat ins Uphuser Meer gelangen, soll in den Sommermonaten abgestellt werden. Die für die umliegenden Ländereien so wichtige Entwässerung übernimmt in dieser Zeit ein kleines Schöpfwerk namens „Küthauer”, das im Riepster Hammrich liegt. Zusatzkosten entstehen dadurch so gut wie keine. Das Schöpfwerk Uphuser Meer wurde in diesem Sommer bereits probehalber abgeschaltet. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend, sagten Adolf Wilken, Verbandsingenieur des Oldersumer Wasserverbandes, und Hartmut Fresemann gestern gegenüber der Emder Zeitung .

Das Thema Blaualgen treibt die Anlieger des Uphuser Meeres und die Behörden seit Langem um. Die teilweise sehr hohe Konzentration ist nicht nur für Wassersportler, sondern insbesondere für Kinder gefährlich. Starke Hautausschläge können das Ergebnis einer Begegnung mit den Algen sein. Die Ursachenforschung hatte ergeben, dass vor allem über das Schöpfwerk am Uphuser Meer jährlich rund 1800 Kilogramm Phosphat in den Binnensee gespült werden - ein viel zu hoher Wert .

Woran es liegt, dass die Ländereien eine derart hohe Phosphat-Konzentration aufweisen, lässt sich nur schwer feststellen, sagte Fresemann. Der vielfach geäußerte Verdacht, die Überdüngung der Felder sei die Ursache, lasse sich nur schwer erhärten. Denn die Landwirte haben genaue Vorgaben, wie viel Dünger aufgebracht werden darf. Es muss noch viel geforscht werden. Ebenso möglich ist, dass das Phosphat in tieferen Bodenschichten „sitzt”. Der Grund: Das Gebiet war einst Überschlickungsgebiet, was bedeutet, dass über Jahre hinweg Baggergut aus Ems und Dollart auf die Ländereien gespült wurde. Fresemann: „Dem Phosphat sieht man eben nicht an, woher es kommt.” Während sich die Bauern über fette Böden freuen, ärgern sich die Anlieger über die Algen-Plage. Der Stopp der Wasserzufuhr in den Sommermonaten soll das Problem mindern. „Wir könnten das Uphuser Schöpfwerk von Mai bis August abschalten”, stellte Verbandsingenieur Wilken in Aussicht. Damit das weitaus kleinere Schöpfwerk „Küthauer” in die Bresche springen kann, wird nördlich des Bansmeers ein sonst verschlossener Durchlass geöffnet. Durch diese Leitung mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern gelangt das überschüssige Wasser zu „Küthauer”. Von dort aus fließt das Wasser ins Fehntjer Tief und wird letztlich in die Ems abgeleitet. Vereinfacht ausgedrückt übernimmt „Küthauer” den Job des Uphuser Schöpfwerkes. 

Das ist allerdings nur im Sommer möglich, machte Wilken deutlich. Denn die üppige Vegetation - etwa Maisfelder - und die Verdunstung „schlucken” so viel Wasser, dass „Küthauer” nicht an seine Grenzen stößt. „Und wenn es im Sommer mal einen ordentlichen Starkregen gibt, wird das Uphuser Schöpfwerk einfach wieder zugeschaltet”, sagte Wilken. Im Winter kann das Uphuser Schöpfwerk dann wieder normal arbeiten, denn Blaualgen treten bekanntlich nur im Sommer auf. 

Ob der Plan letztlich aufgeht - das werden weitere Untersuchungen ergeben, sagte Fresemann. „Die Gutachter sind dran.”

Emder Zeitung vom Freitag, 23. September 2016, Seite 3 (1 View)

2016 09 23 EZ Bilder Uph Meer 1

Emden. Der Freizeit- und Wassersportverein Uphuser Meer hat sich vom Ansinnen eines Anwohners distanziert, die Stadt Emden wegen der giftigen Blaualgen im Uphuser Meer zu verklagen .

„Wir planen nicht, die Stadt zu verklagen”, sagte gestern Vorsitzender Thomas Waldeck der Emder Zeitung. Man befinde sich in dieser Angelegenheit in „konstruktiven Gesprächen” mit der Stadt und suche gemeinsam nach Lösungen. Es liege dem Verein fern, juristische Wege zu beschreiten, betonte Waldeck. 

Der Verein erhoffe sich zunächst Aufschlüsse aus einem laufenden Gutachten, um daraus eine Lösung für das Problem zu erarbeiten. axl

Emder Zeitung vom Samstag, 20. August 2016, Seite 9

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