Freizeit- und Wassersportverein 
Uphuser Meer e.V.

VON HEIKO MÜLLER aus der Ostfriesen-Zeitung vom 01.02.2017

 

Umwelt Stadt Emden rechnet im Sommer mit neuen Erkenntnissen zur Situation des Uphuser Meers

Der Betrieb des Schöpfwerkes an der Nordseite des Binnengewässers soll in diesem Jahr für längere Zeit versuchsweise eingestellt werden. Damit ist die Ursache aber nicht beseitigt.

 

Emden - Die 2014 begonnene Suche nach möglichen Ursachen der Blaualgen-Plage im Uphuser Meer wird noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Stadt Emden geht davon aus, bis zum Sommer nähere Aufschlüsse über die Gründe für die hohe Phosphatbelastung des Sees zu haben sowie Lösungsvorschläge und Kostenschätzungen vorlegen zu können.

Damit haben die Hoffnungen von Wochenendhausbesitzern und Badegästen des Uphusers Meers auf ein baldiges Ende der Blaualgen-Pest erneut einen Dämpfer bekommen. Im vergangenen Jahr hatte sich bereits ein Weg abgezeichnet, die hohe Konzentration der Bakterien während der Sommermonate zumindest eindämmen zu können.

Wie berichtet, hatte der zuständige Entwässerungsverband Oldersum im Sommer 2016 den Betrieb des Schöpfwerks an der Nordseite des Uphuser Meer probeweise vorübergehend eingestellt. Über die Pumpen dieser Anlage gelangen nach Untersuchungen des von der Stadt beauftragten Gutachterbüros die größten Phosphatmengen in den See.

Der Entwässerungsverband wich während dieser Zeit auf das viel kleinere Schöpfwerk Küthauer im Riepster Hammrich aus. Von dort aus wird das Wasser über das Fehntjer Tief sowie die Siele in Petkum und Oldersum in die Ems abgeführt. Ob dieser Eingriff in das Entwässerungssystem eine Dauerlösung für das Blaualgen-Problem sein kann, lasse sich noch nicht abschätzen, sagte der Leiter des städtischen Umwelt-Fachdienstes, Hartmut Fresemann, jetzt im zuständigen Fachausschuss des Emder Rates. Nach seinen Angaben soll der Versuch im nächsten Sommer fortgesetzt und zeitlich ausgedehnt werden. Es gebe auch noch keine Erkenntnisse darüber, ob der Boden der überschlickten Flächen am Uphuser Meer mit Phosphaten belastet ist oder die Einträge aus der Landwirtschaft kommen. „Das ist eine sehr komplexe Sache“, sagte Fresemann. Es soll aber weitere Untersuchungen geben, um die Ursachen der Phosphatbelastung abschätzen zu können.

Zugleich kündigte der Fachdienstleiter weitere Gespräche mit dem Entwässerungsverband an, um nach Dauerlösungen zu suchen. Das sei aber auch eine Kostenfrage, weil die Kapazität des Schöpfwerks Küthauer begrenzt ist, so Fresemann.

Die Fraktion der Wählergruppe „Gemeinsam für Emden“ (GfE) hatte das Thema auf die Tagesordnung gebracht, um das Verfahren zu beschleunigen und auf Lösungen zu drängen. Auf Bitte von Stadtbaurat Andreas Docter zog die Fraktion ihren Antrag aber wieder zurück. Zunächst solle abgewartet werden, was die weiteren Untersuchungen und Gespräche ergeben.

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