Freizeit- und Wassersportverein 
Uphuser Meer e.V.

VON GORDON PÄSCHEL

Die Politik hat am Donnerstagabend den Weg für einen neuen Windpark freigemacht. Zum zweiten Mal. Im Stadtosten sollen neue Anlagen aufgestellt werden. Abgestimmt werden musste erneut, weil die Genehmigungsbehörde nach dem ersten Anlauf Bedenken hatte.

Emden - Die Mitglieder des Fachausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt des Emder Rates haben am Donnerstagabend in ihrer Sitzung zum zweiten Mal den Weg für neue Windenergieanlagen freigemacht. Sie sprachen sich erneut dafür aus, dass Investoren – darunter auch die Stadtwerke Emden – ein Windparkprojekt auf Flächen in Borssum, Uphusen und Widdelswehr umsetzen dürfen. Die neue Abstimmung war notwendig geworden, nachdem das Amt für regionale Landesentwicklung als Genehmigungsbehörde Bedenken gegen die bisherigen Pläne geäußert hatte.

Wie Rainer Kinzel, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung in Emden, am Donnerstag im Ausschuss erläuterte, hatte das Amt in Oldenburg einerseits auf neue, strengere Gesetzesvorschriften bei der öffentlichen Auslegung sowie auf kleinere Formfehler in den Antragsunterlagen aus Emden hingewiesen. Die Stadt rollte das Planverfahren daraufhin noch einmal neu auf. „Wir wollen nicht wegen eines Formfehlers mit dem Windpark vor Gericht landen“, sagte Kinzel der OZ. Zugleich betonte er, dass in der neuen Beschlussvorlage, über die es gestern abzustimmen galt, „inhaltlich alles gleichgeblieben“ sei.

Das Projekt „Windenergie Emden-Ost“, für das sich die Stadtwerke Emden und die bestehende Gesellschaft „Windpark Borssum“ zu einer neuen GmbH zusammengeschlossen haben, wurde damit um ein Vierteljahr zurückgeworfen, schätzt Kinzel. Nach dem Ratsbeschluss vom 7. Oktober 2015 hatten die Investoren gehofft, Anfang dieses Jahres mit dem Bau der Windkraftanlagen beginnen zu können. Stimmt der Rat der Stadt Emden in seiner Sondersitzung in einer Woche ebenfalls zu, werden die überarbeiteten Unterlagen noch einmal nach Oldenburg geschickt. Bei Naturschützern stößt das Vorhaben auf Widerstand. Sie kritisieren, dass der Bau von bis zu acht neuen Anlagen angrenzende Vogelschutzgebiete gefährde.

Aus der Ostfriesen Zeitung vom 22.04.2016

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