Freizeit- und Wassersportverein 
Uphuser Meer e.V.

 

Archivbild: Alberts

Von Heiko Müller aus der Emder Zeitung vom 23.07.2018

Das Emder Gesundheitsamt hat jetzt das erste Auftreten von giftigen Blaualgen im Uphuser in diesem Sommer bestätigt. Das könnte schon bald Folgen für Badelustige haben.

Emden - Es geht schon wieder los: Im Uphuser Meer in Emden breiten sich in der anhaltenden Trocken- und Hitzeperiode erneut giftige Blaualgen aus. Das bestätigte das Gesundheitsamt der Stadt der OZ auf Nachfrage.

Die Behörde hatte nach eigenen Angaben schon vor knapp zwei Wochen die beginnende Blüte von Blaualgen in dem Binnenmeer festgestellt. Sie will in den nächsten Tagen weitere Proben ziehen. Sollte sich eine weitere Vermehrung bestätigen, werden wieder Schilder an den Ufern aufgestellt, die vor dem Baden in dem Gewässer warnen und auf Gefahren für die Gesundheit hinweisen.

Befürchtungen der Wochenendhaus-Besitzer bewahrheiten sich

Damit bewahrheiten sich Befürchtungen der Wochenendhaus-Besitzer am Uphuser Meer. Sie rechnen damit, dass sich die Blaualgen in diesem Super-Sommer schnell vermehren und sich wie in den Vorjahren zu einer Plage ausweiten. Eine rasche Lösung des Problems ist noch nicht in Sicht. Voraussichtlich wird es Jahre dauern, bis sich die Wasserqualität spürbar verbessert.

Untersuchungen, mit dennen die Stadt schon 2014 ein Fachbüro beauftragte, ergaben, dass ein zu hoher Phosphatgehalt im Wasser Grund für das massenhafte Auftreten von Blaualgen genannten Cyanobakterien ist. Das Salz der Phosphorsäure, dessen verschiedene Arten auch zur Herstellung von Düngemitteln und Waschmitteln sowie in der Lebensmittelindustrie verwendet werden, gibt den Bakterien Nahrung und begünstigt ihr Wachstum. Unklar ist, woher das Phosphat kommt, das größtenteils über das Schöpfwerk an der Nordseite in das Uphuser Meer gelangt.

Es gibt wenig Hoffnung auf eine rasche Lösung

Das Umweltamt der Stadt hatte im Mai zwar ein Paket von Maßnahmen vorgestellt, zugleich aber den Anliegern kaum Hoffnung auf eine baldige Lösung gemacht. Zunächst müsse weiter nach den Ursachen des hohen Phosphatgehalts gesucht werden, sagte der zuständige Fachbereichsleiter Rainer Kinzel. Er warnte vor voreiligem Handeln und sprach vom „Patienten Uphuser Meer“, bei dem zunächst die Symptome erkannt werden müssten. Erst dann könne die Behandlung folgen.

Das „Anti-Blaualgen-Paket“ sieht unter anderem vor, das Entwässerungssystem rund um das Uphuser Meer zu ändern, die Gräben aufzuwerten sowie Schilfröhrichte an den Ufern zu schützen und anzusiedeln.

Die Polizei ermittelt weiter

Solche Projekte erfordern allerdings hohe Investitionen. In einem ersten Schritt hat die Stadt Geld beim Land aus einem Topf der Europäischen Union für die Entwicklung von Seen beantragt. Sollten Zuschüsse fließen, könnten damit aber nur die Detailplanungen finanziert werden. Die Kosten werden mit 90 000 Euro angegeben. Für die Umsetzung des Pakets müssten neue Förderanträge gestellt werden. Eine Stellungnahme des Umweltamtes zum aktuellen Stand war trotz mehrfacher Anfragen der OZ nicht zu erhalten.

Seit knapp einem Jahr ermittelt auch die Polizei am Uphuser Meer. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Aurich geht das Fachkommissariat für Umweltdelikte der Polizeidienststelle in Leer der Frage nach, ob die Belastung des Binnenmeers mit Blaualgen strafrechtlich relevant ist. Ausgelöst hatte die Ermittlungen der Anlieger Felix Pundt. Er erstattete im Juli 2017 Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden. „Die Ermittlungen werden fortgesetzt“, ließen die zuständigen Beamten Pundt vor einigen Tagen wissen.

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