Freizeit- und Wassersportverein 
Uphuser Meer e.V.

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Die enorme Blaualgen-Belastung im Uphuser Meer soll eingedämmt werden

Von Marten Klose s 0 49 21 / 89 00-431

Emden. Die immer wiederkehrende Blaualgen-Plage im Uphuser Meer könnte durch eine simple Maßnahme in Schach gehalten werden. Das Schöpfwerk, über das große Mengen Phosphat ins Uphuser Meer gelangen, soll in den Sommermonaten abgestellt werden. Die für die umliegenden Ländereien so wichtige Entwässerung übernimmt in dieser Zeit ein kleines Schöpfwerk namens „Küthauer”, das im Riepster Hammrich liegt. Zusatzkosten entstehen dadurch so gut wie keine. Das Schöpfwerk Uphuser Meer wurde in diesem Sommer bereits probehalber abgeschaltet. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend, sagten Adolf Wilken, Verbandsingenieur des Oldersumer Wasserverbandes, und Hartmut Fresemann gestern gegenüber der Emder Zeitung .

Das Thema Blaualgen treibt die Anlieger des Uphuser Meeres und die Behörden seit Langem um. Die teilweise sehr hohe Konzentration ist nicht nur für Wassersportler, sondern insbesondere für Kinder gefährlich. Starke Hautausschläge können das Ergebnis einer Begegnung mit den Algen sein. Die Ursachenforschung hatte ergeben, dass vor allem über das Schöpfwerk am Uphuser Meer jährlich rund 1800 Kilogramm Phosphat in den Binnensee gespült werden - ein viel zu hoher Wert .

Woran es liegt, dass die Ländereien eine derart hohe Phosphat-Konzentration aufweisen, lässt sich nur schwer feststellen, sagte Fresemann. Der vielfach geäußerte Verdacht, die Überdüngung der Felder sei die Ursache, lasse sich nur schwer erhärten. Denn die Landwirte haben genaue Vorgaben, wie viel Dünger aufgebracht werden darf. Es muss noch viel geforscht werden. Ebenso möglich ist, dass das Phosphat in tieferen Bodenschichten „sitzt”. Der Grund: Das Gebiet war einst Überschlickungsgebiet, was bedeutet, dass über Jahre hinweg Baggergut aus Ems und Dollart auf die Ländereien gespült wurde. Fresemann: „Dem Phosphat sieht man eben nicht an, woher es kommt.” Während sich die Bauern über fette Böden freuen, ärgern sich die Anlieger über die Algen-Plage. Der Stopp der Wasserzufuhr in den Sommermonaten soll das Problem mindern. „Wir könnten das Uphuser Schöpfwerk von Mai bis August abschalten”, stellte Verbandsingenieur Wilken in Aussicht. Damit das weitaus kleinere Schöpfwerk „Küthauer” in die Bresche springen kann, wird nördlich des Bansmeers ein sonst verschlossener Durchlass geöffnet. Durch diese Leitung mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern gelangt das überschüssige Wasser zu „Küthauer”. Von dort aus fließt das Wasser ins Fehntjer Tief und wird letztlich in die Ems abgeleitet. Vereinfacht ausgedrückt übernimmt „Küthauer” den Job des Uphuser Schöpfwerkes. 

Das ist allerdings nur im Sommer möglich, machte Wilken deutlich. Denn die üppige Vegetation - etwa Maisfelder - und die Verdunstung „schlucken” so viel Wasser, dass „Küthauer” nicht an seine Grenzen stößt. „Und wenn es im Sommer mal einen ordentlichen Starkregen gibt, wird das Uphuser Schöpfwerk einfach wieder zugeschaltet”, sagte Wilken. Im Winter kann das Uphuser Schöpfwerk dann wieder normal arbeiten, denn Blaualgen treten bekanntlich nur im Sommer auf. 

Ob der Plan letztlich aufgeht - das werden weitere Untersuchungen ergeben, sagte Fresemann. „Die Gutachter sind dran.”

Emder Zeitung vom Freitag, 23. September 2016, Seite 3 (1 View)

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