Freizeit- und Wassersportverein 
Uphuser Meer e.V.

Von Heiko Müller, Ostfriesen Zeitung vom 02.06.2018

Die Blaualgen-Plage am Uphuser Meer wird die Verwaltung weiter beschäftigen. Sie wartet noch auf den Bescheid des Landes über einen Zuschuss. Damit könnten aber nur die Planungen finanziert werden, heißt es.

Emden - Anlieger und Besucher des Uphuser Meers werden wohl noch lange mit wiederkehrenden Blaualgen-Plagen in dem Binnensee leben müssen. Die Stadt hat ihnen am Donnerstag im Ratsausschuss für Stadtentwicklung wenig Hoffnung auf eine rasche Lösung des Problems gemacht.

Der zuständige Fachbereichsleiter Rainer Kinzel bat um Geduld. „Das braucht Zeit“, sagte er im Hinblick auf sinnvolle und wirksame Mittel, um das Problem der Phosphateinträge in den Griff zu bekommen. Kinzel verwendete das Bild vom „Patienten Uphuser Meer“, bei dem zunächst die Symptome und Ursachen festgestellt werden müssten.

Zeitplan steht nicht fest

Der Leiter des städtischen Umwelt-Fachdienstes, Hartmut Fresemann, stellte ein ganzes Paket von Maßnahmen vor, die Experten des Hamburger Fachbüros KLS empfohlen haben. Sie sehen vor, das Entwässerungssystem in der Umgebung des Uphuser Meers zu ändern, die Gräben aufzuwerten sowie Schilf-röhrichte an den Ufern zu schützen und zu entwickeln.

Wann und ob dieses Paket umgesetzt werden kann, steht noch in den Sternen. Das hängt auch davon ab, ob genügend Geld dafür zur Verfügung stehen wird. In einem ersten Schritt hat die Stadt Geld beim Land aus einem speziellen Fördertopf der Europäischen Union zur Seenentwicklung beantragt. „Wir warten noch auf den Bescheid aus Hannover“, sagte Fresemann. Fließt der Zuschuss, können damit aber nur die Detailplanungen zur Verbesserung der Wasserqualität finanziert werden. Sie liegen laut dem Fachdienstleiter bei 90 000 Euro. Zehn Prozent dieser Summe müsste die Stadt aufbringen, falls das Geld vom Land kommt. Für die Umsetzung des Maßnahmenpaketes müssten neue Förderanträge gestellt werden.

Kontakt vermeiden

Wie berichtet, haben die im Jahr 2014 begonnenen Untersuchungen der Hamburger Fachleute ergeben, das größere Mengen von Phosphor vor allem über das Schöpfwerk an der Nordseite in das Uphuser Meer gelangen. Sie fördern das Wachstum der Blaualgen genannten Cyanobakterien, von denen einige Arten giftige Ausscheidungen ins Wasser abgeben. Ein erhöhtes Vorkommen, das bei wärmeren Perioden entsteht, kann zu Reizungen der Haut, der Schleimhäute sowie zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führen.

Erkennbar sind Blaualgen an einer starken grünlichen Trübung des Wassers; bei starker Algenblüte an grünen Schlieren oder Schichten auf dem Wasser. In diesen Fällen sollte Kontakt mit dem Wasser vermieden werden. Außerdem raten Medizier, kein blaualgenhaltiges Wasser zu schlucken. Kinder sollten nicht mehr baden.

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